Trickbetrug in allen Formen, vom Kartenspiel über den Identitätstausch bis zum großangelegten Wirtschaftsverbrechen, steht im Zentrum der Filme von... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max03/kuk03/kuk37/u0337082/b150x150.jpg David Mamet

Steckbrief

David Mamet


  • Geburtstag
    30.11.1947

Trickbetrug in allen Formen, vom Kartenspiel über den Identitätstausch bis zum großangelegten Wirtschaftsverbrechen, steht im Zentrum der Filme von David Mamet. Mamet machte sich zunächst mit kontroversen Theaterstücken einen Namen, schrieb eines seiner ersten Drehbücher für Sydney Lumets Justizkrimi "The Verdict" (1982) und erhielt dafür eine "Oscar"-Nominierung. 1947 in Chicago geboren, debütierte Mamet 1987 als Regisseur mit "Haus der Spiele", wo er eine Psychiaterin und leidenschaftliche Spielerin zum Opfer ihrer Sucht und eines gezielten Trickbetrugs werden lässt. Ihr Gegenspieler war Joe Mantegna, Lieblingsdarsteller von Mamet, der im Folgefilm "Things Change - Mehr Glück als Verstand" einen kleinen Mafioso spielte, der den Clan mit einem Strohmann (Don Ameche) vergeblich zu übertölpeln versucht und sich mit dem alten Herrn anfreundet. In "Homicide - Mordkommission" (1991) war Mantegna jüdischer Polizist, der sich in seiner Identitätsfindung verliert und am Ende allein und ohne Lebenssinn dasteht. "Oleanna", nach dem eigen Bühnenstück, kreist um sexuellen Missbrauch an US-Universitäten und ist in Form eines Kammerspiels zwischen einem Professor und seiner Studentin, die einen Geschlechterkampf ausfechten, inszeniert. Mamets Thriller "Die unsichtbare Falle" (1997) behandelt einen Fall von Wirtschaftskriminalität und geistigem Diebstahl, indem ein Erfinder (Campbell Scott) von den cleveren Juristen eines Konzerns erst um die Früchte seiner Arbeit, dann um seine Existenz gebracht wird. David Mamet schrieb u.a. die Drehbücher zu dem Immobiliendrama "Glengarry Glen Ross" und zu "American Buffalo". Seine eher intellektuellen Arbeiten bilden eine interessante Variante des Thriller-Genres.

  • Geburtstag
    30.11.1947
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Bruder von Lynn Mamet; verheiratet mit Rebecca Pidgeon

Allen als Handkanten-Held

Wer hätte dem einstigen Heimwerker-King so etwas zugetraut?

Großansicht Langt demnächst kräftig zu: Tim Allen (Foto: Kurt Krieger)

Langt demnächst kräftig zu: Tim Allen (Foto: Kurt Krieger)

Zwar bewies Tim Allen in der Erfolgsserie "Hör mal, wer da hämmert!", dass er als echter Mann mit dem Schraubenschlüssel umgehen kann und machte in "Born to be Wild" auch auf der Harley eine gute Figur - aber dass der fanatische Mechaniker nun als knallharter Martial-Arts-Held Handkantenschläge austeilt, kommt doch überraschend.

Im Drama "Redbelt" wird Allen einen Filmstar mit Eheproblemen spielen, der in eine Straßenschlägerei gerät und dabei auf einen Jiu-Jitsu-Großmeister trifft. Dieser ist wiederum in Schwierigkeiten, weil er im Dunstkreis des Filmgeschäfts dazu verführt wurde, an brutalen Kämpfen teilzunehmen.

Das Drehbuch stammt von keinem Geringeren als David Mamet, Autor von Klassikern wie "Wenn der Postmann zweimal klingelt" und "The Untouchables". Diesmal wird Mamet auch wieder selbst Regie führen und in "Redbelt" ein schonungsloses Porträt der amerikanischen Ultimate-Fighting-Szene liefern, in der auf der Grundlage der brasilianischen Tradition "Vale tudo - alles ist erlaubt" brutal aufeinander eingedroschen wird.

Gewagter Vorstoß

Den Großmeister an Allens Seite spielt Chiwetel Ejiofor, der in "Children of Men" neben Clive Owen einen gewalttätigen Rebellen spielte. Außerdem dabei: Emily Mortimer, die in "Match Point" als Rivalin von Scarlett Johansson zu sehen war, und Rodrigo Santoro, der im Kultfilm "300" als Perserkönig Xerxes überzeugte.

Das hochkarätige Ensemble trifft sich bereits Anfang Juni in L.A. zum ersten Take. Für Tim Allen wird es zwar die erste ernste Rolle, doch bei derart fähigen Kollegen könnte ihm der Ausflug ins Dramenfach durchaus gelingen.


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