Nach Filmen in verschiedenen Genres spezialisierte sich Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Dr. Uwe Boll auf die Adaption von Videogames aus den... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz35/z0435400/b150x150.jpg Dr. Uwe Boll

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Dr. Uwe Boll


  • Geburtstag
    22.06.1965
  • Geburtsort
    Wermelskirchen

Nach Filmen in verschiedenen Genres spezialisierte sich Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Dr. Uwe Boll auf die Adaption von Videogames aus den Bereichen Action, Rollenspiel, Fantasy, Horror und Science-Fiction. Er finanziert seine Filme über eigene Filmfonds, dreht aus Kostengründen günstig in Kanada oder Rumänien. Nachdem er sich auf Fantasy-Festivals und im Ausland einen Namen gemacht hatte, konnte Boll internationale Stars wie Christian Slater, Jason Statham, Ben Kingsley und Kristanna Loken verpflichten.

Boll wurde 1965 in Wermelskirchen geboren, studierte Filmregie in München und Wien und erwarb seinen Doktortitel in Literatur 1995 an der Universität Köln. Boll begann mit Kurzfilmen auf Super-8, inszenierte Werbespots für E-Plus, Pall Mall, Porsche und Lucky Strike. Nach dem Spielfilmdebüt "German Fried Movie" 1991 inszenierte Boll Politthriller "Barschel - Mord in Genf?" (1993), die Komödie "Das erste Semester" (1997) und die Horrorfilme "Sanctimony" (2000), "Backwoods" (2000), "Backflash 2" (2001) und "Hearts of America" (2003, mit Jürgen Prochnow).

Mit dem Horrorfilm "House of the Dead" (2003), der auf die Sega-Spielserie und das Videogame von 1998 zurückgeht, begann Bolls Reihe der Videogame-Adaptionen: Fünf Freunde werden auf einer einsamen Insel von Zombies gejagt; ebenfalls begann der Publikumszuspruch für seine mit Spezialeffekten angereicherten Genrefilme, die auch Splatterszenen nicht scheuen. In "Alone in the Dark" (2004) jagen Tara Reid und Christian Slater als auf übernatürliche Phänomene spezialisierte Detektive Dämonen.

"BloodRayne" (2005) erzählt die Vorgeschichte des gleichnamigen Videospiels. Im 18. Jahrhundert will sich Kristanna Loken ("Terminator 3") als Rayne, halb Vampir, halb Mensch, am Vater rächen, der die Mutter mordete. Die 17-Mio.-Dollar-Produktion mit Loken, Michelle Rodriguez und Ben Kingley wurde in Rumänien gedreht. Bolls vierte Videospieladaption "In the Name of the King - A Dungeon Siege Tale" (2006) geht auf das Microsoft-Action-und-Rollenspiel "Dungeon Siege" von 2002 zurück und erzählt von einem Farmer (Jason Statham), der im Königreich Elb in den Krieg zwischen einem König (Burt Reynolds) und einem Magier gezogen wird. Mit dabei in der 60-Mio.-Dollar-Produktion, die in Kanada entsteht, sind Kristanna Loken und Leelee Sobieski. Die Choreografie der Kämpfe übernahm Tony Ching ("Hero", "House of Flying Daggers").

1991 gründete Boll die Firma BOLU, deren alleiniger Besitzer er seit 1998 ist, als er den Namen in BOLL KG änderte. Er ist Autor des Buches "German Fried Movie", das die Produktion von Spielfilmen in Deutschland kritisch beleuchtet.

  • Geburtstag
    22.06.1965
  • Geburtsort
    Wermelskirchen
  • Geburtsland
    BRD

Rambo V ist "brutale Jagd"

Sly bucht um: Es geht nicht nach Mexiko und dort gegen Drogen- und Menschenhändler, wie es ursprünglich hieß. "Rambo V" spielt dort, wo für den Haudegen alles begann, im Nordwesten der USA. Aber die Story klingt ziemlich untypisch ...

Großansicht Actionveteran: Sylvester Stallone beginnt im Frühjahr mit seiner fünften "Rambo"-Mission (Foto: Warner)

Actionveteran: Sylvester Stallone beginnt im Frühjahr mit seiner fünften "Rambo"-Mission (Foto: Warner)

Wissenschaftler manipulieren an Soldaten herum und erschaffen Monster. Die geraten prompt außer Kontrolle. Held stürmt herbei. Klappe zu, Monster tot. Verkürzt ist das in etwa die Story von "Rambo V", deren Dreh nun abgesegnet wurde. Ursprünglich war von einer Rettungsmission nach "96 Hours"-Art in Mexiko die Rede, mit Drogen- und Menschenhändlern als Gegenspieler. Abgehakt. Jetzt ist es eine Science Fiction-Mission, in die Rambo geschickt werden soll. Die Story hört sich erstmal stark nach einem Aufguß von "Universal Soldier" oder Star Force Soldier (mit Kurt Russell), oder noch schlimmer, Uwe Bolls Gameverfilmung "Far Cry" an und wird in Webforen entsprechend hitzig bis spöttisch kommentiert. Ganz genau weiß es nur Sylvester Stallone, denn der ist Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion.

Bei der US-Website "Ain't it cool" hat er sich nun zu Wort gemeldet, um die Spötter zum schweigen zu bringen: "Es geht natürlich nicht um Supersoldaten, wie sie von Jean-Claude van Damme und Dolph Lundgren verkörpert wurden", macht Sly deutlich, "sondern um ein Biest, ein 'Ding', eine Verbindung aus animalischer Wut und Intelligenz. So war der Mensch, bevor er human wurde. Es ist unmenschlich. Mit seinem Überlebenswillen kann sich nur der von Rambo messen." Das erinnert nun an "Predator", aber Stallone läßt einen Vergleich mit der Idee von "Alarm im Weltall" eher gelten. Drehbeginn für "Rambo V: The Savage Hunt", die "brutale Jagd", ist im Frühjahr.

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