In Irland ist das Musizieren tief in der Volksseele verwurzelt. Kein Wunder, dass das kleine Land zu den größten Folk-Exporteuren der Welt zählt. Aus dem am Liffey gelegenen Örtchen Celbridge, 22 Kilometer von der Hauptstadt Dublin entfernt, stammt der Gitarrist, Sänger und Songschreiber Damien Rice, der mit seinem Album "O" (2003) international bekannt geworden ist. Rice kommt am 7. Dezember 1973 zur Welt, besucht in Celbridge die Schule und gründet auf dem College gemeinsam mit seinen Kommilitonen Paul Noonan, Dominic Philips und Brian Crosby 1991 die Band Juniper, die 1994 eine erste EP mit dem Titel "J-Plane" veröffentlicht. Der Nachfolger, "Manna", erscheint 1996. Kurz vor den Aufnahmen zum geplanten Album-Debüt für Polydor entschließt sich Rice 1999 gegen die Mainstream-Karriere und verlässt die Band, die unter dem Namen Bell X1 weiterbesteht. Er zieht nach Italien, spielt Akustikgitarre, schreibt Songs und reist als Straßenmusikant durch halb Europa. Nach seiner Rückkehr trommelt er eine Begleitband zusammen, mit der er im Großraum Dublin in Clubs und Cafés auftritt. Durch die Hilfe seines Cousins David Arnold erhält er die Möglichkeit, professionelle Aufnahmen zu machen. In der Besetzung Lisa Hannigan (Gesang, Gitarre, Bass), Vyvienne Long (Cello), Tom Osander (Percussion)und Shane Fitzsimons (Bass) spielt Rice sein Debütalbum "O" ein, das im Jahre 2003 mit dem begehrten Shortlist Music Prize ausgezeichnet wird. 2004 und 2005 bastelt er an einem Nachfolger, der mit "9" ebenso simpel betitelt wie der Erstling im November 2006 auf den Markt kommt. Nebenbei arbeitet Damien Rice medienwirksam mit Künstlern wie The Frames, Tori Amos, Herbie Hancock, Lisa Hannigan oder Glen Hansard zusammen und engagiert sich für die Freilassung der seit 2003 unter Hausarrest stehenden Burmesin Aung San Suu Kyi. Seine Songs "The Blower's Daughter" und "Cold Water" finden sich auf dem Soundtrack zum Kinofilm "Closer" (2004).