Lange vor seiner Premiere hatte der Low-Budget-Horrorfilm "The Blair Witch Project" 1999 im Internet von sich reden gemacht. Dank Millionen von... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz04/z0204151/b150x150.jpg Eduardo Sánchez

Steckbrief

Eduardo Sánchez


  • Geburtstag
    20.12.1968

Lange vor seiner Premiere hatte der Low-Budget-Horrorfilm "The Blair Witch Project" 1999 im Internet von sich reden gemacht. Dank Millionen von Zugriffen auf die Website avancierte der Film von einem Geheimtipp zu einem Muss. Der Premiere auf dem "Sundance Film Festival" folgte der Kassenerfolg, als der mit 1,1 Mio. Dollar budgetierte Gruselfilm allein in den USA über 140 Mio. Dollar einspielte. "Blair Witch" ist ein Beispiel für den Erfolg neuer Mediennutzung: keine Werbekampagne mit herkömmlichen Methoden, sondern Internet-Tipps, verbunden mit Mundpropaganda. Der Film selbst erzählt in Form einer Fake-Dokumentation mit den stilistischen Mitteln des "Dogma"-Kinos von einem auf der Suche nach einer legendären Hexe in den Wäldern von Maryland verschollenen Kamerateam, von dem nur Ausrüstung und Filmmaterial aufgefunden und ausgewertet werden. Daraus ergibt sich, dass die jungen Leute von einer mysteriösen Macht belagert und durchs Unterholz gejagt wurden, bis sie verschwanden. Der inzwischen zum "Kultfilm" avancierte Film war das Debüt von Filmfans und Cyberspace-Aficionados, deren Hauptfilmemacher Dan Myrick und Eduardo Sánchez sich zur Teamarbeit entschlossen, die Credits teilten und die Rollen tauschten. Sánchez hatte vornehmlich Drehbücher geschrieben, Myrick Werbeerfahrung gesammelt, beide nannten ihre Firma "Haxan Film" (in Anlehnung an den ersten Hexenfilm der Filmgeschichte: "Häxan", 1922, von Benjamin Christensen) und waren Fans alter Dokumentarfilme. Auf "The Blair Witch Project" folgte 2000 eine von Haxan Film nur produzierte Fortsetzung, die auf demselben Hexenmythos fußt, aber wie ein konventioneller Horrorfilm inszeniert und weit weniger erfolgreich wurde.

  • Geburtstag
    20.12.1968
  • Geburtsland
    Kuba

Dritter Teil für das "Blair Witch Project"?

1999 lehrte ein Horrorfilm der anderen Art seine Zuschauer das Fürchten - das "Blair Witch Project" kam in die Kinos.

Großansicht Angst und Schrecken im Wald: "Blair Witch Project" (Foto: Jugendfilm)

Angst und Schrecken im Wald: "Blair Witch Project" (Foto: Jugendfilm)

Daniel Myrick und Eduardo Sánchez, Regisseure, Autoren und Cutter der Low-Budget-Produktion, schickten drei Jungschauspieler für acht Tage in die Wälder von Maryland. Sie wurden dafür mit Handkameras und Drehbuchnotizen ausgestattet - dadurch wirkt die Angst und der Terror, den die drei erleben, besonders authentisch.

Die Pseudo-Dokumentation "Blair Witch Project" erzählt von drei Studenten, die 1994 im Wald verschwanden. Ihre Videoaufzeichnungen sollen Aufschluss über die Geschehnisse geben. Die drei waren auf der Suche nach der Hexe von Blair, einer Gestalt aus einem alten Schauermärchen. Als sich im Laufe der Zeit unerklärliche Geräusche und mysteriöse Zeichen häufen, macht sich Panik breit. Der Horrorfilm entfaltet seine Wirkung nicht durch genreübliche Splattereffekte, sondern über die Macht der Fantasie.

Die wahre Geschichte der Elly Kedward

Das "Blair Witch Project" wurde zum profitabelsten Film aller Zeiten - die 30.000 Dollar Produktionskosten spielte die Pseudo-Doku über 100.000 Mal wieder ein. Kein Wunder also, dass ein Jahr später die Fortsetzung folgte. "Blair Witch 2" war allerdings, anders als sein Vorgänger, ein Spielfilm und setzte ganz auf explizite Gewaltszenen. Der Film, der ohne die Beteiligung der beiden Regisseure des ersten Teils entstand, wurde ein Flop.

Seit langem möchte Sánchez das Projekt wiederbeleben und einen dritten Teil drehen - am liebsten ein Prequel über Elly Kedward, die als Hexe von Blair für den Spuk in Maryland verantwortlich gemacht wird. "Wir haben schon viel darüber nachgedacht und es gibt auch schon einen ziemlich guten Drehbuchentwurf", so Sanchez, der "Blair Witch 3" nun wieder in Angriff genommen hat. Allerdings hat das Studio, bei dem die Rechte für die "Blair Witch"-Teile liegen, noch kein grünes Licht gegeben. Sanchez und sein Partner Myrick haben bereits vor einigen Jahren versucht, ihre Geschichte an den Mann zu bringen, hatten aber keinen Erfolg. Wir drücken ihnen die Daumen...


Filmografie

kino.de kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Katherine Heigl im Trailer zur Actionkomödie "Einmal ist keinmal".

Zum Magazin

Das interaktive Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

News zum Star