Der britische Musiker, Sänger und Komponist Elvis Costello kommt unter dem bürgerlichen Namen Declean Patrick Aloysius MacManus am 25. August 1954 als Sohn des Sängers und Komponisten Ross MacManus in London zur Welt. Mit Bands wie den Mothertruckers wagt er als DP Costello erste musikalische Gehversuche. Costello arbeitet als Programmierer bei einer Kosmetikfirma, bis er sich auf Anraten des Stiff-Labelbosses Jake Riviera den Künstlernamen Elvis zulegt, unter welchem er 1977 sein erstes Album veröffentlicht. Auf "My Aim Is True" verbindet der gleichermaßen von Randy Newman, Buddy Holly, Bob Dylan und der englischen New Wave beeinflusste Antistar mit Kassenbrille und Kleinbürgergarderobe verschiedene Stilelemente von Country bis Punk. Begleitet wird er dabei anfangs von der Band Clover, die später als "Huey Lewis & The News" bekannt werden soll. Dem bereits sehr erfolgreichen Erstling folgen weitere, von Nick Lowe produzierte Alben wie "This Year's Model" (1978) oder "Armed Forces" (1979). 1979 kommt es zu einem Skandal, als sich der betrunkene Musiker nach einem Streit mit der Band von Stephen Stills in Ohio zu rassistischen Äußerungen über Ray Charles ("blinder, ignoranter Nigger") hinreißen lässt. Costello, der sich in seiner Heimat gegen Rassismus engagiert, verkraftet diesen Karriereknick nie, wenn auch folgende Arbeiten wie "Get Happy!" (1980) oder "Punch The Clock" (1983) trotz ihrer musikalischen Anachronismen auf wohlwollende Kritik stoßen. Nebenbei widmet er sich als Produzent sehr erfolgreich der Ska-Truppe The Specials, dann der Epoche machenden Folk-Punk-Truppe The Pogues, deren Bassistin Cait O'Riordan er heiratet. Während der Neunziger wagt der vielseitig interessierte Costello, ansonsten verbandelt mit seiner Begleitband The Attractions, gelegentlich Ausflüge in fremde Lager: Die im Duett mit Paul McCartney gesungene Single "Veronica" wird 1989 zu einem Erfolg in den USA, für "The Juliet Letters" (1994) arbeitet er mit dem Brodsky Quartet zusammen, mit dem Komponisten Richard Harvey schreibt er 1995 die Musik zur TV-Serie "Jake's Progress", und 1997 ist er im Spice-Girls-Film "Spice World" zu sehen. 2002 nimmt er nach der Scheidung von O'Riordan das Album "North" auf, eine Sammlung von Liebesliedern, die er zu Klavier und Orchesterbegleitung vorträgt. Deren Adressatin ist die Jazzpianistin Diana Krall, die er 2003 ehelicht. Nach weiteren Alben mit zum Teil krassen Stilwechseln, erscheint im März 2006 das Live-Album "My Flame Burns Blue" und später das (nach der Flutkatastrophe) mit New-Orleans-Legende Allen Toussaint aufgenommene "The River In Reverse".
Neuer Stiefvater für Arwen
Liv Tyler in "Der Herr der Ringe - Die Gefährten"
Liv Tyler ist das Wechselspiel in ihrem Familien-Stammbaum schon gewöhnt: Ihre Mom Bebe Buell war in den Sixties ein berüchtigtes Party-Girl und verzauberte Männer wie Jack Nicholson, Elvis Costello, Mick Jagger, Iggy Pop und Jimmy Page - Aerosmith-Rocker Steven Tyler nicht zu vergessen, der Livs Dad ist. Sogar ein Buch hat die Lady über ihre Lover geschrieben: "Rebel Heart: An American Rock'n'Roll Journey".
Bebes Neuer ist ebenfalls Musiker: Jim Wallerstein, dessen Band "Vacationland" kürzlich in New England einen Award für Best Song und Best Group gewann; Die Hochzeitsglocken läuten noch diesen Monat, Liv kommt mit ihrem Verlobten Royston Langdon - Beruf? Richtig, Musiker!
Im Kino wird Liv im Dezember im Fantasy-Sequel "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" wieder als Arwen zu sehen sein. Dazu steht noch Kevin Smiths "Jersey Girl" an. Smith, bisher bekannt für Absurditäten und Satiren wie "Clerks" und "Dogma", inszeniert diesmal ein Drama mit Jennifer Lopez und Ben Affleck. Liv spielt die Videothekarin Maya, die J.Lo Konkurrenz in Liebesdingen macht.