Daniel Brühl

Daniel Brühl

Leben & Werk

Daniel Brühl wurde durch seine sensiblen fast melancholischen Männerrollen bekannt. Nach der Erfolgskomödie “Good Bye, Lenin!” (2003) schaffte die deutsche Schauspielhoffnung mit “Inglourious Basterds” (2009) und “The First Avenger: Civil War” (2016) den Sprung nach Hollywood.

Daniel Brühl: Biographie und Filme

Daniel Brühl wurde am 16. Juni 1978 in Barcelona als Sohn eines Regisseurs und einer spanischen Lehrerin geboren. Er besuchte nie eine Schauspielschule, trat jedoch bereits 1995 in der Vorabend-Soap “Verbotene Liebe” als Straßenjunge auf. Schon ein Jahr später spielte Brühl in dem TV-Drama “Pakt der Wölfe – Wenn Kinder töten” (1996) seine erste fordernde Hauptrolle. Sein Kinodebüt gab der vielversprechende Jungdarsteller in “Schlaraffenland” (1999). 2001 folgte der Jugendfilm “Nichts bereuen“, in dem Daniel Brühl für seine Klassenkameradin (Jessica Schwarz) schwärmt.

Danach rutschte Daniel Brühl in dem Drogen-Drama “Das weiße Rauschen” (2001) nach der Einnahme von „Magic Mushrooms“ in eine Psychose. Für diese einfühlsame Leistung wurde er mit dem Deutschen und Bayrischen Filmpreis belohnt. In dem Roadmovie “Vaya con Dios” (2003) verkörperte er einen Klosterschüler, der kurz nach der Wende auf Abenteuer geht. 2003 folgte mit “Good Bye, Lenin!” Brühls großer Durchbruch. Die Geschichte der Tragikomödie setzt direkt nach dem Mauerfall in Berlin. Dort spielt Brühl seiner kranken Mutter, die eine überzeugte Sozialistin ist, auf 79 Quadratmetern Plattenbau die heile DDR vor. Der Film wurde zum ungeheuren Publikumserfolg und brachte Brühl den deutschen Filmpreis ein.

Weitere Filme mit Daniel Brühl

In dem historischen Liebesdrama “Was nützt die Liebe in Gedanken” (2003) hatte Daniel Brühl einen Auftritt als introvertierter Abiturient Paul, der sich gemeinsam mit einem Schulfreund (August Diehl) kompromisslos auf die Suche nach dem Glück begibt – ein Wunsch, der historisch in der so genannten “Steglitzer Schülertragödie“ endete. Dabei verkörpert Brühl seine Paraderolle als nervöser junger Mann, der Probleme mit dem Erwachsenwerden hat und sich in das Abenteuer Leben stürzt. 2004 gab Brühl schließlich sein internationales Debüt in der britischen Produktion “Der Duft von Lavendel“ an der Seite von Judi Dench und Natascha McElhone.

Das politische Drama “Die fetten Jahre sind vorbei“ (2004) zeigte Daniel Brühl als Rebellen, der seinem Zorn über die soziale Ungerechtigkeit heraus lässt, indem er mit seinen Freunden nachts in den geordneten Villen der Reichen randaliert. Eine weitere europäische Großproduktion mit Daniel Brühl war 2005 das in Cannes gezeigte Kriegsdrama “Merry Christmas“. Danach spielte er in dem spanischen Historiendrama “Salvador – Kampf um die Freiheit” (2006) einen Freiheitskämpfer. In der deutschen Buddy-Komödie “Ein Freund von mir” (2006) mutierte er schließlich zum Workaholic, der vom Lebenskünstler Hans (Jürgen Vogel) aus seinem Alltagstrott gerissen wird.

