Deutscher Schauspieler und Drehbuchautor, der sich 2011 an sein Regiedebüt wagt. Sympathisch, smart und gutaussehend, hat sich der Münchner... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max13/kuk13/kuk07/u1307033/b150x150.jpg Florian David Fitz
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Florian David Fitz

  • Geburtstag
    20.11.1974
  • Geburtsort
    München

Deutscher Schauspieler und Drehbuchautor, der sich 2011 an sein Regiedebüt wagt. Sympathisch, smart und gutaussehend, hat sich der Münchner Schauspieler Florian David Fitz im Fernsehen mit Romanzen wie "Der Himmel über Cornwall", Komödien wie "Meine verrückte türkische Hochzeit" und Serien wie "Verdammt verliebt", "Doktor Martin" und "Doctor's Diary" einen Namen als beliebter und umschwärmter Schauspieler gemacht.

Der Millionenerfolg von Simon Verhoevens Komödie "Männerherzen" (2009), wo er Werbeprofi Niklas spielt, der kurz vor Hochzeit und Eigenheim aussteigt, um sein Glück zu suchen, brachte ihm beim Kinopublikum den Durchbruch - kein Wunder, dass nun die Fortsetzung ins Kino kommt.

Florian David Fitz schrieb das Drehbuch zu Ralf Huettners Road Movie-Tragikomödie "Vincent will meer", wo er die Rolle des an Tourette leidenden Vincent spielt, der mit der magersüchtigen Marie (Karoline Herfurth) und einem Zwangsneurotiker (Johannes Allmayer) aus der Klinik ausbricht, die Asche seiner Mutter ans Mittelmeer bringt und ins wirkliche Leben startet. Der im Frühjahr 2010 gestartete Film hat kurz vor der Jahreswende 2010/2011 die Eine-Million-Zuschauermarke durchbrochen und bescherte Fitz den Bayerischen Filmpreis für das beste Drehbuch. Seit Winter 2011 arbeitete Fitz an seinem Regiedebüts, der Verfilmung von David Safiers Bestseller "Jesus liebt mich", das als gelungene Mischung aus Slapstick, übernatürlicher Komödie und tiefer Lebensphilosophie nun ins Kino kommt.

Florian David Fitz wurde 1974 in eine Seitenlinie der Künstlerfamilie Fitz (zu der Kabarettistin Lisa Fitz gehört) geboren, erlebte eine glückliche Kindheit, studierte nach dem Abitur in Boston 1994-1998 Schauspiel und Gesang und hielt sich mit Catering für das Aktionshaus Christies in New York über Wasser. Ein Theaterengagement führte ihn 1999 nach München zurück, wo er sich dank seiner damaligen Freundin Helga Engel, Dozentin der Otto-Falckenberg-Schule, das Handwerk im Privatunterricht aneignete. Details dazu sind im witzig geschriebenen Lebenslauf auf seiner Homepage zu finden.

Fitz' Fernsehkarriere begann 2000 mit einer Nebenrolle in "Der Bulle von Tölz". Zwar trat er in Folgen der Krimiserien "Polizeiruf 110", "Nachtschicht" und "Soko 5113" auf, seine Domäne wurden aber Liebesfilme und Komödien wie die Serien "Verdammt verliebt" (26 Folgen 2002), wo sich aus Freundschaft Liebe entwickelt, und die von Maggie Peren geschriebene Serie "Leon & Clara" (2006, als Leon).

In "Berlin, Berlin" ist er in der vierten Staffel (2004) Felix, der Freund von Felicitas Woll, in "Doktor Martin" (11 Folgen 2007; mit Axel Milberg) Klempner Nils und in der populären Serie "Doctor's Diary" (2007, mit Diana Amft) der arrogante Oberarzt Dr. Marc Meier, der das Gefühlsleben seiner Mitarbeiter gezielt in Verwirrung bringt. Die Rolle brachte ihm eine Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis 2007 ein.

Zu Fitz' über 30 Filmen und Serien gehören Nebenrollen in "Mädchen, Mädchen 2 - Loft oder Liebe" (2004), in elf Folgen der Serie "LiebesLeben" (2005) und in der vielfach (u.a. DIVA) ausgezeichneten Gangstergeschichte "Die Wölfe" (Dreiteiler 2009). Für die Hauptrolle des mit einer quirligen Deutsch-Türkin (Mandala Tayde als Aylin) liierten Götz in der turbulenten Komödie "Meine verrückte türkische Hochzeit" wurde Fitz 2007 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

Einen anspruchsvollen Part übernimmt er in der Bestseller-Verfilmung "Die Vermessung der Welt" als Mathematik-Genie Carl Friedrich Gauß, der mit dem Naturforscher Alexander von Humboldt ein Intellektuellen-Duell um die richtige Anschauung der Dinge austrägt.

Florian David Fitz bezeichnet sich als Familienmensch und lebt mit Hund Würschtl in München.

  • Geburtstag
    20.11.1974
  • Geburtsort
    München
  • Geburtsland
    BRD
  • Links
    http://www.floriandavidfitz.de
"Tiefe, Talent und Handwerk"

Schon jetzt steht fest: "Männerherzen 2" wird einer der Sommerhits 2011. Wir trafen Regisseur Simon Verhoeven mit seinen Stars Florian David Fitz und Justus von Dohnányi.

Großansicht Im Gespräch zu "Männerherzen 2" (v.li.): Justus von Dohnányi, Regisseur Simon Verhoeven und Florian David Fitz (Foto: Warner)

Im Gespräch zu "Männerherzen 2" (v.li.): Justus von Dohnányi, Regisseur Simon Verhoeven und Florian David Fitz (Foto: Warner)

Gute Nachricht, Herr Verhoeven: Bisher gibt es offenbar keinen einzigen Kritiker, der "Männerherzen 2" wirklich schlecht fand.

