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Fatih Akin

Fatih Akin

Leben & Werk

Mit einer stilsicheren vitalen Power-Mischung aus Milieustudie und Gangsterfilm um die Freundschaft dreier Typen aus Hamburg-Altona (ein Türke, ein Grieche, ein Serbe) trat Regiedebütant Fatih Akin 1998 schlagartig ins Rampenlicht: “Kurz und schmerzlos” brachte mehr Elan auf als andere Produktionen und machte Akin zu dem Hoffnungsträger für den deutschen Film, der er sechs Jahre später tatsächlich wurde. Mit seiner rockenden, dampfenden, wilden und rasant inszenierten Ballade “Gegen die Wand” räumte Akin fast alle Preise ab, die es 2004 zu gewinnen gab: Goldener Bär der Berlinale (Bester Film), Deutscher Filmpreis (Film, Regie, die beiden Hauptdarsteller, Kamera), Europäischer Filmpreis (Film, Regie), Goya für den Besten ausländischen Film, Großer Preis von Ourense (Spanien) und New Faces Award für Hauptdarstellerin Sibel Kekili.

“Gegen die Wand” erzählt so vital und wuchtig wie Akins Debüt von der so schmerzhaften wie leidenschaftlich sich entwickelnden Liebe zwischen einem Alkoholiker (Birol Ünel) und einer jungen Türkin (Kekili), die mit ihm eine Scheinehe eingeht, um dem strengen Elternhaus zu entkommen. Ihr Lebenshunger (“Ich will leben! Atmen! Ficken!”) führt zu einem Drama.

Zwischen den beiden Filmen inszenierte Akin das komische Road Movie “Im Juli” (2000): Moritz Bleibtreu folgt als Hamburger Referendar einer Türkin bis an den Bosporus und erlebt mit seiner wirklichen Liebe (Christiane Paul) eine Irrfahrt durch Europa. Als Kain-und-Abel-Geschichte um die Hassliebe zweier Brüder entwickelt sich “Solino” (2002) zur Familien-Tragikomödie und erzählt vom Existenzkampf der ersten Pizzabäcker im Ruhrpott der 60er-Jahre.

Fatih Akin wurde 1973 in Hamburg geboren und begann noch während des Filmstudiums seine Zusammenarbeit mit der Wüste-Filmproduktion. Sein Kurzfilm “Sensin – du bist es!” gewann den Publikumspreis des Kurzfilmfestivals Hamburg, “Kurz und schmerzlos” neun Preise, darunter den Bayerischen Filmpreis und den Bronzenen Leoparden in Locarno. Zwischen den Spielfilmen entstanden die Dokumentarfilme “Wir haben vergessen zurückzukehren” (2000, über seine Familie) und “Crossing the Bridge – The Sound of Istanbul” (über die pulsierende Musikszene der Metropole am Bosporus), der in Cannes 2005, als Akin in der Jury saß, uraufgeführt wurde. 2007 kehrte er nach Cannes zurück, dieses Mal mit seinem Ensemble-Drama “Auf der anderen Seite” im Wettbewerb. Bei Anno Sauls Komödie “Kebab Connection” gehörte Akin zu den vier Drehbuchautoren. Seit September 2005 sind Akin und Ehefrau Monique Eltern eines Sohnes.

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