Lange vor seiner Premiere hatte der Low-Budget-Horrorfilm "The Blair Witch Project" 1999 im Internet von sich reden gemacht. Mit Millionen von... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max99/bf99/bf47/b9947018/b150x150.jpg Daniel Myrick

Steckbrief

Daniel Myrick


  • Geburtsort
    Sarasota, Florida

Lange vor seiner Premiere hatte der Low-Budget-Horrorfilm "The Blair Witch Project" 1999 im Internet von sich reden gemacht. Mit Millionen von Zugriffen auf die Website avancierte der Film vom Geheimtipp zu einem Muss. Der Premiere auf dem Sundance Film Festival folgte der Kassenerfolg, als der mit 1,1 Mio. Dollar budgetierte Gruselfilm allein in den USA über 140 Mio. Dollar einspielte. "Blair Witch" war ein Beispiel für den Erfolg neuer Mediennutzung: keine Werbekampagne mit herkömmlichen Methoden, sondern Internet-Tipps, verbunden mit Mundpropaganda. Der Film selbst erzählt in Form einer Fake-Dokumentation mit den stilistischen Mitteln des "Dogma"-Kinos von einem auf der Suche nach einer legendären Hexe in den Wäldern von Maryland verschollenen Kamerateam, von dem nur Ausrüstung und Filmmaterial aufgefunden und ausgewertet werden. Die Auswertung ergibt, dass die jungen Leute von einer mysteriösen Macht belagert und durchs Unterholz gejagt wurden, bis sie verschwanden. Der inzwischen zum "Kultfilm" avancierte Film war das Debüt von Filmfans und Cyberspace-Aficionados, deren Hauptfilmemacher Daniel Myrick und Eduardo Sanchez sich zur Teamarbeit entschlossen, die Credits teilten und die Rollen tauschten. Sanchez hatte vornehmlich Drehbücher geschrieben, Myrick hatte Werbeerfahrung gesammelt, beide nannten ihre Firma Haxan Film (in Anlehnung an den ersten Hexenfilm der Filmgeschichte: "Häxan", 1922, von Benjamin Christensen) und sind Fans alter Dokumentarfilme. Auf "The Blair Witch Project" folgte 2000 eine von Haxan Film nur produzierte Fortsetzung, die auf demselben Hexenmythos fußt, aber wie ein konventioneller Horrorfilm inszeniert und weit weniger erfolgreich wurde.

  • Geburtsort
    Sarasota, Florida
  • Geburtsland
    USA

"Blair Witch Project 3" in der Warteschleife

Ginge es nach den Produzenten, könnten sich die Fans von "Blair Witch Project" bereits in Kürze auf einen dritten Teil der Serie freuen. Einziges Problem: Das Studio tritt auf die Bremse!

Das Prequel zu "Blair Witch Project" wird noch etwas auf sich warten lassen

Das Prequel zu "Blair Witch Project" wird noch etwas auf sich warten lassen

Daniel Myrick und Eduardo Sanchez, die bereits für die ersten beiden "Blair Witch Project"-Filme verantwortlich zeichneten, würden lieber heute als morgen mit den Dreharbeiten zum dritten Teil beginnen. Das Drehbuch ist fertig und eine Abmachung mit dem Studio Artisan haben sie bereits seit dem ersten Sequel,"Book Of Shadows". Doch nun stellen sich seit einiger Zeit die Studio-Bosse quer.

"Wir hatten einen Deal über ein Prequel, die Vorgeschichte zum ersten Film." erläuterte Myrick in einem Interview, "Aber Artisan schiebt das Projekt seitdem immer weiter nach hinten." Mittlerweile hätten sich die beiden selbst sogar schon mit anderen Filmen befasst und würden gerade an "Tomorrow Man" und "White Trash" arbeiten.

"Dennoch ist "Blair Witch 3" immer noch ganz oben auf der Wunschliste." stellte Myrick klar, "Sobald wir das O.K. von Artisan haben, steht einem Drehbeginn nichts mehr im Weg."

Wenn sich die beiden da nur mal nicht falschen Hoffnungen hingeben! Denn Filmstudios haben die für Künstler unangenehme Eigenart, zu allererst auf die Gewinnspanne zu achten. "Blair Witch Project" spielte als No-Budget-Film über 140 Millionen Dollar ein, Teil zwei mit erheblich höheren Kosten kam gerade mal auf 26 Millionen Dollar.

Könnte durchaus sein, dass das Studio das Risiko eines dritten Versuches gar nicht eingehen will, es sich aber andererseits auch nicht mit zwei kreativen Köpfen verscherzen möchte, die die Kasse bereits früher kräftig klingeln ließen...


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