Darren Aronofsky

Darren Aronofsky

Leben & Werk

Der amerikanische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent feierte mit “Black Swan” seinen größten Erfolg. Das Horrordrama kam bei Kritik und Publikum gleichermaßen gut an, avancierte zum Überraschungshit in den Kinos und bescherte Hauptdarstellerin Natalie Portman einen Oscar.

Mit zwei einzigartig innovativen Experimentalfilmen, der eine ein Mathematik-Thriller, der andere ein radikales Drogendelirium, schrieb sich Darren Aronofsky auf Anhieb in die Filmgeschichte ein. “Pi – Der Film” (1997) zeigt einen jungen Mathematiker auf der Suche nach der Weltformel, was ihn in den Wahnsinn führt und seinen Verstand zerstört; “Requiem for a Dream” (2000) zeigt vier Personen (Jennifer Connelly, Ellen Burstyn, Jared Leto, Marlon Wayans), die durch Drogen in den Teufelskreis von Sucht und Selbstzerstörung geraten. Beide Filme gehören zu den verstörendsten Werken des modernen Films und zeichnen sich durch die neuartigen Filmtechniken der HipHop-Montage und des Snorricam-Verfahrens aus. Die HipHop-Montage kombiniert Zeitrafferaufnahmen mit elektronischen Soundeffekten, um rauschhafte Zustände wie Drogenkonsum zu verdeutlichen; beim Snorricam-Verfahren wird die Kamera am Bauch der Darsteller befestigt und nimmt deren Gesichter auf.

Darren Aronofsky wurde 1969 in Brooklyn, New York, geboren und studierte Regie und Animationsfilm in Harvard. Sein Abschlussfilm “Supermarket Sweep” (1991) spielt als kurzes Action-Comedy-Drama mit Genremustern, gelangte in die Endrunde um den Studentenfilm-Oscar, im zweiten Kurzfilm “Protoza” (1993) hat Lucy Liu eine Rolle. Im Juni 1995 schloss Aronofsky mit dem M.F.A. für Regie ab. Zu seinen Lehrern zählten Regisseur Stuart Rosenberg (“Brubaker“) und Miklos Jancso (“Roter Psalm”). Am Drehbuch von “Pi” arbeitete Hauptdarsteller Sean Guillette mit, der bereits in “Supermarket Sweep” spielte. 2002 schrieb Aronofsky mit am Drehbuch für David Twohys U-Boot-Kriegsfilm-Schocker “Below – Du unten hört dich niemand schreien” (mit Bruce Greenwood).

Aronofskys erste Großproduktion “The Fountain” (2006) durchlief mehrere Produktionsphasen, in deren Verlauf Darsteller (Brad Pitt und Cate Blanchett) ausstiegen und er kurzfristig für die Regie von “Batman Begins” (Christopher Nolan) gehandelt wurde. Als SF-Mystery-Adventure-Drama erzählt “The Fountain” in drei sich über tausend Jahre erstreckenden parallelen Geschichten von einem Mann (Hugh Jackman), der 1535 als spanischer Conquistador bei den Mayas in Mexiko, 2006 als Arzt in der Gegenwart und 2500 als Astronaut in der Zukunft nach dem Elixier des ewigen Lebens für seine kranke Frau (Rachel Weisz) sucht.

Aronofskys “The Wrestler” erschien 2008 und wurde von der Jury auf dem Filmfestival in Venedig mit dem Goldenen Löwen geehrt. Mickey Rourke spielt den Titelhelden, einen schwer angeschlagenen, aber stolzen Kämpfer. Dem Regisseur gelang eine straffe Inszenierung ohne sentimentale und klischeehafte Anklänge.

Aronofsky wurde 1998 für “Pi” mit dem Regiepreis des Sundance-Festivals und dem FIPRESCI-Preis in Thessaloniki ausgezeichnet. “Requiem for a Dream” war 2001 für den Oscar nominiert und gewann 2001 den Young Hollywood Award, den Golden Spike Award in Valladolid und den Online Film Critics Award. 2001 wurde Aronofsky mit dem Franklin J. Schaffner Award geehrt.

Aronofsky war mit Oscar-Preisträgerin Rachel Weisz verheiratet, mit der er einen Sohn hat.

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