Englands Mann für alle Jahreszeiten, Kostüme und Leidenschaften - der Brite Colin Firth ist mit zwei Rollen zu einem kulturellen Markenzeichen... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max11/kuk11/kuk41/u1141025/b150x150.jpg Colin Firth
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Colin Firth

  • Geburtstag
    10.09.1960
  • Geburtsort
    Grayshott, Hampshire

Englands Mann für alle Jahreszeiten, Kostüme und Leidenschaften - der Brite Colin Firth ist mit zwei Rollen zu einem kulturellen Markenzeichen geworden, mit seinem Mr. Darcy in den Hitkomödien um "Bridget Jones" (2001, 2004), in denen er noch die zweite Geige spielte, und als Leading Man in seiner Oscar-nominierten Performance als "Single Man" (2009).

Sein Mr. Darcy hat seinen Namen vom auf der Insel als Sexsymbol angesehenen Mr. Darcy aus Jane Austens Roman "Stolz und Vorurteil"; Firth spielte ihn in der BBC-TV-Version des Stoffes (1994) und katapultierte sich so in die erste Riege britischer Schauspieler. Selbstironisch kommentierte er: "Da ich eher ein nichtssagendes Gesicht habe, kann man mich für den Film besser aussehen lassen - oder schlechter."

Meist besser, denn Firth bewies eine ausgezeichnete Hand bei der Wahl seiner Stoffe. Trotz Scarlett Johansson ist sein stets verschuldeter Maler Johannes Vermeer in "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" (2004) so einprägsam wie sein mit Kevin Bacon in Hassliebe um mehrere Geheimnisse verbundener 50er-Jahre-Show-Star Vince Collins in Atom Egoyans erotischem Meisterwerk "Wahre Lügen" (2005), das die Abgründe sichtbar macht, die Firth als erotischer wie moralischer Grenzgänger betritt.

Da hat er es als von seinen Kindern überforderter Vater und Witwer in "Nanny McPhee - Eine zauberhafte Nanny" leichter, denn da steht ihm als magisches Kindermädchen Emma Thompson zur Seite.

Firth bringt den ein Schwein vor Gericht verteidigenden mittelalterlichen Anwalt in "Pesthauch des Bösen" (1992) ebenso überzeugend wie den seine Beziehung wegen der Fußballleidenschaft und Clubtreue zu Arsenal London aufs Spiel setzenden Lehrer Paul in der Nick-Hornby-Adaption "Fever Pitch" (1996). Er ist hinreißend schüchtern als in sein portugiesisches Hausmädchen verliebter Schriftsteller in Richard Curtis' "Tatsächlich...Liebe" (2003), wo Hugh Grant, mit dem er sich in den "Bridget Jones"-Filmen um Renée Zellweger streitet, sein Premierminister ist. In Talkshows geben die Stars gern ihre "Bette Davis-Joan Crawford-Beziehung" auf dem Set zum Besten.

Colin Firth wurde 1960 in Grayshofft, Hampshire, geboren und lebte bis zu seinem fünften Lebensjahr in Nigeria. Zurück in Winchester bei den Eltern, der Vater Professor für Geschichte an der Universität, die Mutter Religionslehrerin, spielte Firth in der Schule als erste Rolle in einer Weihnachtspantomime den Jack Frost. Firth verließ die Oberstufe, nahm Schauspielunterricht und fiel als Hamlet und King Lear auf. Er wurde gefragter Bühnenschauspieler, so in London in Julian Mitchells Spionagedrama "Another Country", in dessen Filmversion er 1984 sein Spielfilmdebüt gab.

In Kostümfilmen spielte Firth 1989 in Milos Formans "Valmont" den titelgebenden Comte, den John Malkovich gleichzeitig in "Gefährliche Liebschaften", Stephen Frears' Version des berühmten Briefromans von Choderlos de Lanclos, verkörperte, sowie den Lord Wessex, Ehemann von Gwyneth Paltrow im Oscar-Sieger "Shakespeare in Love", den Hausfreund Jack in der Oscar-Wilde-Adaption "Ernst sein ist alles" (mit Reese Witherspoon) und den Aurelius im Abenteuerfilm "The Last Legion" (2006).

In der historischen Theaterverfilmung "Easy Virtue" gibt er gewohnt präzise den britischen Berufszyniker, der mit dem angeblich unmoralischen Treiben seiner Schwiegertochter auf ganz eigene Weise umgeht.

