Am 14. Oktober 2005 übernahm er, standesgemäß per Schnellboot auf der Themse zur Pressekonferenz in London eintreffend, als sechster Schauspieler... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max12/kuk12/kuk03/u1203065/b150x150.jpg Daniel Craig

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Daniel Craig


  • Bürgerlicher Name
    Daniel Wroughton Craig
  • Geburtstag
    02.03.1968
  • Geburtsort
    Chester, Cheshire, England

Am 14. Oktober 2005 übernahm er, standesgemäß per Schnellboot auf der Themse zur Pressekonferenz in London eintreffend, als sechster Schauspieler nach Sir Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton und Pierce Brosnan die Rolle des Geheimagenten James Bond 007 in der Neuverfilmung von "Casino Royale" (2006) und der Fortsetzung "Ein Quantum Trost". Daniel Craig ist dabei der erste blonde James Bond in der bereits vier Jahrzehnte dauernden unverwüstlichen Reihe.

Zum Sex-Appeal und zur Coolness gesellen sich bei Craig ein rauer, proletarischer, harter, grimmiger und brutaler Ton, Mumm, Tapferkeit und Zwielichtigkeit, die in den Romanvorlagen von Ian Fleming eine Rolle spielen und die Bond als Charakter definieren. Die "Washington Post" sagte voraus, er werde "der nächste Steve McQueen".

Daniel Craig wurde am 2. März 1968 in Chester, Cheshire, England, geboren (nach Moore der zweite Engländer als 007) und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Mit sechs Jahren war er sich sicher, Schauspieler zu werden. Er schaffte es in London in die Guildhall School of Music and Drama und wurde mit seinen Generationskollegen Ewan McGregor, Joseph Fiennes und Damian Lewis ausgebildet.

Seit 1991 arbeitete Craig für Film und Fernsehen und er hat es bis 2005 auf über 30 Rollen in meist unabhängigen Filmen oder TV Movies gebracht. Anfangs auf Soldaten, Offiziere ("The Force of One", "The Adventures of Young Indiana Jones", "The Trench") und Schurken festgelegt, gelang Craig 1997 im britischen Fernsehen der Durchbruch mit den Serien "Our Friends in the North" und "Moll Flanders".

Im Independent-Kino übernahm Craig anspruchsvolle Rollen wie die des Schizophrenen in "Some Voices", die des Arbeiters, der mit der 30 Jahre älteren Mutter seiner Freundin in "The Mother" (2003) schläft, die des Atomphysikers Heisenberg in "Copenhagen" und die des Dichters Ted Hughes im Biopic "Sylvia" mit Gwyneth Paltrow.

Im Genrekino sah man ihn in einer faszinierenden Studie als Paul Newmans skrupellosen Killer-Sohn, der unter dem übermächtigen Vater leidet, in Sam Mendes' Gangsterdrama "Road to Perdition" und als Alex West im ersten "Lara Croft: Tomb Raider"-Abenteuer.

Als namenloser Dealer, der aus dem Job aussteigen will, beherrschte Craig den eleganten Gangsterthriller "Layer Cake". In Steven Spielbergs "München" (2005) gehörte er als Autospezialist Steve Steve zu der Fünfmanngruppe um Eric Bana, die die palästinensischen Terroristen aufspürt, die für das Massaker während der Olympischen Spiele 1972 in München verantwortlich waren.

Der Thriller "Die rote Verschwörung" bot Craig 2005 die Gelegenheit, in die Rolle eines Historikers zu schlüpfen, der geheime Aufzeichnungen zu Stalins Leben findet; im Fantasyspektakel "Der Goldene Kompass" wird er als Lord Asriel von einer Art Gedankenpolizei entführt und gerade noch rechtzeitig befreit. Oliver Hirschbiegel castete ihn 2007 neben Nicole Kidman in seinem Science-Fiction-Film "Invasion" über eine unbekannte Seuche, die die Menschen emotionslos werden lässt. Nach der Hauptrolle im Drama "Flashbacks of a Fool" ist Craig erneut auf Blockbustermission und legt sich in der Comic-Verfilmung "Cowboys & Aliens" an der Seite von Harrison Ford mit Außerirdischen an.

Ein weiteres Karriere-Highlight ist die Hauptrolle in David Finchers US-Verfilmung der schwedischen Kult-Krimitrilogie "Millennium", dessen erster Teil "Verblendung" nun ins Kino kommt. Danach steht mit "Skyfall" der nächste Bond an, Nummer 23 der Agentenreihe, der direkt an "Ein Quantum Trost" anknüpft.

