Colin Firth

Colin Firth

Leben & Werk

Der smarte Brite wurde mit seiner Paraderolle als charmanter Gentleman in Liebesfilmen wie “Stolz und Vorurteil” oder “Bridget Jones” bekannt. Als stotternder König im Historienfilm “The King’s Speech” kann er sich schließlich den Oscar als bester Hauptdarsteller sichern.

Colin Firth und seine frühen Filme

Colin Firth wurde am 10. September 1960 in Grayshott, East Hampshire geboren. Seine Eltern, beide Professoren, mussten beruflich oft ins Ausland, weshalb Colin Firth und seine drei Geschwister unter anderem in Nigeria und St. Louis/Missouri aufgewachsen sind. Seine Schauspielausbildung absolvierte Firth im Drama Centre in London, auch „Trauma Centre“ genannt wegen den emotional fordernden Methoden. Kurz darauf folgte 1984 seine erste größere Rolle in dem Biopic “Another Country“, in dem er einen jungen Marxisten spielt.

 

Danach hat Colin Firth zahlreiche TV-Engagements, bis er 1987 in Pat O’Connors Literaturverfilmung “A Month in the Country” als traumatisierter Kriegsheimkehrer brilliert. In den folgenden Filmen “The Secret Garden” (1987), “Tumbledown” (1988) und “Apartment Zero” (1989) spielt Firth psychisch labile oder traumatisierte Figuren. Seine Rolle als dekadenter Aristokrat und eiskalter Verführer in Miloš Formans Literaturverfilmung “Valmont” bringt Colin Firth schließlich den Durchbruch. Er spielt sowohl in Historienfilmen wie “The Hour of the Pig” (1993) und “Circle of Friends – Im Kreis der Freunde” (1995), als auch in Thrillern wie “Playmaker” (1994) die Hauptrolle.

Colin Firth wird mit “Stolz und Vorurteil” zum Star

Die sechsteilige BBC-Serie “Stolz und Vorurteil” (1995) nach dem gleichnamigen Roman von Jane Austen gehört zu einem der größten Meilensteine in Firths Karriere. Als charmanter und etwas distanzierter Mr. Darcy wird er endgültig zum Star. Ein Jahr später spielt er in dem Oscar-prämierten Drama “Der Englische Patient” den betrogenen Ehemann an der Seite von Ralph Fiennes, Juliette Binoche, William Dafoe und Kristin Scott Thomas.

Kurz darauf verkörpert er in dem kultigen Liebesfilm “Shakespeare in Love” (1998) einen unsympathischen Aristokraten, der die schöne Viola (Gwyneth Paltrow) ihrer wahren Liebe William Shakespeare (Ralph Fiennes) ausspannen will. Mit “In „bester“ Gesellschaft – Eine Familie zum Abgewöhnen” (2000) und “Ernst sein ist alles” (2002) folgen zwei weitere humoristische Historienfilme, die sein Image als galanter Herzensbrecher prägen.

“Bridget Jones” macht Colin Firth zum Rom-Com König

Die turbulente, romantische Komödie “Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück” (2001) mit Renée Zellweger prägt Colin Firths Rollenprofil, der von nun an in romantischen Komödien als sympathischer „Love Interest“ auftritt. Es folgen leichtfüßige Komödien wie “Hope Springs – Die Liebe deines Lebens” (2001) mit Heather Graham und Minnie Driver oder “Was Mädchen wollen” (2003). In Richard Curtis` Episodenfilm “Tatsächlich ... Liebe” (2003) spielt Firth einen betrogenen Schriftsteller, der sich in seine portugiesische Haushälterin verliebt.