Firth erhielt zahlreiche Nominierungen für seine Theater-, TV- und Filmarbeit. Für seinen Auftritt als legendärer britischer König George VI, der seinen Sprachfehler bekämpfte um sein Volk auf den Kampf gegen Hitler einzuschwören, gewann er im zweiten Anlauf nach "A Single Man" hochverdient seinen ersten Oscar.

Firth hat mit der amerikanischen Schauspielerin Meg Tilly ("Valmont") einen Sohn (1990). Seit 1997 ist er mit der italienischen Dokumentarfilmerin Livia Giuggioli verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne und lebt in London und Italien.

  • Geburtstag
    10.09.1960
  • Geburtsort
    Grayshott, Hampshire
  • Geburtsland
    Großbritannien
  • Familie
    Mutter: Shirley Firth (1936, Lehrerin)
    Vater: David Firth (1934, Geschichtsprofessor)

    Schwester:
    Kate Firth (1961, Sprachtrainerin)

    Bruder:
    Jonathan Firth (1967, Schauspieler)

    Ehefrau:
    Livia Giuggioli (seit 21. Juni 1997)

    Lebenspartner:
    Jennifer Ehle (Schauspielerin, 1995)
    Meg Tilly (Schauspielerin, 1989 - 1994)

    Söhne:
    William (1990, von Meg Tilly)
    Luca (29. März 2001, von Livia Giuggioli)
    Mateo (25. August 2003 von Livia Giuggioli)
  • Autogrammadresse
    International Creative Management
    76 Oxford Street
    London U.K.
    WIN 1BS
  • Links
    http://hem.passagen.se/lmw/index.html (Fan-Seite)
"The Kings Speech 2" mit Colin Firth & Co.

Meistens sind es Action-, Horror- oder Comic-Spektakel, die Zahlen hinter dem Filmtitel tragen…

Großansicht Colin Firth kehrt in der Fortsetzung zu "The King's Speech" als schüchterner König George VI. zurück (Foto: Senator)

Colin Firth kehrt in der Fortsetzung zu "The King's Speech" als schüchterner König George VI. zurück (Foto: Senator)

"Transformers 3", "Saw 6", "Iron Man 2": Hollywoods Masche, eine Erfolgs-Story immer wieder neu aufzukochen, war bisher hauptsächlich dem Popcorn-Kino mit seinen schablonenhaften Helden und Fieslingen vorbehalten.

Doch nun kündigt sich eine Fortsetzung an, mit der eher nicht zu rechnen war, stand doch ein verklemmter Stotterer im Mittelpunkt des Geschehens von Teil 1: Der Publikumsliebling und Oscar-Abräumer "The King's Speech" bekommt einen zweiten Teil!

Colin Firth soll darin erneut als schüchterner King George VI. zu sehen sein, auch Geoffrey Rush gibt wieder dessen charismatischen, unkonventionellen Sprachtherapeuten. Helena Bonham Carter mimt erneut Georges Ehefrau Elizabeth und selbstverständlich steht auch Regisseur Tom Hooper wieder hinter der Kamera.

Aber wie setzt man den historischen Stoff inhaltlich fort? Ganz einfach - indem man in der Geschichte einen Schritt weiter geht. Ein Insider verrät:

Krieg betrifft alle

"Die Fortsetzung handelt von den Erfahrungen der Familien im Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt steht der Kontrast, wie diese globale Krise die Königsfamilie trifft und wie es dagegen der gewöhnlichen Familie von Georges Sprachtherapeuten ergeht. Das Projekt ist zwar noch sehr frisch, aber alle wollen unbedingt schnell damit vorankommen."

Treibende Kraft hinter der Idee einer Fortsetzung soll übrigens Colin Firth gewesen sein, der für seine bewegende Darstellung zu Recht seinen ersten Oscar als bester Hauptdarsteller gewann. Zudem wurde "The King's Speech" beim wichtigsten Filmpreis 2011 zum besten Film gekürt, Tom Hooper erhielt einen Goldjungen für die Regie, dazu wurde David Seidler für das Drehbuch geehrt.

Bleibt die Frage, ob die Fortsetzung von "The King's Speech" wie "Iron Man" & Co. ebenfalls einfach eine "2" hinter dem Titel verpasst bekommt oder ob ein ganz neuer Filmtitel her muss. Denn Ersteres geht natürlich nur, falls auch diesmal wieder eine wichtige Rede im Mittelpunkt des Films steht - fragt sich allerdings, welche das dann sein könnte…

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