Gitarrengott Jimi Hendrix trieb mit seinem Instrument Dinge, die man zuvor nicht für möglich gehalten hatte. Er spielte mit den Zähnen, mit der Zunge, definierte den Begriff Virtuosität völlig neu - und verbrannte regelmäßig seine Gitarren: ein Show-Element, das seitdem gerne von posenden Heavy- und Grunge-Combos kopiert wird.
Eine seiner Fender-Stratocasters steckte er gleich zwei Mal in Brand: Zuerst 1967 in London, dann 1968 in Miami. Frank Zappa, der bei dem Festival in Miami ebenfalls auftrat, nahm das gute Stück an sich, um es zu restaurieren.
Sein Sohn Dweezil fand die Gitarre jetzt zerlegt im Treppenhaus - Daddy hatte die historische Reliquie einfach vergessen. Er setzte die Strat wieder zusammen und bot sie einem Londoner Auktionshaus an:
"Es ist ein sehr inspirierendes Instrument, weil es eine einzigartige Geschichte hat."
Die Gitarre von Jimi Hendrix wird Experten zufolge einen Preis von etwa 600.000 Dollar erzielen.
Vielleicht kann Dweezil mit dem Erlös seine Filmkarriere wieder ankurbeln. Nach kleineren Rollen in "Pretty in Pink" und dem Schwarzenegger "Running Man" konnte er mit dem Satire-Streifen "Anarchy TV" keinen Erfolg verbuchen. Eine Nebenrolle im unseligen Schneemannmelodram "Jack Frost" mit Michael Keaton legte seine Karriere dann endgültig auf Eis.