Kinderherzen schlugen höher, als sie damals zum Jahresbeginn ins Kino gehen durften.
Am 2. Januar 1931 startete die Verfilmung von Erich Kästners Kinderroman "Emil und die Detektive" in den deutschen Lichtspielhäusern. Gerhard Lamprecht war der erste Regisseur, der sich das erfolgreiche Buch als Vorlage nahm und in einer schwarz-weißen Version filmisch umsetzte.
Gedreht wurde die Geschichte um den Jungen, der sein gestohlenes Geld zurück gewinnen will, an den Originalschauplätzen in Berlin. Sogar Erich Kästner fand Gefallen an einem kleinen Cameo-Auftritt und ist als Zeitung lesender Fahrgast einer Straßenbahn zu bewundern.
Das Drehbuch wurde - man glaubt es kaum - von Hollywood-Regisseur Billy Wilder verfasst. Damals war er jedoch noch ein unbeschriebenes Blatt und sammelte erste Erfahrungen im Filmbusiness.
Bis heute ist "Emil und die Detektive" ein beliebter Stoff für Kinderfilme. Die jüngste Version von Franziska Buch 2001 vereinte die "Kleine Haie"-Stars Jürgen Vogel und Kai Wiesinger wieder vor der Kamera.