Christian Zübert

Christian Zübert

Leben & Werk

Deutscher Regisseur und Drehbuchautor. Als vielseitiger Drehbuchautor, der auch Stoffe anderer Autoren adaptiert, gehört Christian Zübert zu den versierten Dialogkünstlern. Er versteht es, Papierdeutsch zu vermeiden und überzeugend alltagsrealistische, Witz und Humor transportierende Dialoge zu schreiben. Er sagt dazu: “Schreiben ist wie permanent Hausaufgaben auf haben.” Als Regisseur inszenierte Zübert neben Fernseharbeiten die Kifferkomödie “Lammbock” (2001), den Jugendfilm “Der Schatz der weißen Falken” (2005) und das Buddy-Movie “Hardcover” (2008), die alle drei wegen ihrer Schauspielerführung gelobt wurden. Unter seiner Regie spielten Moritz Bleibtreu, Lukas Gregorowicz und Wotan Wilke Möhring einige ihrer besten Rollen.

Christian Zübert wurde 1973 in Würzburg geboren und studierte sechs Semester Germanistik, eine Zeit, die ihn in Berührung mit Autoren brachte, die er sonst nie gelesen hätte. 1997 zog er nach Köln und schickte Sönke Wortmann das Skript zu “Lammbock”, das auf eigenen Jugenderfahrungen basiert: Das war der Beginn der Zusammenarbeit mit Wortmanns Firma Little Shark, die seine drei Spielfilme produzierte. “Lammbock” und Dennis Gansels Komödie “Mädchen, Mädchen” (mit DIVA-Preisträgerin Karoline Herfurth, Felizitas Woll und Diana Amft) zu dem Zübert gemeinsam mit Maggie Peren (“Stellungswechsel”) das Drehbuch verfasste, wurden 2001 zu Überraschungserfolgen im Kino. Sie brachten Zübert, der 17 Episoden der Action-Krimi-Serie “Der Clown” (1998-2001) verfasst hatte, weitere Fernseharbeiten ein: Regie der Komödie “Echte Kerle?” (mit Christiane Paul und Möhring) und Bücher zur Hausbau-Comedy-Serie “Was nicht passt, wird passend gemacht” (3 Folgen, 2003), zum Fantasy-Abenteuer “Das Blut der Templer” (2004) und zur Komödie “Geile Zeiten” (2005).

In “Lammbock” betreiben Bleibtreu und Gregorowicz in Würzburg eine geheime Marihuana-Plantage im Wald und vertreiben den Stoff per Pizza-Service. In “Der Schatz der weißen Falken” erinnert sich ein Vater (Möhring) an seine Kindheit, als er mit Freunden in der fränkischen Schweiz auf die Spur einer legendären Bande kam. In “Hardcover” erlebt der Autor einer Groschenromanserie (Gregorowicz) mit einem Maulheld-Halunken (Mähring) komische Abenteuer im Düsseldorfer Kiezmilieu.

Als Script Doctor fungierte Zübert beim Berliner Szene-Drama “Fandango” und den nach Bestsellern entstandenen Komödien “Soloalbum” und “Vollidiot”; er schrieb das Co-Drehbuch zu Peter KahanesDie rote Zora” (nach dem Buch um die kroatische Waisenkinderbande) und das Drehbuch zu Sibylle Tafels Tragikomödie “Don Quixote – Gib niemals auf!” (TV, 2008), wo Christoph Maria Herbst als Ritter von der traurigen Gestalt einen deutschen Jungen durchs heutige Spanien begleitet.

Züberts “Der Schatz der weißen Falken” wurde 2005 auf dem Filmfest Hamburg mit dem Publikumspreis, auf dem Kinofest Lünen als Bester Kinder- und Jugendfilm und in Chicago von der Kinderjury mit der Verdienstauszeichnung geehrt.

Zübert ist Vater eines Jungen.

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