Gleichzeitig mimt Colin Firth auch ernstere Rollen, wie in dem Historienfilm “Das Mädchen mit dem Perlenohrring” (2003) mit Scarlett Johansson den berühmten Maler Vermeer. In dem Erotik-Thriller “Wahre Lügen” (2005) wird Firth in einen Mord verwickelt. Gleichzeitig bleibt er in dem Sequel der Erfolgskomödie “Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns” (2004) oder dem Fantasyfilm “Eine zauberhafte Nanny” (2005) seinem bisherigen Rollenprofil treu. In dem Historienfilm “Die letzte Legion” (2007) verkörpert Firth außerdem den römischen Heerführer Aurelius und in dem britischen Filmdrama “Die Zeit, die uns noch bleibt” (2007) einen unglücklichen Schriftsteller, der mit seinem distanzierten Vater hadert.

 

Später Ruhm als Charakterdarsteller

Nach zwei weiteren Komödien, “Mamma Mia!” (2008) und “Zufällig verheiratet” (2008), spielt Colin Firth in dem preisgekrönten Drama “A Single Man” (2009) einen homosexuellen College-Professor, der unter dem Tod seines langjährigen Partners leidet. Für seine Leistung wird er bei den Oscars 2010 als bester Hauptdarsteller nominiert. Kurz darauf folgte die Literaturverfilmung “Das Bildnis des Dorian Gray” (2009), in der Firth den dekadenten und skrupellosen Lord Henry Wotton verkörpert.

2010 folgt mit “The King’s Speech” (2011) Colin Firths bisher größter Triumph: In Tom Hoopers mehrfach, preisgekrönten Biopic spielt er König Georg VI., der eine Ansprache übers Radio halten soll und deshalb seine Sprachstörung mit Hilfe eines Sprachtrainers, gespielt von Geoffrey Rush, überwinden will. Firths Leistung als stotternder Thronfolger wurde 2011 mit dem Oscar für den besten Hauptdarsteller gewürdigt. Zuletzt war Colin Firth in dem britischen Spionagefilm “Dame, König, As, Spion” (2011) und der amerikanischen Kriminalkomödie “Gambit – Der Masterplan” (2012) mit Cameron Diaz und Alan Rickman.

Außerdem spielt er in der Woody Allen Komödie “Magic in the Moonlight” (2014) einen berühmten Magier und in dem britisch-amerikanischen Thriller “Ich. Darf. Nicht. Schlafen.” (2014) einen mysteriösen Ehemann. Im selben Jahr erfüllt sich Colin Firth einen lang gehegten Traum, als er in der Comiverfilmung “Kingsman: The Secret Service” einen Agenten mimen darf. Zuletzt ist Firth in dem Filmdrama “Genius” (2016) zu sehen gewesen, in dem er den Verleger Max Perkins verkörpert, der den talentiert aber ungestümen Schriftsteller Thomas Wolfe (Jude Law) zum literarischen Durchbruch verhelfen will.

Colin Firth privat

Colin Firth ist seit 1997 mit der italienischen Produzentin und Drehbuchautorin Livia Giuggioli verheiratet. Die beiden haben sich auf einem Filmset ineinander verliebt. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder und Firth noch einen Sohn aus erster Ehe. Der erfolgreiche Star unterstützt seit Jahren die Menschenrechtsorganisation „Survival International“, die die Rechte von indigenen Völkern schützen will. Zudem setzt er sich für die Rechte von Flüchtlingen und den Umweltschutz ein.

Colin Firth Auszeichnungen

Oscars

  • 2010 Nominierung als bester Hauptdarsteller “A Single Man”
  • 2011 Auszeichnung als bester Hauptdarsteller “The King’s Speech”

Golden Globes

  • 2010 Nominierung als bester Hauptdarsteller “A Single Man”
  • 2011 Auszeichnung als bester Hauptdarsteller “The King’s Speech”

BAFTA Awards

  • 1989 Nominierung als bester Hauptdarsteller “Tumbledown”
  • 1996 Nominierung als bester Hauptdarsteller “Stolz und Vorurteil”
  • 2002 Nominierung als bester Nebendarsteller “Bridget Jones”
  • 2010 Auszeichnung als bester Hauptdarsteller “A Single Man”
  • 2011 Auszeichnung als bester Hauptdarsteller “The King’s Speech”

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