Im positiven Sinne überdreht, quirlig und temperamentvoll, ist Diane Keaton (geb. 1946) eine Komödiantin von hohem Rang, die fast nie den kommerziellen Erfolg hatte, der ihren Leistungen entspräche. In der Anfangszeit ihrer Karriere war sie Hauptdarstellerin ihres damaligen Lebensgefährten Woody Allen, der ihre nervöse Ader und ihr am Rande des Nervenzusammenbruchs vorbeischrammendes komisches Potenzial, ihre lustigen Augenbewegungen und ihre herrlich selbstironische Art für einige der besten Szenen seines Frühwerks nutzte, z.B. als pillenabhängige Frau des besten Freundes in "Mach's noch einmal, Sam", als futuristische Frau in "Der Schläfer" oder als intellektuelle liebestolle russische Provinz-Witwe in "Die letzte Nacht des Boris Gruschenko". Für Allens "Der Stadtneurotiker" erhielt sie 1977 den Oscar.
In dramatischen oder ernsten Rollen war Keaton die Frau, die in der "Paten"-Trilogie in die Corleone-Familie einheiratete, oder die Lehrerin mit Doppelleben in "Auf der Suche nach Mr. Goodbar". Zeitweise mit Warren Beatty liiert, wurde sie für die Darstellung der Revolutionärin Louise Bryant in dessen "Reds" für den Oscar nominiert. Eine weitere Nominierung erhielt sie für die romantische Komödie "Was das Herz begehrt", für die sie erstmals gemeinsam mit Jack Nicholson vor der Kamera stand und die mit zu ihren erfolgreichsten Filmen zählt.
Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin, in der sie in so unterschiedlichen Komödien und Melodramen wie "Vater der Braut", "Baby Boom", "Verbrecherische Herzen", "Marvin's Töchter" und "Die Familie Stone" auftrat, arbeitet Keaton auch als TV-Regisseurin. Für das Kino inszenierte sie die Pseudo-Dokumentation "Heaven", das dezente Melodram "Entfesselte Helden" sowie die Familiendramedy "Aufgelegt!", in der sie auch selbst neben Meg Ryan und Lisa Kudrow eine der drei Schwestern spielte, die durch den nahen Tod ihres Vaters vereint werden. Als ausführende Produzentin war sie u.a. an Gus Van Sants Cannes-Gewinner "Elephant" beteiligt. Keaton veröffentlichte mehrere von der Kritik gut aufgenommene Fotobände.
Keaton überfährt eigenen Hund
Ein Schock, den Diane Keaton erst verdauen muss.
Großansicht
Sie ist überglücklich, dass Red gesund und munter ist: Diane Keaton (Foto: Kurt Krieger)
In nächster Zeit wird die 61-Jährige bestimmt genauestens ihre Hauseinfahrt kontrollieren, bevor sie mit dem Auto wegfährt. Keaton war mit ihrem Hybridfahrzeug auf dem Weg nach Hause, als das Unglück passierte. "Ich hab meinen Hund überfahren", so Diane. "Ich habe dieses leise Hybrid-Auto, Red hat mich nicht gehört und ich habe ihn nicht gesehen".
Doch der 15 Jahre alte Vierbeiner zeigte sich robuster, als man glauben würde. Er trug keine ernsthaften Verletzungen von dem Zusammenstoß davon. Keaton ist überglücklich, dass ihr geliebtes Haustier den Unfall überstanden hat. "Die Wahrheit ist, Red hat keine schlimmen Verletzungen, weil er so fett ist", erklärt sie. "Die Reifen haben seinen Brustkorb erwischt, aber seine Rippen sind nicht gebrochen. Er ist in Fett gehüllt."
Ein tierisches Wunder
Für Keaton war es ein Tag, den sie nie vergessen wird. "Ich liebe diesen Hund so sehr, er ist ein Wunderhund. Ich danke Gott, dass er es geschafft hat."
Damit braucht sich Red wohl keine Sorgen machen, dass ihn Frauchen auf Diät setzen könnte. Und in nächster Zeit gibt es in seinem Luxusleben bestimmt noch mehr Streicheleinheiten.