Er ist inzwischen kein Darsteller mehr, er ist eine Persönlichkeit. Denzel Washington hat die Zuschreibung "Nachfolger von Sidney Poitier" nie... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max12/kuk12/kuk46/u1246029/b150x150.jpg Denzel Washington
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Denzel Washington

  • Geburtstag
    28.12.1954
  • Geburtsort
    Mount Vernon, N. Y.

Er ist inzwischen kein Darsteller mehr, er ist eine Persönlichkeit. Denzel Washington hat die Zuschreibung "Nachfolger von Sidney Poitier" nie gemocht, obwohl sie einen Kern Wahrheit enthält: Wie Poitier hat auch Washington nie zwielichtige oder gar böse Charaktere gespielt, sondern sich mit integeren, ihre Prinzipien, Normen oder Werte hochhaltenden Figuren einen Namen gemacht. Hatten seine Charaktere die nötige Reife nicht, so erwarben sie sich diese im Lauf des jeweiligen Films.

Einzige Ausnahme bleibt bislang Washingtons Rolle als korrupter Cop in "Training Day", die ihm seinen zweiten Oscar einbrachte - im selben Jahr, in dem Poitier für sein Lebenswerk geehrt wurde.

Hochgewachsen, sympathisch, charismatisch, mit der nötigen Leinwandpräsenz begann Denzel Washington, Jahrgang 1954, nach Jahren auf der Bühne 1981 mit "Carbon Copy" seine Filmkarriere, die ihm unter anderem seinen ersten "Academy Award" für die beste männliche Nebenrolle (in "Glory") und den Darstellerpreis der Berlinale 2000 für seine Leistung als unschuldig im Gefängnis sitzender Boxer Rubin Carter in "Hurricane" einbrachte.

Carter ist wie der schwarze Bürgerrechtler "Malcolm X" (Oscar-Nominierung) oder der südafrikanische Bürgerrechtler Steve Biko ("Schrei nach Freiheit") eine authentische historische Person, doch spielte Washington ebenso in Kriminalfilmen, Thrillern ("Big Bad Man", "Teufel in Blau", "Der Knochenjäger", "Dämon") und Polit-Thrillern ("Ausnahmezustand") wie in einem Film über den Golfkrieg ("Mut zur Wahrheit") und einer erotischen Liebesgeschichte zwischen einem Schwarzen und einer indischen Einwanderin ("Mississippi Masala").

Washington vertritt Tom Hanks vor Gericht ("Philadelphia"), hilft Julia Roberts gegen die Verschwörer in "Die Akte", und er kämpft mit allen Mitteln als "John Q." dafür, dass sein Sohn die ihm gesetzlich nicht zustehende Behandlung in einem Krankenhaus erfährt und setzt sich einmal mehr gegen Diskriminierung und soziale Ungerechtigkeiten zur Wehr.

Auch privat ist Washington an sozialen und politischen Projekten vor allem zur Förderung schwarzer Kinder beteiligt, wofür er ebenfalls mehrfach ausgezeichnet wurde.

2002 feierte Washington mit "Antwone Fisher" sein Regiedebüt, in dem ein zorniger, junger Seemann lernt, sich von seiner traumatischen Kindheit zu lösen. Unter der Regie von Carl Franklin spielte er 2003 im spannenden Cop-Thriller "Out of Time" und landete das Jahr darauf mit Tony Scotts "Man on Fire" einen Nummer-Eins-Hit am US-Boxoffice. Zum vierten Mal unter der Regie von Spike Lee war er 2006 als Detective in "Inside Man" zu sehen, der es mit einer Geiselnahme in einer New Yorker Bank zu tun bekommt.

Als legendärer Verbrecher Frank Lucas lieferte er sich in Ridley Scotts "American Gangster" ein packendes Duell mit Russell Crowe, bevor er erneut für Ridleys Bruder Tony arbeitete: Im Remake "Die Entführung der U-Bahn Pelham 123" versucht er John Travolta das Handwerk zu legen.

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