Dieter Landuris

Dieter Landuris

Leben & Werk

Er gibt gern den “harten Jungen”, wirkt mit seinen meist langen Haaren, der krummen Boxernase und den sich um einen starren Ausdruck bemühenden trägen Augen über tiefen Tränensäcken aber manchmal eher unfreiwillig komisch. Aus diesem Zwiespalt heraus gewann Dieter Landuris in seinen Kinorollen Profil, so in “Die Mutter des Killers” (1997), wo er als Säufer und “Witwentröster” einen jener skurrilen Typen aus einem Hamburger Vorort verkörpert, die gerne Gangster wären, dabei aber stets nur kleine Gauner bleiben. Ähnlich vertrackt ist sein Part des KGB-Mannes angelegt, der den jungen Hacker in Hans-Christian Schmids Paranoia-Thriller “23″ einlullt. Landuris’ lakonisch-schlaksige Art, vergleichbar mit der von Kollege Peter Lohmeyer, kam am besten in “Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit” zum Ausdruck: Als er sich aus Liebeskummer von einem Dach stürzen will, wird er von der Deutschlehrerin Tamineh (Anica Dobra) aufgehalten und radebrecht, während beide am Balkon hoch über dem Asphalt hängen, in komischem Deutsch-Italienisch über seine Verflossene, während ihn Dobra grammatisch korrigiert und sie sich ineinander verlieben. In dem Silvesterpanorama “Schnee in der Neujahrsnacht” gehört Landuris zu den Personen, die in dieser Nacht ein Wunder erleben, in Bernd Michael Lades Gangsterkrimi “Null Uhr 12” ist er einer der fünf “üblichen Verdächtigen”, die möglicherweise einen Banküberfall begangen haben. Populär wurde Landuris, geboren 1961 in München, ausgebildet an der renommierten Otto-Falckenberg-Schauspielschule und von 1985 bis 1989 Mitglied des Berliner Grips-Theaters, mit der Rolle des vertrottelt-sympathischen Privatdetektivs Ulli Fichte in der TV-Serie “Alles außer Mord” (1994/95). Landuris ist außerdem als Taxifahrer, Dealer, Ganove oder “Looser” in zahlreichen TV-Filmen zu sehen gewesen, so zum Beispiel in “Zwei Gauner und ein Baby” an der Seite von Harald Juhnke.

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