Aus seiner Ehe mit Fiona Loudon hat er eine Tochter, die bei der Mutter in London lebt. Seit 2005 ist Daniel Craig mit Satsuki Mitchell, einer amerikanischen Filmproduzentin, liiert. Zuvor lebte er einige Jahre mit der deutschen Schauspielerin Heike Makatsch zusammen.

  • Bürgerlicher Name
    Daniel Wroughton Craig
  • Geburtstag
    02.03.1968
  • Geburtsort
    Chester, Cheshire, England
  • Geburtsland
    Großbritannien
  • Familie
    Mutter: Carol Olivia Craig (Kunsterzieherin, ließ sich 1972 scheiden)
    Vater: Tim Craig (Matrose in der Handelsmarine, Pubbesitzer)
    Stiefvater: Max Blond

    Schwester: Lea

    Ehefrau: Fiona Loudon (Schauspielerin, 1992 - 1994)

    Lebenspartnerinnen:
    Heike Makatsch (1996 - 2004)
    Kate Moss (2004)
    Satsuki Mitchell (2005)

    Tochter: Ella (von Fiona Loudon, geb. 1992)
  • Autogrammadresse
    c/o ICM Artists
    Oxford House
    76 Oxford Street
    London, W1D 1BS
    England
  • Links
    http://danielcraigisbond.com (Fan-Seite)

Sam Mendes war gegen Daniel Craig als Bond

Für Sam Mendes, Regisseur des neuen Bond-Abenteuers "Skyfall", war Daniel Craig eine hundertprozentige Fehlbesetzung als James Bond in "Casino Royale". Seine Meinung änderte sich schlagartig, als er Craigs Leistung im Agentenabenteuer sah.

Großansicht Dass Daniel Craig der perfekte James Bond ist, wollte "Skyfall"-Regisseur Sam Mendes zuerst nicht glauben (Foto: Sony Pictures)

Dass Daniel Craig der perfekte James Bond ist, wollte "Skyfall"-Regisseur Sam Mendes zuerst nicht glauben (Foto: Sony Pictures)

Mit den Rollen ist es immer so eine Sache. Vor allem, wenn es darum geht in Charaktere zu schlüpfen, die vom Vorgänger brillant verkörpert wurden. Wie im Fall von Daniel Craig, der in die großen Fußstapfen von Pierce Brosnan als James Bond schlüpfte. Was wurde damals spekuliert:

Russell Crowe, Orlando Bloom und sogar Robbie Williams wurden heiß als neuer Gentleman-Spion gehandelt. Das Rennen machte schließlich Daniel Craig, weshalb der Aufschrei in der Bond-Fangemeinde entsprechend gewaltig war.

Nicht nur dort war die Verwunderung groß. Auch Regie-Ass und Macher des neuen Bond-Abenteuers "Skyfall" Sam Mendes konnte sich mit dem Gedanken, Craig als Bond über die Leinwand rackern zu sehen, in keinster Weise anfreunden: "Ich war einer derjenigen, die sagten, ich glaube nicht, dass er die richtige Besetzung wäre."

Von wegen Top Secret: Sam Mendes gibt seinen Fehler offen zu

Sams Skepsis wich jedoch schnell der Erkenntnis, sich gehörig getäuscht zu haben. "Damals wurde mir in einem Interview diese Frage gestellt. Ich sagte, ich wäre nicht sicher und hätte ihm geraten, es nicht zu machen. Ich lag völlig daneben!" Mendes bekam jedoch die Gelegenheit, Daniel für seinen überragenden Auftritt zu danken:

"Wir sind nach 'Casino Royale' aufeinandergetroffen. Ich war so aufgeregt. Ihm zuzuschauen, wie er diesen Wahnsinnsdruck als Bond gecastet worden zu sein mit Bravour meisterte. Es war großartig mitzuerleben, wie er sich durchbiss und die Zweifler Lügen strafte", beschreibt Mendes seinen Sinneswandel.

Daniel Craig ist derweil in keiner Weise nachtragend. Im Gegenteil: Er lobt seinen "Skyfall"-Regisseur in den höchsten Tönen: "Es gibt genügend, worüber ich mir bei einem Film wie diesem Sorgen machen müsste. Die Arbeit mit Sam hat mir einfach erlaubt, mich nur auf den Film zu konzentrieren."

Dabei musste sich Craig mit einer Neuerung vertraut machen: Statt Martini nuckelt James Bond in "Skyfall" nun Bier aus seinem Glas. Na dann Prost!

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In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

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