Als ihr Debüt "Parachutes" im Februar 2002 mit dem Grammy als 'Best Alternative Rock Album" ausgezeichnet wurde, ließen sich erst die Dimensionen erkennen, die dieses Erstlingswerk angenommen hatte. Immerhin war "Parachutes" bereits im Sommer des Jahres 2000 erschienen, seitdem mit wahren Jubel-Arien überschüttet und neben etlichen anderen Preisen auch mit zwei Brit-Awards geehrt worden. Die britische Band, die einmal nicht zu Unrecht von sich behauptet hatte, dass ihr Album viel berühmter sei als sie selbst, hat den Brit-Pop tatsächlich zu neuen internationalen Weihen geführt. Mollige Melancholie und schlichte Schönheit waren die Grundpfeiler ihres Albums, das sich weltweit über fünf Millionen mal verkaufte, ein Fünftel davon allein in den USA. Binnen weniger Monate avancierten Coldplay vom kleinen Club-Act zum Headliner großer Rockfestivals. Mit ihrem zweiten Album "A Rush Of Blood To The Head" knüpften Chris Martin (Gesang, Gitarre, Piano), Guy Berryman (Bass), Jonny Buckland (Gitarre) und Will Champion (Schlagzeug), die sich 1996 am Londoner College kennen gelernt hatten, an den Erfolg des Debüts an. Nach einem Charts-Einstieg von null auf eins im September 2002, hielt sich die CD noch etliche Wochen in den deutschen Longplay-Charts, und selbst in den USA gelang der Gruppe der Einstieg in die Top Ten. Der Zweitling öffnete dem britischen Quartett endgültig das Tor in die erste Liga der internationalen Rockmusik, so dass sich Sänger Chris Martin schließlich tatsächlich auf Augenhöhe mit seinem erklärten Idol Bono von U2 befand. Coldplay waren eine der erfolgreichsten Bands der Welt geworden, die in ausverkauften Stadien weltweit die melodieseligen Massen begeisterte. Entsprechend groß war der Druck bei den Aufnahmen des dritten Albums. Wie Martin rückblickend erzählte, stand die Band ob der übergroßen Erwartungshaltung seinerzeit einige Male kurz vor der Auflösung. Doch die Krisen wurden überwunden, und Coldplay legten im Juni 2005 mit "X&Y" das wohl mit der größten Spannung erwartete Album des Jahres vor. Vor allem die Vorstandschefs der Coldplay-Plattenfirmen EMI konnten die VÖ kaum erwarten, schließlich hatten sie ihren Aktionären zuvor die schlechten Ergebnisse bei der Quartalsbilanz mit der Verzögerung der Coldplay-Produktion begründet. Diese Aussage veranlasste Chris Martin wiederum zu der Feststellung, Aktionäre seien "das größte Übel unserer Zeit". Musikalisch konnte die Band auf "X&Y" dessen ungeachtet einmal mehr überzeugen, was sich rasch durch erneut beeindruckende Charts-Platzierungen (Nummer eins u.a. in Deutschland, Großbritannien und den USA sowie in rund 15 weiteren Ländern) zeigte.
Gwyneth Paltrow wird Country-Star
Singen kann sie - und Gatte Chris Martin macht vor, wie es im Musikgeschäft läuft.
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Bald ein Countrystar: Gwyneth Paltrow (Foto: Kurt Krieger)
Gwyneth Paltrow wird in der Verfilmung des Musicals "Love Don't Let Me Down" die Hauptrolle spielen. Die Geschichte dreht sich um eine Countrysängerin, deren Karriere am Ende ist. Um wieder auf die Beine zu kommen, tut sie sich mit einem aufstrebendem Sänger zusammen.
Gemeinsam versuchen die beiden einen Neuanfang im Showgeschäft, werden aber immer wieder von missgünstigen Neidern in Form des Ex-Managers und Ehemanns sowie einer einstigen Schönheitskönigin behindert. Produziert wird der Film von Tobey "Spiderman" Maguire. Drehbeginn ist vorrausichtlich kommenden Januar in der Country-Hochburg Nashville, Tennessee.
Eigene Platte, nein danke
Für Gwyneth Paltrow dürfte dies die ideale Rolle sein, hat die Schauspielerin doch echtes Gesangstalent. Darüber hinaus ist sie als Gattin von "Coldplay"-Frontman Chris Martin mit dem Musikbusiness wohl bestens vertraut. Nach ihrem Auftritt in der Karaoke-Komödie "Traumpaare - Duets" war bei Gwyneth Paltrow sogar mal die Rede von einer eigenen Gesangskarriere. Es folgte ein Angebot für eine Platte - doch Paltrow hatte bald keine Lust mehr und gab das Ganze auf. Nur, wenn sie ihre eigenen Texte schreiben und singen könne, wäre ein Schritt in diese Richtung vorstellbar.