Einer der populärsten Filmkomiker seit Charlie Chaplin und neben Bill Cosby einer der schwarzen Superstars, die Vorbild für die Generation um Will... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max06/kuk06/kuk51/u0651019/b150x150.jpg Eddie Murphy

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Eddie Murphy


  • Bürgerlicher Name
    Edward Regan Murphy
  • Geburtstag
    03.04.1961
  • Geburtsort
    Brooklyn, New York

Einer der populärsten Filmkomiker seit Charlie Chaplin und neben Bill Cosby einer der schwarzen Superstars, die Vorbild für die Generation um Will Smith, Martin Lawrence, Chris Rock oder Ice Cube sind - das ist Eddie Murphy.

1982 mit einer Blitzkarriere im Film gestartet, brachte er mit den ersten sieben Filmen der Paramount über eine Milliarde Dollar Umsatz ein. Seither ist die Karriere des durch Schnellfeuerdialoge, zwerchfellerschütternde Witze, Grimassen und wahnwitzige Improvisationen bekannten Komikers wechselhaft verlaufen, brachte beinahe regelmäßig nach einem Hit einen Flop.

Der 1961 in Brooklyn geborene Sohn eines Eisenbahnpolizisten und Amateurkomikers schrieb schon auf der High School Sketche für Komikprogramme, die ihm Erfolg auf Bühnen und von 1980-1984 in der TV-Show "Saturday Night Live" einbrachten. Mit seinem sensationellen Debüt in Walter Hills Cop Movie "Nur 48 Stunden" (1982), in dem er an der Seite von Nick Nolte einen auf Bewährung entlassenen Häftling spielte, und mit Hills Komödie "Die Glücksritter" wurde Murphy über Nacht zum Weltstar. Endgültig an die Spitze brachte ihn die Rolle des Cops Alex Foley in "Beverly Hills Cop" (1984). Nachlassende Popularität konnte Murphy teils mit Sequels der Originalfilme auffangen.

Nach dem Flop seines Regiedebüts "Harlem Nights" (1989) durchlief Murphy harte Jahre mit Achtungserfolgen wie "Ein ehrenwerter Gentleman" und "Boomerang", bis er mit dem Remake des Jerry-Lewis-Films "Der verrückte Professor" wieder Anschluss fand. In dem Klamauk um den schwergewichtigen Professor Klumps und sein Alter Ego war Murphy, bis zur Unkenntlichkeit entstellt, in sieben Rollen zu sehen.

Seitdem steht Murphy für Unterhaltungsfilme, die auf den Familienmarkt zielen. Noch populärer als der "Professor" wurden die beiden Filme um den Tierarzt "Dr. Dolittle", der als Seele von Mensch mit den Tieren reden kann und einen milden Öko-Touch in die humorvollen Balladen bringt.

Murphy brachte das Kunststück fertig, in der Cop Comedy "Showtime" (2002) seinen Partner Robert De Niro an die Wand zu spielen, weil er tatsächlich komisch und De Niro nur bemüht witzig war. In "Kindergarten Daddy" übernimmt eröffnet er als arbeitsloser Vater einen Kinderhort, der in Konkurrenz zu einem Luxus-Kindergarten tritt. Als Immobilienmakler Jim Evers landete er mit seiner Familie in einer "Geistervilla", in der es kräftig spukt und Murphys Gegenspieler ein rassistischer Chefbutler (Terence Stamp) und ein beklagenswerter Diener (Wallace Shawn) sind.

2007 gewinnt er als Bester Nebendarsteller in dem Musical-Film "Dreamgirls", das von Aufstieg und Fall eines schwarzen Mädchentrios in den 1960er Jahren erzählt, einen Golden Globe. Ein Song löst darin den anderen ab und Eddie Murphy, der den abgehalfterten Funkstar James "Thunder" Early spielt, rockt überzeugend und mit großer Hingabe.

Die gnadenlose Komödie "Norbit" mit Murphy in fast allen wichtigen Rollen zeigt den Komiker von der derben Seite, speziell als übergewichtige Rasputia. Als menschliches Raumschiff in "Mensch, Dave!" fand Murphy trotz guter Filmidee wenig Zuschauer-Zuspruch. So kehrte Eddie zu Bewährtem zurück und ließ sich in "Zuhause ist der Zauber los" familientauglich als Investmentbanker von seiner Tochter in einen Märchenwelt entführen, die auch noch Business-Tipps bereit hält.

Einen neuen Anlauf wagt Murphy nun in "Aushilfsgangster" an der Seite des aktuellen US-Topkomikers Ben Stiller, dem er als ehemaliger Gangsterboss bei einem Amateur-Coup gegen einen Finanzbetrüger zur Seite steht.

Murphy gilt als Frauenheld ("Eddie kann das Rascheln von Nylonstrümpfen aus 50 Metern Entfernung hören", so Walter Hill), hat sechs Kinder, davon vier uneheliche, und ist seit 1993 mit dem Model Nicole Mitchell verheiratet. Zu seinen Affären gehören Liebschaften mit den Schauspielerinnen Robin Givens und Charlotte Lewis. "Crazy Eddie" (Newsweek 1985) umgibt sich mit bulligen Leibwächtern. Er schuf sich mit Star-Allüren und Neureichen-Gehabe viele Feinde. Ein Lieblingsspruch: "Die einzige Frau, der ich trauen würde, ist eine, die splitterfasernackt in Afrika auf einem Zebra sitzt."

