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Elvis Presley

Elvis Presley

Leben & Werk

Der am 8. Januar 1935 in East Tupelo, Mississippi, als Sohn des Landarbeiters Vernon Presley und seiner Frau Gladys in einfachen Verhältnissen geborene Elvis Aaron Presley sollte als “King of Rock’n’Roll” zu einer Ikone des 20. Jahrhunderts werden. Der schüchterne Junge hört die schwarzen Radiosender, trägt das Haar zum Missfallen der Lehrer viel zu lang und liebt seine Mutter abgöttisch. Im Sommer 1953 nimmt er in den Sun Studios in Memphis für die Mama ein Geburtstagsständchen auf und lässt es pressen: “My Happiness”, ein Hit der Ink Spots. Studioinhaber Sam Phillips hört den Lastwagenfahrer singen und nimmt ihn unter Vertrag. Mit seiner festen Begleitband, bestehend aus Scotty Moore (Gitarre), Bill Black (Bass) und J. D. Fontana entwickelt der junge Sänger bald seinen vielschichtigen Stil, der eine Brücke zwischen weißem Country und schwarzem Rhythm and Blues schlägt: “Hound Dog”, “Tutti Frutti”, “Don’t Be Cruel”, “Shake, Rattle And Roll”. Die pubertäre Unschuld der Texte steht in einem Kontrast zur Laszivität der gesanglichen Darbietung, und Elvis’ Bühnenshow, bei welcher der “King” das Becken kreisen lässt (“Elvis the Pelvis”), tut ein Übriges, um ihn gemeinsam mit James Dean und Marlon Brando zum Vorzeige-Rebellen und zur Identifikationsfigur der aufbegehrenden Jugend der Fünfzigerjahre zu machen. Die Single “Heartbreak Hotel” wird 1956 zum ersten großen Hit und verkauft sich auf Anhieb über anderthalb Millionen Mal. Elvis hat ein Team fähiger Männer um sich, die ihn als Produkt vermarkten: die Top-Produzenten Mike Stoller und Jerry Leiber, und vor allem der ehemalige Schausteller und Manager Tom “Colonel” Parker, der die Preise für Auftritte seines Schützlings in bisher nie gekannte Höhen treibt. Parker sorgt dafür, dass Elvis auch während seines Militärdienstes in Deutschland ein Liebling der Medien bleibt. Kritiker sehen die Rolle des Colonel verständlicherweise ganz anders und werfen dem skrupellosen Geschäftemacher vor, Elvis zu einer Marionette im Pop-Zirkus gemacht zu haben. Nach einem wenig ruhmreichen Abstecher ins Filmgeschäft versucht Presley, bereits von Tabletten und Fresssucht gezeichnet, 1970 ein Comeback in Las Vegas, bei welchem sich eine neue Dimension des Rockkonzerts auftut: Nicht mehr die Qualität der Darbietung ist entscheidend, sondern die Anwesenheit des Stars allein. Nach dem Scheitern seiner Ehe mit Priscilla Beaulieu zieht sich Elvis in den Siebzigern mehr und mehr zurück, konsumiert Unmengen von Arzneimitteln und frisst sich buchstäblich zu Tode. Am 16. August 1977 wird der King in seiner Villa Graceland in Memphis sterbend aufgefunden. Sein Grab im Garten ist seither zu einer Pilgerstätte geworden. Die Legende und die Marke Elvis leben fort: 2002 schießt eine Remix-Version des Elvis-Titels “A Little Less Conversation” in 20 Ländern an die Spitze der Charts. Danach geht Elvis mit seiner alten Band posthum auf Tournee. “Elvis – The Concert” präsentiert den toten Sänger dazu auf einer übergroßen Leinwand. “It’s Now Or Never” erreicht am Sonntag, 30. Januar 2005, die Nummer eins der britischen Charts, 27 Jahre nach Elvis’ Tod.

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