Chris Kraus, Jahrgang 1963, studierte von 1991 bis 1998 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Der Journalist und Autor schrieb erst... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max02/bf02/bf29/b0229204/b150x150.jpg Chris Kraus

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Chris Kraus


  • Geburtsort
    Göttingen

Chris Kraus, Jahrgang 1963, studierte von 1991 bis 1998 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Der Journalist und Autor schrieb erst Drehbücher, u.a. für Rosa von Praunheims "Der Einstein des Sex" und Detlev Bucks "Liebes Luder", bevor er 2002 mit "Scherbentanz" nach eigener Romanvorlage sein Regiedebüt gab. Prompt erhielt er für das Drama den Bayerischen Filmpreis. Sein zweiter Spielfilm "Vier Minuten" (2006) wurde bei seiner Weltpremiere mit dem Hauptpreis des Festivals von Shanghai ausgezeichnet, der Auftakt für eine Reihe von weiteren, hochkarätigen Preisen wie dem Deutschen Filmpreis in Gold.

Der in Berlin lebende Kraus unterrichtet an verschiedenen Filmhochschulen Dramaturgie.

  • Geburtsort
    Göttingen
  • Geburtsland
    BRD

"Vincent will meer" - und bekommt zwei Lolas

Abgeräumt: Chris Kraus' "Poll" erhielt bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises vier Lolas, der sechs Mal nominierte "Drei" wurde drei Mal ausgezeichnet. Der Deutsche Filmpreis in Gold ging an "vincent will meer".

Großansicht Ausgezeichnet: "vincent will meer" erhielt den Deutschen Filmpreis in Gold, Hauptdarsteller Florian David Fitz bekam ebenfalls eine Lola (Foto: Constantin)

Ausgezeichnet: "vincent will meer" erhielt den Deutschen Filmpreis in Gold, Hauptdarsteller Florian David Fitz bekam ebenfalls eine Lola (Foto: Constantin)

"Vincent will meer" ist mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet worden. Hauptdarsteller Florian David Fitz erhielt darüber hinaus die Lola für die beste männliche Hauptrolle. Die Lola in Silber ging an "Almanya - Willkommen in Deutschland", dessen Drehbuchautorinnen Nesrin und Yasemin Samdereli in der entsprechenden Kategorie mit einer Lola geehrt wurden.

Den Deutschen Filmpreis in Bronze erhielt "Wer wenn nicht wir". Über die Regie-Lola durfte sich Tom Tykwer für den sechs Mal nominierten "Drei" freuen, der insgesamt drei Deutsche Filmpreise erhielt. Vier mal ausgezeichnet wurde Chris Kraus' "Poll", u.a. für die beste männliche Nebenrolle (Richy Müller). Als beste Hauptdarstellerin erhielt Sophie Rois die Lola für ihre Leistung in "Drei".

Kreative dürfen auf den Bernd Eichinger Preis hoffen

In seiner Eröffnungsrede gedachte Kulturstaatsminister Bernd Neumann dem verstorbenen Produzenten Bernd Eichinger: "Mit dem Tod von Bernd Eichinger verloren wir eine Legende des deutschen Films. Ihm ist es gelungen, mit Filmen wie "Der Name der Rose", "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders" oder "Der Untergang" das deutsche Kino weit hinaus in die Welt zu tragen. Erinnern wir uns an die Filmpreisverleihung hier vor einem Jahr und den sichtlich gerührten Bernd Eichinger, der an dieser Stelle den Ehrenpreis für sein Filmschaffen entgegennahm. Damals dachte ich, das ist doch viel zu früh, weil sein Lebenswerk noch längst nicht beendet schien."

Im Rahmen der Verleihung wurde auch bekannt gegeben, dass künftig alle drei Jahre der Bernd Eichinger Preis an Persönlichkeiten oder Teams, deren Arbeit sich durch kreative und leidenschaftliche Interaktion auszeichnet, vergeben werden soll.

Deutscher Filmpreis 2011 - alle Gewinner im Überblick:

Bester Spielfilm:
Deutscher Filmpreis in Gold: "Vincent will meer"
Deutscher Filmpreis in Silber: "Almanya - Willkommen in Deutschland"
Deutscher Filmpreis in Bronze: "Wer wenn nicht wir"

Bester Kinder- und Jugendfilm: "Chandani und ihr Elefant"

Bester Dokumentarfilm: "Pina"

Beste Hauptdarstellerin: Sophie Rois ("Drei")

Bester Hauptdarsteller: Florian David Fitz ("Vincent will meer")

Beste Nebendarstellerin: Beatriz Spelzini ("Das Lied in mir")

Bester Nebendarsteller: Richy Müller ("Poll")

Beste Regie: Tom Tykwer ("Drei")

Bestes Drehbuch: Nesrin und Yasemin Samdereli ("Almanya - Willkommen in Deutschland")

Beste Kamera/Bildgestaltung: Daniela Knapp ("Poll")

Bester Schnitt: Mathilde Bonnefoy ("Drei")

Bestes Szenenbild: Silke Buhr ("Poll")

Bestes Kostümbild: Gioia Raspé ("Poll")

Bestes Maskenbild: Kitty Kratschke, Heike Merker ("Goethe!")

Beste Filmmusik: Matthias Klein ("Das Lied in mir")

Beste Tongestaltung: Ansgar Frerich, Sabine Panossian, Niklas Kammertöns ("PianoMania")

Ehrenpreis: Wolfgang Kohlhaase

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