In der Öffentlichkeit ist er so gut wie nie zu sehen, schottet sich ab und konzentriert sich bis zur Erschöpfung auf seine Rollen. So soll Daniel... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max08/kuk08/kuk11/u0811001/b150x150.jpg Daniel Day-Lewis
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Daniel Day-Lewis

  • Bürgerlicher Name
    Daniel Michael Blake Day-Lewis
  • Geburtstag
    29.04.1957
  • Geburtsort
    London, England

In der Öffentlichkeit ist er so gut wie nie zu sehen, schottet sich ab und konzentriert sich bis zur Erschöpfung auf seine Rollen. So soll Daniel Day-Lewis für seinen Waldläufer in "Der letzte Mohikaner" Baumstämme getragen haben und mit dem Vorderlader-Gewehr ins Bett gegangen sein.

Seinen Ausnahmestatus als Schauspieler, der viel Zeit zwischen einzelnen Filmen verstreichen lassen kann und somit jeden neuen zum Ereignis macht, hat der 1957 in London geborene Daniel Day-Lewis, der neben Jeremy Irons als bedeutendster jüngerer britischer Schauspieler gilt, schon mit seiner Rolle als erotomaner tschechischer Arzt in "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" erreicht, wo Day-Lewis' Fähigkeit, mit knappen Charakterskizzen zu arbeiten, perfekt ist.

Aufgefallen war er nach einer Theaterkarriere als schwuler Punk, der sich in Stephen Frears "Mein wunderbarer Waschsalon" in einen Pakistani verliebt, und im Kontrast dazu als snobistischer englischer Landedelmann in James Ivorys "Zimmer mit Aussicht".

Seinen ersten Oscar erhielt Day-Lewis für die Darstellung des behinderten irischen Schriftstellers Christy Brown in "Mein linker Fuß". Mit Regisseur Jim Sheridan drehte er die beiden folgenden Teile der "irischen Trilogie": als 15 Jahre unschuldig im Gefängnis sitzender angeblicher Terrorist in "Im Namen des Vaters" und als titelgebender "Boxer", der mit einer Sportschule vergeblich Frieden zwischen den Parteien schaffen will.

Für Martin Scorsese war er in der Henry-James-Verfilmung "Zeit der Unschuld" der vornehme New Yorker Newland Archer, der sich in eine unkonventionelle Gräfin verliebt, und als angsteinflößender Gangsterboss in "Gangs of New York" wurde er für einen Oscar nominiert. Seinen zweiten Oscar erhielt Day-Lewis für seine Berserker-Performance als Öl-Magnat in Paul Thomas Andersons düsterem Epos "There Will Be Blood" (2007).

In "Hexenjagd" spielte er den von Winona Ryder wegen unerwiderter Liebe der Hexerei bezichtigten Puritaner-Farmer, der auf dem Scheiterhaufen endet (die Rolle, die Yves Montand 1957 in der Erstverfilmung verkörperte), in der Musical-Verfilmung "Nine" die Titelrolle als Regisseur zwischen Kreativblockade und Frauenchaos.

Für Steven Spielberg gibt Day-Lewis in "Lincoln" nun den legendären US-Präsidenten, den man sich immer genau so vorgestellt hat, wie ihn der Ausnahmekönner nun porträtiert. Der vierte Oscar gilt als sicher...

Mit der französischen Schauspielerin Isabelle Adjani hat Daniel Day-Lewis eine Tochter.

  • Bürgerlicher Name
    Daniel Michael Blake Day-Lewis
  • Geburtstag
    29.04.1957
  • Geburtsort
    London, England
  • Geburtsland
    Großbritannien
  • Familie
    Mutter: Jill Balcon (Svhauspielerin)
    Vater: Cecil Day-Lewis (Dichter)

    Schwester: Tamasin Day-Lewis (Regisseurin, Schauspielerin)

    Ehefrau:
    Rebecca Miller (Schauspielerin/Regisseurin, seit 1996)

    Kinder:
    Gabriel-Kane Day-Lewis (geb. 1995, Mutter: Schauspielerin Isabelle Adjani)
    Ronan Cal Day-Lewis (geb. 1998)
    Cashel Blake Day-Lewis (geb. 2002)
  • Autogrammadresse
    Julian Belfrage Associates
    46 Albemarle Street
    London, W1S 4DF
    UK
  • Links
    http://kathyddl.tripod.com/den.html (Fan-Seite)
Spielberg zeigt Fun-Clip mit Daniel Day-Lewis als "Obama"

"Ich könnte sogar ein Schnitzel spielen!"

Großansicht Barack Obama als Daniel Day-Lewis, der Barack Obama spielt... (Foto: Whitehouse.gov)

Barack Obama als Daniel Day-Lewis, der Barack Obama spielt... (Foto: Whitehouse.gov)

Mit diesem Spruch schrieb Robert De Niro, der berühmteste Anhänger des sogenannten Method Acting, Filmgeschichte. Aktuell erfolgreichster Kollege der selben Schule ist Daniel Day-Lewis, der sich jahrelang auf seine Rollen vorbereitet um sich komplett in die Figur zu versenken. Zuletzt tat er das oscargekrönt mit dem historischen US-Präsidenten "Lincoln".

Doch Day-Lewis könnte das sogar mit dem aktuellen und ersten Präsidenten afroamerikanischer Herkunft. Das behauptet zumindest Steven Spielberg in einem Fun-Clip aus dem Weißen Haus, den Barack Obama anlässlich des jährlichen Pressedinners mit dem Star-Regisseur gedreht hat.

In dem Biopic "Obama" über das Leben des beliebten Amtsträgers ist vorgeblich Daniel Day-Lewis zu sehen, wie er Gesten, Worte und die politische Haltung des aktuellen Präsidenten übt. In Wahrheit ist es natürlich Obama selbst, der so tut als sei er Day-Lewis, der sich auf die Rolle als Obama vorbereitet.

Filmfan im Weißen Haus

Seine Begeisterung für die Filmwelt betont Barack Obama häufig. Vor einigen Wochen brachte er allerdings einige Science-Fiction-Fans gegen sich auf, weil er in einem Kommentar zur schwierigen Einigung über die Staatsfinanzen mit den politischen Gegnern der republikanischen Partei "Star Wars" und "Star Trek" durcheinanderwürfelte: "Ich sollte mal eine Jedi-Gedankenverschmelzung mit denen machen…"

Den gefälschten "Obama"-Trailer finden Sie im Web unter: http://www.whitehouse.gov/photos-and-video/video/2013/04/28/president-obama-white-house-correspondents-dinner?page=8 (ab 16:00)

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