  • Bürgerlicher Name
    Edward Regan Murphy
  • Geburtstag
    03.04.1961
  • Geburtsort
    Brooklyn, New York
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Mutter: Lillian Murphy Lynch (Telefonistin)
    Vater: Polizist
    Stiefvater: Vernon Lynch sr. (Fabrikvorarbeiter)

    Bruder: Charlie Murphy (Schauspieler und Drehbuchautor)
    Stiefbruder: Vernon Lynch jr.

    Ehefrau: Nicole Mitchell (1993 - 2006)

    Söhne:
    Christian (von Tamara Moore)
    Miles Mitchell (von Nicole Mitchell)

    Töchter:
    Brea (von Nicole Mitchell)
    Shane Audra (von Nicole Mitchell)
    Zola Ivy (von Nicole Mithchell)
    Bella Zahara (von Nicole Mitchell)
  • Autogrammadresse
    Eddie Murphy Fan Club
    c/o ML Management Associates, Inc.
    1740 Broadway 15th Floor
    New York, NY 10019
    USA

Eddie Murphy tritt als Oscar-Moderator zurück

So kurz vor der Verleihung steht die Academy langsam vor einem echten Problem.

Großansicht Hat keinen Bock mehr auf die Oscars: Eddie Murphy (Foto: Kurt Krieger)

Hat keinen Bock mehr auf die Oscars: Eddie Murphy (Foto: Kurt Krieger)

Jetzt geht die Suche von Neuem los. Eddie Murphy hat seinen Job als Moderator der Oscar-Gala hingeschmissen. Seinem freiwilligem Rücktritt vorausgegangen war der mehr oder minder freiwillige Abgang von Brett Ratner als Produzent der Preisverleihung. Weil sich der Regisseur in den vergangenen Tagen mehrere Verbalausfälle geleistet hatte, war in den USA ein Sturm der Entrüstung losgebrochen. Die Academy of Motion Picture Arts hatte Ratner daraufhin verwarnt. Am Dienstag zog er den Schlussstrich und gab seinen offiziellen Rücktritt bekannt.

Nur einen Tag später hat sich Eddie Murphy ihm angeschlossen. Befürchtet hatten diesen Schritt viele. Denn Ratner, mit dem Murphy zuletzt "Aushilfsgangster" gedreht hat, hatte den Hollywoodstar überhaupt erst an Bord gebracht. In einem Statement erklärte Murphy: "Ich verstehe die Entscheidungen der einzelnen Parteien absolut und ich unterstütze sie auch. Ich hatte mich wirklich darauf gefreut, ein Teil der Show zu sein, mit deren Entwicklung unser Produktionsteam gerade beginnen wollte. Aber ich bin sicher, dass das neue Team und der neue Moderator einen ebenso guten Job abliefern werden."

Warme Worte einer brodelnden Basis

So freundlich die Pressemitteilung auch formuliert ist, so unerfreut war Murphy Berichten zufolge über den Weggang seines Freundes. Dennoch hatten verschiedene Academy-Mitglieder spekuliert, dass sich ihr Moderator nicht Hals über Kopf verabschieden würde. "Er muss dabei bleiben und mit dem neuen Produzenten arbeiten, ansonsten sieht es so aus, als würde er das Zeug bejahen, das Brett von sich gegeben hat", hieß es noch Dienstagnachmittag. Und weiter: "Er würde nicht gut dastehen, wenn er sich jetzt verabschiedet."

Hat er aber. Und jetzt muss sich die Academy schleunigst um Ersatz für die beiden vakanten Stellen kümmern. Das größere Problem wird dabei tatsächlich der Produzent sein, denn dieser Posten ist so kurz vor der Verleihung normalerweise gesichert.

Die Moderationsfrage hingegen war in den zurückliegenden Jahren immer bis kurz vor knapp unklar. Die Bekanntgabe des diesjährigen Teams, James Franco und Anne Hathaway, wurde erst drei Monate vor der Zeremonie verkündet. Bei Hugh Jackman, Oscar-Moderator im Jahr 2008, waren es nur zweieinhalb Monate. Wieder andere Gastgeber wurden erst Anfang Januar bekannt gegeben. Noch ist demnach Zeit, verliehen werden die Oscars erst am 26. Februar. Ob die Entscheidung der Academy allerdings auf Zuspruch treffen wird, ist die andere Frage.

UPDATE: Academy-Präsident Tom Sherak hat bekannt gegeben, dass Brian Grazer den ausgeschiedenen Brett Ratner als Produzent der Oscar-Verleihung ersetzt. Grazer produzierte auch "Aushilfsgangster", in dem Ratner als Regisseur seinen Hauptdarsteller Eddie Murphy inszeniert hat. Eine Rückkehr von Murphy als Moderator gilt trotzdem als unwahrscheinlich.

Brian Grazer hat als Produzent einen Oscar für "A Beautiful Mind" gewonnen und Werke wie "Apollo 13", die Kultserie "24", die Dan Brown-Verfilmungen oder "Robin Hood" auf dem Konto. Er zeigt sich begeistert über seine Ernennung: "Es ist sehr befriedigend, Teil einer Show zu sein, die außergewöhnliche Leistungen in einem Medium würdigt, dem ich den Großteil meines Berufslebens gewidmet habe", sagt Brian Grazer.

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