Er blödelte sich als bayerischer "Ranger" in "Der Schuh des Manitu" und mit "Mopsgeschwindigkeit" als Käpt'n Kork in "(T)Raumschiff Surprise" in Michael "Bully" Herbigs Erfolgsfilmen in die Kinogeschichte und wurde Kultstar und erfolgreicher Comedy Act. Christian Tramitz' Karriere ist eng mit der von Herbig verbunden, in dessen Sketch-Show "Bullyparade" (ProSieben) er mit Rick Kavanian zum Stamm der Schenkelklopfer gehört; aber Tramitz schafft auch allein komödiantische Höhenflüge und bereichert mit Gastauftritten als vertrottelter Jäger in "7 Zwerge - Männer allein im Wald" (2004) und "7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug" (2006) die deutsche Kino-Comedy-Landschaft.
Christian Tramitz wurde 1955 in München geboren, studierte nach seiner Ausbildung am Musikkonservatorium (Hauptfach: Geige) Kunstgeschichte, Philosophie und Theaterwissenschaften und jobbte nebenbei als Gläserspüler in Biergärten und als Aktmodell. Er nahm bei Ruth von Zerboni Schauspielunterricht und erhielt nach abgeschlossener Ausbildung ein Engagement am Stadttheater Ingolstadt. Mit Ingrid Steeger und Harald Leipnitz ging er auf Theatertourneen, wurde Ensemblemitglied der Düsseldorfer Kammerspiele. Herbig lernte er in einer Münchner Kneipe kennen und gehörte mit ihm zur Morgencrew des Senders Radio Gong, wo sie als Co-Autoren "Die Bayern Cops" entwickelten und, darauf aufbauend, die TV-Serie "Die Männer von der Isar 3".
1997 beginnt mit der "Bullyparade" (ProSieben, sechs Staffeln bis 2002) die TV-Karriere. Tramitz schafft mit Ranger, Käpt'n Kork, Kaiser Franz, Arnold Schwarzenegger, Robin und anderen Kultfiguren Ikonen der TV-Unterhaltung und ist glücklich über eine Gala bei kabel eins, auf der er die Laudation auf William Shatner (Käptn Kirk aus "Star Trek") hält. Herbig besetzt Tramitz in seinem ersten Kinofilm "Erkan & Stefan" in der Nebenrolle eines BND-Agenten, bis 2001 der Knaller "Der Schuh des Manitu" (12 Millionen Kinobesucher) sie in ungeahnte Höhen des Comedy-Ruhms schießt.
Im Alleingang bringt es Tramitz 2002 mit der Serie "Finanzamt Mitte" (SAT.1) auf 13 Folgen, 2004/05 auf zwei Staffeln mit der Sketch-Show "Tramitz and Friends" (ProSieben), 2002 unternimmt er für "Voxtours" eine Reise zu den Schauplätzen der Karl-May-Filme in Kroatien und 2005 nach Südafrika und Mosambik. Im Kino spielt er den tuntigen, fiesen Französischlehrer Monsieur Nouvelle in der Teeniekomödie "Französisch für Anfänger" (2006), gehört als Much Longer zum Ensemble von "Neues vom Wixxer" (2006) und ist die Stimme von Kaiser Franz im Animationsfilm "Lissi und der wilde Kaiser" (2006/07).
Tramitz ist Synchronsprecher und leiht seine Stimme u.a. Jackie Chan, Matt Dillon, John Cusack, Ben Stiller und David Schwimmer sowie Zeichentrickfiguren wie Asterix ("Asterix und die Wikinger") und Marlin, Vater von Nemo ("Findet Nemo").
Ende 2006 geht Tramitz mit dem Volksschauspieler Max Krückl als "Christian Tramitz & Max Krückl" drei Monate mit einem Kabarett-Theater-Comedy-Programm live auf Tournee.
Tramitz wurde mit zwei Bambis und zwei Deutschen Comedy Awards ausgezeichnet. Der Schauspieler, Enkel von Paul Hörbiger, Cousin von Mavie Hörbiger und Cousin zweiten Grades von Christiane Hörbiger, ist in zweiter Ehe seit 2004 mit der Aufnahmeleiterin Annette Göbel verheiratet. Das Paar hat eine Tochter. Aus seiner ersten Ehe stammen zwei Söhne.
Christian Tramitz spielt Jerry Cotton
Mit einer Auflage von über 850 Millionen Exemplaren gehören die Abenteuer von Jerry Cotton zu den erfolgreichsten Kriminalromanen weltweit.
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Wirft sich schon mal in Pose: Christian Tramitz (Foto: Constantin)
Nun darf der FBI-Agent endlich auch im Kino ermitteln: Comedian Christian Tramitz wird Jerry Cotton auf der großen Leinwand verkörpern. Cyrill Boss und Philipp Stennert, das Erfolgsduo hinter "Neues vom Wixxer", inszenieren die augenzwinkernde Actionkomödie. Die beiden schreiben auch das Drehbuch.
Jerry Cotton ist der Held einer mittlerweile 57 Jahre alten Krimireihe im Groschenromanformat. Darin erzählt er in der Ichform von seinen Erlebnissen als New Yorker FBI-Agent, der dem organisierten Verbrechen auf den Fersen ist. Knapp 2600 Fälle konnte er bisher lösen, die in 14 Sprachen übersetzt wurden und in über 50 Ländern gelesen werden.
Cotton ist Kult
Über 100 Autoren gaben sich bisher als Jerry Cotton aus und schrieben dem FBI-Mann unter Pseudonym seine Abenteuer auf den Leib. Um Delfried Kaufmann, den Erfinder der Reihe, hat der Verlag Bastei Lübbe lange ein Geheimnis gemacht. Erst 1998 wurde er von einem Journalisten enttarnt.
Jerry Cotton gilt als deutsche Antwort auf James Bond: Er trägt maßgeschneiderte Anzüge, fährt Jaguar und hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Obwohl Groschenromane von Kulturkritikern eher gering geschätzt werden, genießt der Agent Kultstatus, genau wie sein Raumfahrerkollege Perry Rhodan.
In den 60er-Jahren entstanden eine Reihe von B-Movies auf Basis der Jerry-Cotton-Romane. Damals schlüpfte der US-Schauspieler George Nader in die Rolle des FBI-Manns. Da über das Aussehen Jerry Cottons in den Romanen nicht viel verraten wird, prägte Nader die Vorstellung der Leser stark mit. Nun verleiht Christian Tramitz dem Agenten ein neues Gesicht.