Verhoeven: Nein, wir haben sogar richtige Hymnen - was mich fast ein wenig verwundert. Ich glaube, es liegt daran, dass die Kritiker den ersten Teil auf sich wirken ließen und jetzt auch das Handwerk anerkennen. Das von allen Beteiligten, den Schauspieleren - eben allen. Ich denke, dass man dem Film anmerkt, dass viele sehr, sehr gute Leute sehr hart daran gearbeitet haben.

"Bester deutscher Film 2009" meets "Deutscher Filmpreis 2010 & 2011". Vor mir sitzt quasi das Dreamteam des Deutschen Films.

Fitz: (lacht) Zuviel der Ehre!
Verhoeven: Dem ist nichts hinzuzufügen

Aber wie soll 2012 das jetzt eigentlich toppen?

Fitz: Das muss es ja nicht immer getoppt werden. Wenn man immer alles toppen wollte, würde man ja eine Herzattacke bekommen. Ich glaube, wir sind alle relativ zufrieden, schöne Filme zu machen. Und wenn die Leute diese anschauen, ist es schon mehr als man erwarten kann.
Verhoeven: Man darf auch nicht vergessen, dass du auch Filme machst, die du zwar toll findest und die dich super interessieren - aber eben nicht das Potential zu einem Zuschauerhit haben. Das ist mit Männerherzen schon eine besondere Sache und ich glaube nicht, dass es einfach ist, das noch einmal zu wiederholen.
von Dohnányi: Vollkommen richtig: Aber es ist ja erst mal toll, einen Beruf gefunden haben, der einfach Spaß macht. Und wenn dann dazu kommt, dass man alle paar Jahre auch etwas macht, das dazu noch Anerkennung bringt und gut funktioniert, ist es klasse. Wir quälen uns nicht zur Arbeit.

Großansicht Liefert die ganz große Show: Justus von Dohnányi als Bruce Berger (Foto: Warner)

Liefert die ganz große Show: Justus von Dohnányi als Bruce Berger (Foto: Warner)

Speziell Sie gaben sich aber ein Jahrzehnt mimisch eher sperrig mit unbequemen Rollen - doch die Dämme brechen mit Komödien. Muss man da als Schauspieler nicht tief seufzen?

von Dohnányi: Naja, es gibt tatsächlich auch beim Film Menschen, die nicht all zu viel Phantasie haben. Da wird man in erster Linie typbesetzt. Wenn man das aufbrechen möchte, braucht das seine Zeit - oder einen Anlass. Und dann hatte ich 2009 die Chance bei so einer schönen Komödie mitzumachen...

2010 war dann das Jahr des Florian David Fitz: Bambi, Bayerischen Filmpreis, Deutscher Filmpreis. Und jetzt ab nach L.A.?

Fitz: Nein, nein - um Gottes willen. Ich bin froh hier zu sein. Ich habe in Amerika studiert und mag das Land wahnsinnig gern. Aber ich find's schade, dass wir alle immer nach L.A. schielen - damit macht man sich selber ein bisschen klein. Man kann auch hier schöne Filme machen. Das ist ja meine Sprache, das ist mein Land.
Verhoeven: Und man sieht ja auch, was wir für herausragende Schauspieler haben. Nehmen wir einfach mal Justus oder Floh: Die können natürlich auf Hollywood-Niveau spielen, das ist keine Frage. Der Wunsch wäre eben, in Deutschland Projekt von ähnlicher Drehbuch-Qualität zu haben.
Fitz: Aber dazu müsstest du die Leute mehr ins Kino kriegen, so wie in anderen Ländern. Dann hätten wir viel mehr Optionen und auch mehr Geld - und könnten noch bessere Filme machen.
Verhoeven: Aber von Tiefe, Talent und Handwerk sind in Deutschland die besten Schauspieler der Welt zu Hause - und das meine ich ernst.

Großansicht Florian David Fitz ist auch als Niklas auf der Überholspur (Foto: Warner)

Florian David Fitz ist auch als Niklas auf der Überholspur (Foto: Warner)

Awards für "Männerherzen", "Männerherzen 2" ein Riesenerfolg - wird's einem bei der Beschleunigung als Regisseur nicht schwindelig?

Verhoeven: Ich habe ja lange Luft geholt dafür. Ich habe sechs Jahre überhaupt keinen Film gemacht. Mir sind sämtliche Projekte geplatzt - in der Finanzierung oder schon in der Drehbuchphase. Und dann hat man natürlich viel aufgestaute Energie. Jetzt weiß ich es sehr zu schätzen und kann es genießen, was passiert: einen Publikumshit zu machen und gleichzeitig positive Resonanz bei den Kritikern zu haben. Aber ich weiß, dass es auch ganz anders laufen kann.

Der Erwartungsdruck bei kommenden Projekten wächst jetzt natürlich.

Verhoeven: Nicht von meiner Seite

Aber von Seiten der Studios

Verhoeven: Die Studios wollen natürlich, dass ich immer wieder Männerherzen mache. Das ist eine rein wirtschaftliche Überlegung - die würden sich wünschen, dass ich jetzt Männerherzen 3 bis 12 mache. Aber ich kann nur machen, was mich wahnsinnig interessiert - und mit "Männerherzen", das war's jetzt für mich.

Also kein "Männerherzen 3 - noch herzlicher"?

Verhoeven: Für mich nicht. Die Geschichte ist auch rund auserzählt - und man soll die Party verlassen, wenn's am schönsten ist. Das sagt übrigens auch Bruce Berger im ersten Film.


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