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David Mackenzie


  • Geburtstag
    10.05.1966
  • Geburtsort
    Corbridge
  • Geburtstag
    10.05.1966
  • Geburtsort
    Corbridge
  • Geburtsland
    Großbritannien

"Viel Geld geht für unnütze Dinge drauf"

David Mackenzie plant nach dem romantischen Virus-Thriller "Perfect Sense" und der Punkrock-Komödie "You Instead" weitere Projekte in Europa.

Großansicht Ewan McGregor und Eva Green sind ein Traumpaar im Albtraum von "Perfect Sense" (Foto: Senator)

Ewan McGregor und Eva Green sind ein Traumpaar im Albtraum von "Perfect Sense" (Foto: Senator)

Was trieb Sie nach "Toy Boy" in Hollywood zurück nach Old Europe?
DAVID MACKENZIE: Eigentlich war alles anders geplant. Leben und Arbeiten in Hollywood gefällt mir, ich wollte nur die Wohnung in Glasgow auflösen. Doch dann empfand ich dieses für Glasgow typische tolle Herbstgefühl, das die Sonne Kaliforniens vergessen lässt. Außerdem landete kurz darauf das Skript zu "Perfect Sense" bei meiner Produktionsfirma auf dem Schreibtisch, das ich unbedingt verfilmen wollte.

Was reizte Sie an dem Projekt?
Dieser Wahnsinnsoptimismus in fast aussichtsloser Zeit. Eine riesige Herausforderung, nicht nur das Ende der Welt zu zeigen, sondern gleichzeitig auch die Möglichkeit zur Romantik und Liebe in einer apokalyptischen Situation. Es gibt immer einen Hoffnungsschimmer. Davon handelt "Perfect Sense", vom Überlebenswillen des Menschen und der Stärke des menschlichen Geistes.

Fast parallel liefen die Vorarbeiten zu dem Rock-'n'-Roll-Movie "You Instead".
Da kam einiges zusammen: tagsüber der Soundmix für "Perfect Sense" und abends die Proben für "You Instead". Der Stress ist dann zweitrangig, Hauptsache, es bewegt sich was.

Wo liegt derzeit Ihr Arbeitsschwerpunkt?
In Europa. "Starred up", ein Gefängnisdrama, steht wahrscheinlich als Nächstes an, dann eventuell der SciFi-Film "Journey Into Space", zu dem ich das Drehbuch schreibe.

Und wie ist der Stand der Dinge bei "Stain on the Snow" nach dem im Zweiten Weltkrieg angesiedelten Roman von Georges Simenon?
Es ist ein Period Piece und könnte daher teurer werden.

Sie sind dafür bekannt, sehr ökonomisch zu arbeiten.
Der Not gehorchend ging es oft nicht anders, aber ein richtig großes Budget, wo ich nicht ständig kämpfen oder jeden Cent umdrehen muss, wäre schon ein Traum.

Was gefällt Ihnen in Amerika, was in Europa?
Guerilla Filmmaking mit einem kleinen Team wie bei "You Instead" ist im US-System unmöglich. Die Gewerkschaften sind sehr stark. Viel Geld geht für unnütze Dinge drauf. Anfänglich irritierte mich diese Absicherung für alle Eventualitäten, aber man gewöhnt sich daran und genießt dadurch auch eine bestimmte Freiheit. Neu für mich war eine Fünftagewoche, so etwas kannte ich als europäischer Regisseur nicht. Meine Idealvorstellung wäre, zwischen Los Angeles und Glasgow, wo meine Produktionsfirma sitzt, zu pendeln, zwischen größeren US-Produktionen und kleineren europäischen Koproduktionen. Wer auf zwei Beinen steht, kann seine Unabhängigkeit und damit Entscheidungsfreiheit bewahren. Als Kontrollfreak habe ich auch gerne den Überblick. Wenn ich wie bei "Journey Into Space" das Drehbuch schreibe, produziere und Regie führe, weiß ich als Regisseur um die Bedeutung der einzelnen Szenen und als Produzent, warum ich welche Kompromisse machen muss.

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