Durchbruch in Hollywood: “Inglourious Basterds” und “Das Bourne Ultimatum”

2007 war Daniel Brühl in der französischen Komödie “2 Tage Paris” von und mit Julie Delphy zu sehen. Im selben Jahr konnte er in dem zweiten Teil der Action-Reihe “Das Bourne Ultimatum” an der Seite von Matt Damon auch in Hollywood brillieren. Das ZDF-Biopic “John Rabe” (2009) zeigte Brühl als Botschaftsrat Rosen, der eine dramatische Odyssee in China erlebt. Im selben Jahr spielte er im Historien-Schocker “Die Gräfin“ erneut neben Julie Delpy einen listigen Höfling. Im selben Jahr folgte sein bis dahin größtes Karrierehoch, als Daniel Brühl den Part des Nazi-Kriegshelden Fredrick Zoller in Quentin TarantinosInglourious Basterds“ übernahm.

In der Literatursatire “Lila, Lila“ (2009) lieferte er sich als verliebter Plagiator ein Schauspielduell mit Hannah Herzsprung. Das historische Drama “Der ganz große Traum” (2011) brachte Daniel Brühl ins 19. Jahrhundert, wo er als Englischlehrer den Fußballsport in Deutschland einführte. Im selben Jahr war er in dem spanischen Science-Fiction-Film “Eva” als Programmierer zu sehen. In dem Horrorfilm “Intruders” (2011) spielte Daniel Brühl schließlich an der Seite von Clive Owen.

Aktuelle Filme mit Daniel Brühl

2013 wurde Daniel Brühl in den hochkarätigen Cast des internationalen Politthrillers “Inside Wikileaks – Die fünfte Gewalt” aufgenommen, wobei er an der Seite von Benedict Cumberbatch, Moritz Bleibtreu und Alicia Vikander zu sehen war. Kurz darauf gelang Brühl der große Wurf mit dem Rennsport-Kracher “Rush“. Darin spielte er die Formel-1-Legende Nikki Lauda derart perfekt, dass er vom Original aus den Siebzigern kaum zu unterscheiden war. Für seine Leistung wurde er mit einer Golden Globe Nominierung geehrt und sogar als Oscar-Kandidat gehandelt.

Kurz darauf war Daniel Brühl in dem britischen Spionagethriller “A Most Wanted Man” (2014) zu sehen. Es folgte ein Auftritt in dem amerikanischen Biopic “Die Frau in Gold” (2015) mit Helen Mirren und Ryan Reynolds in den Hauptrollen. Brühl kehrte daraufhin zum deutschen Film zurück und spielte in der Buchverfilmung “Ich und Kaminski” (2015) einen arroganten Kunsthistoriker. Im selben Jahr folgte der historische Thriller “Colonia Dignidad“, in dem Daniel Brühl und Emma Watson zum vom Schicksal gebeutelten Paar werden. Zuletzt war er in dem amerikanischen Drama “Im Rausch der Sterne” als aufstrebender Restaurantbesitzer an der Seite von Bradley Cooper zu sehen. 2016 hat Daniel Brühl in der Comic-Verfilmung “The First Avenger: Civil War” als Bösewicht Baron Zemo einen weiteren großen Auftritt.

Daniel Brühl privat

Zwischen 2001 und 2006 war Daniel Brühl mit der Jessica Schwarz verlobt, die er auf dem Set von “Nichts bereuen” kennen gelernt hat. Seit 2011 ist er mit seiner Freundin Felicitas zusammen, die als Psychologin arbeitet. Das Paar hält sich, was ihr Privatleben angeht, eher bedeckt.

 

Daniel Brühl Auszeichnungen

Golden Globes

  • 2014 Nominierung als bester Nebendarsteller “Rush”

BAFTA Awards

  • 2014 Nominierung als bester Nebendarsteller “Rush”

Deutscher Filmpreis

  • 2002 Auszeichnung als bester Hauptdarsteller “Nichts bereuen”, “Das weiße Rauschen”, “Vaya con Dios”
  • 2003 Auszeichnung als bester Hauptdarsteller “Good Bye Lenin!”, “Elefantenherz”
  • 2003 Auszeichnung mit dem Publikumspreis als Schauspieler des Jahres

 

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