Christopher Plummer

Christopher Plummer

Leben & Werk

Der kanadische Schauspieler Christopher Plummer gehört zu den großen Gentlemen des Films, des Fernsehens und der Bühne; ein kultivierter, herrschaftlich auftretender und entschlossener, nachdenklicher und gepflegter Mime, der Worte sorgsam wählt, ist Plummer der einzige Schauspieler seiner Generation, der trotz seiner Verdienste und seines Bekanntheitsgrades nie für den Oscar nominiert wurde. Mit über 140 Film- und Fernsehrollen und noch mehr Bühnenrollen ist Plummer einer der Workaholics unter den Schauspielern. Die “New York Times” nannte ihn den “besten klassischen Schauspieler Nordamerikas”.

Der hochgewachsene, athletische Plummer debütierte 1958 im Film und wurde nach zahlreichen TV-Auftritten 1965/66 mit zwei Rollen weltberühmt: als Baron von Trapp in Robert Wises Musical “The Sound of Music – Meine Lieder – meine Träume” an der Seite von Julie Andrews, und in einer sensationellen Performance als englischer Meisterdieb Eddie Chapman, der im Zweiten Weltkrieg in “Spion zwischen den Fronten” von Romy Schneider als Agent hinter den feindlichen deutschen Linien ausgebildet wird und in ihrem Bett landet. Zu den wichtigsten Rollen der nächsten Jahrzehnte gehören sein Mörder-General in “Die Nacht der Generäle” (1967), der britische Hochkommissar im Politthriller “Der Haftbefehl” (1969), Fliegeras in “Luftschlacht um England” (1969), skrupelloser Bankräuber in “G – Silent Partner”, der englische Schriftsteller Rudyard Kipling, dem Sir Sean Connery und Michael Caine in John Hustons Meisterwerk des Abenteuerfilms “Der Mann, der König sein wollte” (1976) von einem fantastischen Reich im Himalaya berichten, der Penner in “Die Zeit der bunten Vögel” (1989), der Juwelendieb im dritten “Rosaroter Panther”-Film mit Peter Sellers, der Inka-Herrscher in “Der Untergang des Sonnenreiches”, der Herzog von Wellington in “Waterloo”, General Chang in “Star Trek VI”, Verleger und Vater von Michelle Pfeiffer im Horrorfilm “Wolf” (1994) und TV-Moderator und Interviewpartner in Michael Manns Politthriller “The Insider” (1999).

Seit der Jahrtausendwende nahmen die Rollen, in denen Plummer seine große Charakterisierungskunst nuanciert ausbreiten konnte, zu: Plummer war Psychiater von Russell Crowe in Ron Howards “A Beautiful Mind“, Zollbeamter in Atom Egoyans “Ararat”, Aristoteles in Oliver Stones “Alexander”, Führer der englischen Siedler in Terrence Malicks “The New World”, Chef des Ölkonzerns im Politthriller “Syriana”, Bankier und Kriegsgewinnler in Spike Lees Thriller “Inside Man” und Architekten-Vater von Keanu Reeves in “Das Haus am See“.

Christopher Plummer wurde 1929 in Toronto geboren. Er ist Urenkel des ehemaligen kanadischen Premierministers John Caldwell Abbott. Plummer wollte Konzertpianist werden, gab aber das Studium auf, als sich die Chance ergab, Theater zu spielen. Sein Broadway-Debüt gab er 1954 und ist seitdem in fast ebenso vielen Theatestücken aufgetreten wie in Filmrollen. Er wurde zwei Mal mit dem Emmy Award und zwei Mal mit dem Tony Award ausgezeichnet. Für seinen Sherlock Holmes in “Mord an der Themse” erhielt er 1979 den kanadischen Genie Award.

Christopher Plummer war in erster Ehe 1956 bis 1960 mit der Schauspielerin Tammy Grimes verheiratet. Aus der Verbindung stammt Tochter Amanda Plummer, die ebenfalls Schauspielerin (“Pulp Fiction”) wurde. In zweiter Ehe war Plummer mit Patricia Lewis verheiratet. Seit 1970 ist er mit der Tänzerin Elaine Regina Taylor verheiratet, die ihn von seinen Alkoholproblemen kurierte und mit der er auf einem weitläufigen herrschaftlichen Landsitz in Kanada lebt.

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