Die Engländerin Emma Watson wurde bereits mit elf Jahren in ihrer Rolle als Hermine Granger in "Harry Potter und der Stein der Weisen" zum gefeierten Star. Zuvor war der Teenager nur in Schulaufführungen zu sehen, aber schon als König Artus' Schwester Morgana - eine Hexe - sammelte sie erste magische Erfahrungen.
Diese konnte sie bereits in die bisher sechs sehr erfolgreichen Verfilmungen der Bücher von Joanne K. Rowling einbringen. Die Autorin war von der jungen Schauspielerin begeistert, auch wenn sie mit Emma nach ihrer Besetzung nur telefoniert hat.
Neben ihrem Erfolg als Schauspielerin versucht Emma ein "normales" Leben zu führen. Der sportbegeisterte Teen spielt Hockey, Tennis und tanzt sehr gerne. Darüber hinaus interessiert sie sich sehr für Mode und arbeitet immer öfter auch selbst als Model.
Ganz nebenbei war sie eine Musterschülerin, ganz wie ihr Alter Ego Hermine. Aber Emma wehrt sich vehement gegen Vergleiche: "Hermine ist ein totaler Bücherwurm und würde alles für gute Schulnoten tun", erklärt sie. "Mir macht Schule zwar auch Spaß, aber ich bin nicht davon besessen."
Dass sie aber ein Star mit Vorbildwirkung ist, kann Watson nicht mehr abstreiten, denn von einer englischen Zeitschrift wurde sie zur Botschafterin Großbritanniens ernannt - wenn es darum geht, mit Herz und Verstand ein Vorbild zu sein. Damit hat Emma die große Favoritin Keira Knightley vom Thron gestoßen.
Auch die Musterschülerin kann Emma nicht immer ganz verhehlen. Daniel Radcliffe und Rupert Grint ziehen sie gerne damit auf, dass Emma - als Regisseur Alfonso Cuarón seine drei Hauptdarsteller bat, für den dritten Teil "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" Aufsätze über ihre Rollen zu schreiben - sechzehn Seiten zu Papier brachte. Ihre männlichen Kollegen dagegen verfassten eine, beziehungsweise Rupert gar keine.
Die enge Zusammenarbeit und die Zeit am Set hat die drei Teenager zusammengeschweißt. "Daniel und Rupert sind mehr als nur Freunde", bekräftigt Emma. "Sie sind zu Brüdern geworden. Für mich sind sie keine gewöhnlichen Jungs. Ich kann mir nicht vorstellen, in einen von ihnen verliebt zu sein. Wir können über alles reden und lachen - ganz ohne Tabus."
Ob Emma weiter dem Filmgeschäft die Stange hält, bleibt abzuwarten. Wenn ja, dann plant sie auf jeden Fall einen kompletten Imagewechsel. "Nachdem ich bisher die rotznasige, herrische und vornehme Hermine Granger gespielt habe, würde ich jetzt gerne ein ganz normales amerikanisches Mädchen spielen, das zur Highschool geht."
Ihren eigenen Traum vom Auslandsstudium hatte sich Watson bereits erfüllt, weswegen sie bei den Dreharbeiten zu "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" auch öfter durch Abwesenheit glänzte. Allerdings brach Sie das Studium anschließend wegen des Rummels um ihre Person vorerst ab. Aber vielleicht tritt die Einser-Schülerin später doch noch in die Fußstapfen ihrer Eltern - beide sind Anwälte.
Streit zwischen Daniel Radcliffe und Emma Watson
Kaum zu glauben: Zwischen Daniel Radcliffe und Emma Watson herrschte oft totale Funkstille.
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Daniel Radcliffe streitet gerne mit Emma Watson (Foto: Warnerbros.)
Heute sind die beiden "Harry Potter"-Stars noch sehr eng befreundet und halten regelmäßig Kontakt. Doch während der Dreharbeiten zur Zauber-Reihe flogen zwischen Daniel Radcliffe und Emma Watson oft dermaßen die Fetzen, dass im Anschluss keiner mehr mit dem anderen reden wollte.
Daniel Radcliffe erinnert sich: "Wir haben über alles diskutiert, Religion, Politik. Ich kann mich noch an einen besonders heftigen Streit erinnern, den wir während des vierten Films hatten, nach dem wir mehrere Tage nicht mehr miteinander geredet haben. Dabei ging es um die Sprache Latein und dass niemand mehr weiß, wie sich ein lateinischer Akzent anhört. Ich meinte 'Aber es wird doch noch in der katholischen Kirche gesprochen'. Rückblickend ein dummes Argument, das das Fass aber zum Überlaufen brachte. Sie war aufgebracht, ich war wütend."
Emma Watson ist zu schlau
Aber so ist es eben, wenn man sich mit einem so intelligenten und engagierten Menschen wie Emma Watson anlegt. Kein Wunder, dass Daniel Radcliffe bei den Auseinandersetzungen meistens den Kürzeren gezogen hat. Zum Glück ist er nicht nachtragend und schätzt seine Kollegin trotz ihrer Streitlust.