Sie wälzt sich mit Burt Lancaster wonnig in der Brandung einer Hawaii-Insel und wurde damit in "Verdammt in alle Ewigkeit" - mit einer zu der Zeit gewagten und seitdem immer wieder zitierten oder parodierten Filmszene - endgültig weltberühmt. Die Rolle war auch ein Ausbruch aus der vornehmen Zurückhaltung, die sie bis dato an den Tag gelegt hatte. Mit Lancaster drehte sie 17 Jahre später auch ihre einzige, dezente Nacktszene in John Frankenheimers Fallschirmspringer-Drama "Die den Hals riskieren". Obwohl sie sechsmal für den "Oscar" nominiert war, hat die 1921 geborene englische Hollywood-Schauspielerin Deborah Kerr ihn nie bekommen; 1994 allerdings den Ehren-"Oscar". Kerr spielte im Lauf ihrer Karriere immer wieder unglücklich verliebte Ehefrauen, frustrierte Adelige und Ordensschwestern ("Schwarze Narzisse") und trat in Afrika-Filmen ("König Salomons Diamanten"), Historienfilmen ("Die Thronfolgerin") und in Gesellschaftskomödien ("Vor Hausfreunden wird gewarnt") auf. Populär wurde sie an der Seite von Yul Brynner als englische Gouvernante des Königs von Thailand in dem Film-Musical "Der König und ich", in dessen reinem Spielfilm-Remake Jodie Foster ihre Rolle übernahm. Zu ihren besten Leistungen zählen die australische Farmersfrau in "Der endlose Horizont", die auf Richard Burton versessene englische Gouvernante in "Die Nacht des Leguan" und die Frau des Diplomaten David Niven in "Bonjour Tristesse". Nach Elia Kazans "Das Arrangement" zog sich Kerr 1969 vom Film zurück und trat erst seit 1982 wieder in einigen TV-Filmen (u.a. "Zeugin der Anklage", in der Rolle, die 1957 Elsa Lanchester gespielt hatte) auf.
Deborah Kerr, die an Parkinson erkrankt war, starb im Oktober 2007 in ihrer britischen Heimat. Ihr Mann, der Drehbuchautor Peter Viertel, mit dem sie seit 1960 verheiratet war, überlebte sie nur um wenige Wochen. Viertel verstarb am 4. November 2007 in Marbella.
Yul Brynner eröffnet erstes Autokino!
In den USA gab es sie schon seit Anfang der 30er Jahre, doch erst als sie dort extrem populär wurden, schwappte die Welle auch zu uns.
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"Der König und ich" eröffnet die Autokino-Ära (Foto: Fox)
Am 31. März 1960 eröffnete das erste Autokino Europas in Neu-Isenburg in der Nähe von Frankfurt am Main. Zur feierlichen Einweihung wurde "Der König und ich" mit Yul Brynner und Deborah Kerr gezeigt. Wie romantisch, so ganz unter freiem Himmel.
Eine tolle Erfindung waren die Drive-Ins für Familien, die ihre zappeligen Kinder im eigenen Auto besser unter Kontrolle hatten oder sie zum Spielen auf die anliegenden Tummelplätze schicken konnten. Begeisterung machte sich aber vor allem unter den jungen Pärchen breit. Ungestört von den anderen Kinobesuchern konnten sie sich im Auto näher kommen. Das begehrteste Genre war dabei der Horrorfilm, bei dem der Herr die Dame des öfteren schützend in den Arm nehmen durfte.
Nur für Liebhaber?
Der anfängliche Hype flaute jedoch mit dem Wachstum des Video- und DVD-Marktes bald wieder ab. In den wenigen übrig geblieben Autokinos in Deutschland treffen sich inzwischen überwiegend Auto- und 50er-Jahre-Liebhaber.