Tierbefreier - bei diesem Wort fallen dem romantischen Tierfreund sofort heroische Labor-Stürmer und Pelzfarmbesetzer ein. Dass es auch erheblich weniger abenteuerlich, dafür aber blöder geht, bewies nun Edward Furlong.
Der Star aus "Terminator 2" entschloss sich nämlich am Mittwoch blitzartig zu einem Schnellschuss in Sachen Tierbefreiung - und zwar in einem Schnapsladen. Edward Furlong war mit einigen Freunden unterwegs, hatte schon ordentlich getankt und wollte eigentlich nur in dem Geschäft weiteren Alkohol-Nachschub kaufen.
Dann jedoch fiel nach Augenzeugenberichten seine Aufmerksamkeit auf ein Bassin mit lebenden Hummern. Furlong fackelte nicht lange, rief seine Kumpels herbei und holte beherzt einen Hummer nach dem anderen aus dem Aquarium, um die Tiere vor dem sicheren Tod im Kochtopf zu bewahren.
Als der Ladenbesitzer Furlong zur Rede stellte, was er denn mit den Hummern machen wolle, hielt dieser ihm lallend einen langen Vortrag über die Rechte der Tiere. Einen exakten Plan jedoch, wie und wo er die Tiere denn nun in ihre natürliche Umgebung freilassen wolle, hatte Furlong jedoch auch nicht.
So richtig skurril jedoch wurde es erst, als die Polizei anrückte und Edward Furlong anstelle die Sache auf sich beruhen zu lassen, zu randalieren begann. Zusätzlich widersetze er sich auch noch seiner Festnahme - indem er die Hände über den Kopf legte, sich wie ein Kreisel drehte und mehrmals nach den Polizisten trat.
Die jedoch erwiesen sich letzten Endes als die Stärkeren. Der sturzbetrunkene Furlong durfte die halbe Nacht in der Ausnüchterungszelle zubringen, ehe ihn die Regisseure Jon Schroder und Randall Rubin, für die Furlong gerade vor der Kamera steht, auf Kaution herausholten. Um eine Anklage wegen Hausfriedensbruchs, Widerstands gegen die Staatsgewalt und Trunkenheit in der Öffentlichkeit wird er wohl dennoch nicht herumkommen.