Charlie Sheen

Charlie Sheen

Leben & Werk

Der vor allem für zwei Oliver-Stone-Filme und die “Hot Shots”-Komödien bekannte US-Schauspieler stieg mit “Two and a Half Men” zum bestbezahlten Seriendarsteller auf und war zeitweise mehr mit privaten Drogenexzessen- und Gewaltausbrüchen in der Presse präsent statt mit seiner kreativen Arbeit.

Er gehörte zu den Jungstars in Hollywood, die in den 80er Jahren Karriere machten und als “Brat Pack” verschrieen waren, weil sie analog zum “Rat Pack” um Frank Sinatra private Touren vor die Filmarbeit stellten. Eine nationale Bedeutung wie das “Rat Pack” hatten die “neuen Wilden” jedoch weniger, weil die Umbruchzeit in der US-Filmindustrie das Interesse mehr auf die Produkte, als auf die teils auswechselbaren Schauspieler lenkte.

Charlie Sheen, 1965 als Carlos Irwin Estevez in New York geboren, wollte ursprünglich Baseballspieler werden, begleitete seinen Vater Martin Sheen zu den Dreharbeiten von “Apocalypse Now” auf die Philippinen und beschloss, Schauspieler zu werden.

Er debütierte 1984 in John Milius’ “Die rote Flut”, wo er sich mit einer paramilitärischen Teenie-Truppe gegen die kommunistische Invasion wehrt, und wurde durch Filme von Oliver Stone populär: In “Platoon” war er der junge G.I., der nach Vietnam geht und desillusioniert in die Heimat zurückkehrt, in “Wall Street” (in dem Martin Sheen seinen Film-Vater spielte) war er der erfolgsorientierte junge Banker, der von Gordon Gekko (Michael Douglas) in die Mechanismen des Geldmachens eingeweiht wird, später aber seinem Gewissen gehorcht.

Erfolge in der Baseball-Gurkentruppe “Die Indianer von Cleveland” und vor allem die beiden “Hot Shots”-Filme, in denen er an der Seite von Valeria Golino populäre US-Filmhits wie “Rambo”, “Top Gun”, “Susi und Strolch“, “Vom Winde verweht” oder “Die fabelhaften Baker Boys” parodiert, machten ihn ebenso beliebt, wie die Rolle des Aramis in “Die drei Musketiere” oder die des Fallschirmspringers in “Tödliche Geschwindigkeit“.

Später nahm Sheens Erfolg ab, er drehte relativ unglücklich viele Action-Filme der B-Kategorie (“Highway Heat“, “Storm”) und begann, für das Fernsehen zu arbeiten (“Spacecenter Babylon 5″).

Als Jugendlicher hatte Sheen mit Super-8 und Video experimentiert. Mit “One Family” drehte er, auch aus den Erfahrungen des Müllmann-Krimis “Men at Work” resultierend, einen Dokumentarfilm über Obdachlose. Außerdem führte er Regie bei einem Musikvideo mit Stevie Nicks. In dem Film “Tale of two Sisters” trägt er eigene Gedichte vor.

Zur Jahrtausendwende begann Charlie Sheen eine neue Karriere im Fernsehen. Bis 2002 stand er in der Sitcom “Chaos City” vor der Kamera. Für seine Rolle wurde er mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Zwei weitere Nominierungen folgten für seine Arbeit in der Sitcom “Two and a Half Men”. Die Rolle des leichtlebigen Junggesellen Charlie Harper brachte ihm noch mehr Popularität und ein beachtliches Einkommen. Die Serie verzeichnete über Jahre hinweg die höchsten Einschaltquoten in den USA und er avancierte zum höchstbezahlten amerikanischen TV-Star. Nach wiederholten Drogenskandalen, Callgirlepisoden, Gewaltausrastern und Auseinandersetzungen mit den Produzenten trennte sich Warner Bros. Television von seinem ausfällig werdenden Star.

2013 ist Sheen nach langer Leinwandabstinenz wieder im Kino zu sehen. Roman Coppola hat ihm die skurrile Komödie “Charlies Welt – Wirklich nichts ist wirklich” mit Sheen als Drogenfreund, schrägen Narziss und Frauenheld auf den Leib geschneidert. Einen selbstironischen Gastauftritt hat er an der Seite von Lindsay Lohan in “Scary Movie 5″, wie schon in Teil 3 und 4 zuvor.

Sheen hat drei gescheiterte Ehen hinter sich und ist Vater von fünf Kindern Seine Schwester Renée Estevez und Bruder Emilio Estevez sind ebenfalls Schauspieler.

Seine Schwester Renée Estevez und Bruder Emilio Estevez sind ebenfalls Schauspieler.

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