Doris Day

Doris Day

Leben & Werk

Als “eiserne Jungfrau” bespöttelt, war Doris Day ein knappes Jahrzehnt zwischen 1958 und 1966 eine der beliebtesten amerikanischen Schauspielerinnen. Ihr unaffektiertes Wesen und ihr natürliches Auftreten, der Sinn für die Komik des Alltags und unverhohlen selbstironische Darstellungen in musikalischen Komödien, die als passable Screwball Comedies den Kampf der Geschlechter in einer sterilen Umgebung zwischen Hotelbett und Hausfrauenküche inszenierten, gab den Figuren von Doris Day eine Art Unschuld, die beinahe hygienisch wirkte und in der Sex nur geahnt werden konnte. Diese wegen der amerikanischen Frauenverbände erzwungene Art sorgloser, anständiger und optimistischer Frauen in einer hausbackenen Bürgerwelt wirkte später als ihre eigene Karikatur, behielt aber den komischen Touch, den man ihnen keinesfalls absprechen sollte. Doris Day (eig. Doris von Kappelhoff, geboren 1924 in Ohio) arbeitete als Sängerin bei verschiedenen Tanzkapellen und debütierte 1949 beim Film, wo sie sofort vom Publikum akzeptiert wurde. Sie spielte in Musicals wie “Schwere Colts in zarter Hand” und “Picknick im Pyjama” und war weltweit erfolgreich in Alfred Hitchcocks Thriller “Der Mann, der zuviel wußte“, in dem sie ihre entführte Tochter mit dem Lied “Que sera, sera”, das ein Hit wurde, entdeckt. Sie wurde für die Rolle der Innenarchitektin in “Bettgeflüster” für den “Oscar” nominiert. Dort spielte sie, wie noch in zwei weiteren Filmen (“Schick mir keine Blumen“), an der Seite von Rock Hudson und bildete mit ihm über Jahre ein populäres Filmpaar, obwohl sie die gleiche Handlungskonstellation auch mit James Garner (“Was diese Frau so alles treibt“) und mit Cary Grant (“Ein Hauch von Nerz“) spielte. Meist war sie die etwas prüde, aber patente “eiserne Jungfrau”, der im Fall einer erotischen Attacke von Cary Grant Pusteln im Gesicht wachsen und die ihre Unschuld bewahrt. Als ihre Filme im Zuge der Liberalisierung der späten 60er schlagartig erfolglos wurden, ging Doris Day zum Fernsehen, wo sie in 128 Folgen der “Doris Day Show” (1968-1973) auftrat. Danach zog sie sich vollständig aus dem Showgeschäft zurück. 1976 erschienen ihre Memoiren.

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