Clive Owen

Clive Owen

Leben & Werk

Clive Owen beschwört Vergleiche mit Humphrey Bogart, Sean Connery und Robert Mitchum herauf, weil er in seiner physischen Präsenz, dem entspannt lässigen, niemals launischen Auftreten und der lakonischen Haltung der ideale coole tough guy ist, einer, der wenig redet, sich durch Handeln definiert und als Gentleman und Gangster ein breites Rollenspektrum abdeckt.

Owen war in Großbritannien bereits ein TV-Star, als er in Mike Hodges’ “Croupier” 1998 seinen internationalen Durchbruch schaffte. In dem in Nordrhein-Westfalen in einem eigens errichteten Casino gedrehten Vexierspiel ist Owen in einer sensationellen Performance der Schriftsteller, der zum Croupier wird, die Kugeln zu beherrschen meint, einer erfahrenen Spielerin aufsitzt und doch im Finale in einer zynischen, für den Noir-Krimi typischen Wendung Sieger bleibt. Für Hodges (“Get Carter”) war er der perfekte Schauspieler, “vergleichbar nur mit Michael Caine”, was ihn dazu führte, mit Owen 2002 ein altes Projekt zu verfilmen: “I’ll Sleep When I’m Dead” erzählt die Story eines an Schlaflosigkeit leidenden Ex-Gangsters, der nach dem Mord an seinem kleinkriminellen Bruder nach London zurückkehrt, um Rache zu nehmen.

Seit 1986 war er in zahlreichen durch ihn geadelten TV-Produktionen zu sehen, u. a. an der Seite von Catherine Zeta-Jones (“The Return of the Native”, Regie: Jack Gold). Sein Spielfilmdebüt wurde 1990 Stephen Poliakoffs “Schließe meine Augen, begehre und töte mich” (BAFTA: Bester Britischer Film des Jahres), wo er mit Saskia Reeves eine inzestuöse Bruder-Schwester-Liebe lebt und sich nicht von ihr lösen kann. Nach weiteren TV- und Bühnen-Engagements fiel Owen in dem KZ-Drama “Bent” auf, wo er als homosexueller Max in Dachau in der geheimen Beziehung zu Mithäftling Horst innere Befreiung sucht.

Die Aufmerksamkeit für “Bent” und “Croupier” brachte Owen die Rolle des Killers in “Die Bourne-Identität” ein, der von Matt Damon erschossen wird, und die Arbeit mit der Schauspielerin Helen Mirren, mit der er in “Greenfingers” und “Gosford Park” spielte: in der Knast- und Resozialisierungskomödie einen Häftling, der mit anderen Knackis für die Top-Floristin Englands (Mirren) einen Vorzeigegarten anlegt, in Robert Altmans Gesellschaftspanorama den Butler Robert Parks, der mit seiner Herrschaft auf Gosford Park eingeladen ist und sich als illegitimes Kind des ermordeten Hausherren mit dessen der Hauswirtschaft vorstehenden Dame (Mirren) herausstellt.

Owen spielte im Bereich der neuen Medien in der als Videospiel veröffentlichten Produktion “The Darkening” und war in der unter dem Titel “The Hire” im Internet laufenden Serie von acht BMW-Filmen zu sehen, die u. a. von John Woo, Wong Kar-Wai, Ang Lee, John Frankenheimer, Guy Ritchie, Joe Carnahan, Alejandro González Inárritu und Tony Scott inszeniert wurden. Er ist dort der in jedem Film präsente Mietfahrer Clive, der einen Z4 Roadster fährt.

Mit der Titelrolle im von Jerry Bruckheimer produzierten Historienepos “King Arthur” gelang Owen endgültig auch der Durchbruch im US-Mainstream-Kino, nachdem er an der Seite von Angelina Jolie in “Beyond Borders” bereits eine Hauptrolle als engagierter Arzt gespielt hatte. In “Hautnah” ist er im Folgenden als Ehemann von Julia Roberts zu sehen, und auch in der spektakulären Comic-Adaption “Sin City” von Robert Rodriguez, die in Cannes 2005 im Wettbewerb lief, machte Owen neben vielen anderen Stars seine Aufwartung. Im Oscar-nominierten und preisgekrönten Science-Fiction-Thriller “Children of Men” (u. a. für die beste Kamera bei der Biennale) versucht Clive Owen die Menschheit zu retten, indem er eine schwangere Frau in Sicherheit bringt. Für seinen Verschwörungsthriller “The International” konnte Tom Tykwer den Briten gewinnen; der Genrefilm feierte seine Premiere auf der Berlinale 2009.

Zusammen mit der Schauspielerin Sarah-Jane Fenton, die er 1995 verheiratet, hat Clive Owen die beiden Töchter Hannah und Eve.

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