Donald Pleasence

Donald Pleasence

Leben & Werk

Er war eine feste Größe in Horrorfilmen und hatte sich mit seinen großen, hinter Brillen versteckten Augen im Kugelkopf auf bösartige und zwielichtige Charaktere spezialisiert. Er spielte Schurken mit Größenwahn oder mit archaischer Dämonie und beispielhaft sadistischer Ader. In den Annalen des fantastischen Films ist er ebenso vertreten wie im Kunstkino mit einigen außergewöhnlichen Leistungen. Donald Pleasence (1919 – 1995), der in über 100 Filmen auftrat und zeitweilig vier bis fünf Filme pro Jahr drehte, wurde parallel als der Eindringling in “Der Hausmeister” und als einer der Ausbrecher aus dem Kriegsgefangenenlager in “Gesprengte Ketten” bekannt. Er war neben Raquel Welch einer der Reisenden durch den menschlichen Körper in Richard FleischersDie phantastische Reise“. Als Blofeld setzte er im James-Bond-007-Film “Man lebt nur zweimal” Maßstäbe für die Rolle des die Welt erpressenden Bösen und trat wiederholt für John Carpenter (“Halloween”, “Die Klapperschlange“) vor die Kamera. Pleasence bereicherte Western und Action-Filme gleichermaßen, fand noch in den kleinsten italienischen Krimis Platz und spielte häufig für das Fernsehen. Vor allem das Horrorgenre verdankt ihm meisterhafte Gruselfürsten. Seine mit Abstand beste Rolle fand Pleasence in Roman Polanskis “Wenn Katelbach kommt …”, in dem er den kläglich gehörnten Ehemann und Insel-Neurotiker spielte, der in einem Niemandsland von Beckett’schen Dimensionen scheitert. Pleasence starb in seiner Wahlheimat Frankreich in der Provence, in St. Paul-de-Vence.

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