Ihr bezauberndes Lächeln und das leichte Kieksen in der Stimme wurden Markenzeichen vieler Galas, Preisverleihungen, Grand-Prix-Moderationen und TV... - Foto: Charlene Robichaud http://images.kino.de/flbilder/max06/mbiz06/mbiz47/z0647407/b150x150.jpg Désirée Nosbusch
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Désirée Nosbusch

  • Geburtstag
    14.01.1965
  • Geburtsort
    Esch-sur-Alzette

Ihr bezauberndes Lächeln und das leichte Kieksen in der Stimme wurden Markenzeichen vieler Galas, Preisverleihungen, Grand-Prix-Moderationen und TV-Shows, und doch hat Desirée Nosbusch, längst eine große Schauspielerin und kein "ewiges Talent", noch nie einen Preis gewonnen. Als sie 2001 von den Geehrten mit einem "wirklich toll" für ihre Moderatoren-Leistung bei der Goldenen Kamera bedacht wurde, war sie die eigentliche Siegerin des Abends. So ist es ihr im Lauf ihrer Karriere häufig ergangen. Als Schauspielerin gelang ihr trotz guter Rollen und fabelhafter Leistungen nie wirklich der große Durchbruch, wurde ihr Privatleben vor der Leistung gemessen. Aber sie bereitete den Weg für Schauspielerinnen wie Nora Tschirner, die ernten, was sie gesät hatte.

Desirée Nosbusch wurde 1965 in Esch in Luxemburg geboren und trat mit zwölf Jahren als Mitglied einer Schülergruppe auf die Flure von Radio Luxemburg. Weil sie die Macher mit kecken Fragen verblüffte, wurde sie als Kinder-Moderatorin verpflichtet und ging mit der Live-Sendung "Spiel-Express" mit vierzehn Jahren 1979 täglich während der Berliner Funkausstellung auf Sendung. Am 5. Mai 1981 wurde die 17-Jährige, die fünf Stunden souverän, charmant und vielsprachig den "Grand Prix Eurovision de la Chanson" live aus Luxemburg moderierte, über Nacht zum Star in Europa.

Desirée debütierte 1980 in der Irmgard-Keun-Adaption "Nach Mitternacht" und distanzierte sich von Eckhart Schmidts zeitweise indiziertem Horrorfilm "Der Fan" (1982), wo sie, meistens nackt im Bild, den geliebten Pop-Star "zum Fressen gern" hat, zersägt und im Kühschrank aufbewahrt. Sie spielte in "Good Morning, Babylon" der Brüder Taviani, der die Entstehung von David Wark Griffiths "Intolerance" schildert, neben Adrianao Celentano in der Komödie "Sing Sing" von Sergio Corbucci und in der Yuppie-Farce "A.D.A.M." (1988) als Hostess. In TV-Movies wie "Das Geheimnis des Lebens", "Die Aktion", "High Explosive" oder "Schrei nach Hilfe" bevorzugte sie Stoffe mit brisanten Themen wie Kinder in Kroatien, Krisengebiet Angola, Genforschung oder Bauspekulation, trat aber auch in Beziehungskomödien wie "Love Trip" und Serien wie "Kinderklinik" auf. Ihre einen Mann obsessiv verfolgende junge Frau in "Die Klette" (1986) toppte beinahe Wolfgang Petersens legendären "Tatort: Reifeprüfung". 2001 blieb ihr Kinofilm "-feindliche übernahme althan.com" (Regie: Carl Schenkel) erfolglos. In Zusammenarbeit mit dem Luxemburger Filmemacher Andy Bausch entstanden die zu Silvester spielende Dramödie "AwopBopaLoopBob a LopbamBoom" (1990), "Three Steps to Heaven" und das Business-Drama "Ex und hopp" (mit Mario Adorf). In allen Filmen ist Nosbusch als Schauspielerin so unverkrampft wie überzeugend, locker und natürlich und mit guter Miene beim Spiel, ob als Ärztin, verzweifelt Gehetzte, Computerexpertin oder Frau zwischen zwei Männern.

1998 bis 2000 studierte Nosbusch in Los Angeles Regie und schloss das Studium mit dem Kurzfilm "Icecream Sundae" (mit Christiane Paul) ab.

Mit dem österreichischen Sänger Falco sang sie 1984 im Duett "Kann es Liebe sein?".

Privat war Desirée Nosbusch ihrem Manager Georg Bossert verbunden und hat aus der 2002 gescheiterten und 2005 geschiedenen Ehe mit dem Filmkomponisten Harald Kloser zwei Söhne. Bei den Dreharbeiten zum Zweiteiler "Eine Liebe in Saigon" (2004) lernte sie den Schauspieler Mehmet Kurtulus ("Tatort", "Nackt", "Kurz und schmerzlos") kennen, mit dem sie zusammen lebt. Die Wahlkalifornierin pendelt zwischen Beverly Hills und Berlin.

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