Catherine Deneuve

Catherine Deneuve

Leben & Werk

Die schönste Frau Frankreichs, die Sphinx mit der Aura der Unnahbarkeit – mit dem makellosen Äußeren, mit dem Flair der Verruchtheit unter der scheinbar kühlen Oberfläche und mit dem Eindruck der zeitweiligen Entrücktheit ist die 1943 in Paris geborene Catherine Deneuve eine der großen Diven des europäischen Films. Aufgrund ihrer kontrollierten Mimik, dem geheimnisvoll wirkenden Spiel, das stets nur die Spitze des Eisbergs ahnen lässt, ist Deneuve vorwiegend als großbürgerliche Frau eingesetzt geworden, die ungeahnte Leidenschaften in sich trägt.

Ihre entsprechend berühmteste Rolle ist die der distinguierten “Belle de Jour” (1966), der Halbtagsprostituierten in einem Luxusbordell. Regisseur Luis Bunuel ließ sie in “Tristana” eine ähnlich heißblütige Frau unter der Fassade der über den Dingen stehenden Bürgerin spielen. Doch ist Deneuves Rollenrepertoire wesentlich umfangreicher: Sie war herrische Prinzipalin und Hausfrau, die Kartoffeln schält (“Die schöne Lili”), ausgelassenes Mädchen und Mutter, Luder, Luxusweibchen eines Gangsters (“Wahl der Waffen“), Leiterin eines Theaters (“Die letzte Metro“), schizophrene Maniküre (“Ekel”), Plantagenbesitzerin (“Indochine”), Juwelenspezialistin (“Place Vendome”, Darstellerpreis in Venedig), mütterliche Freundin von Björk (“Dancer in the Dark“) und hinreißende Tänzerin in den Film-Musicals von Jacques Demy (“Die Regenschirme von Cherbourg“, “Die Demoiselles von Rochefort”), in denen sie an der Seite ihrer älteren Schwester Françoise Dorléac (1942-1967) auftrat.

Zu Deneuves schönsten Rollen gehören die Heiratsschwindlerin in “Das Geheimnis der falschen Braut“, die Aussteigerin in “Die schönen Wilden” und alle Figuren, die sie unter Lieblingsregisseur André Téchiné (“Diebe der Nacht“, “Schauplatz des Verbrechens”) verkörperte. Ihre erfolgreichste Rolle der letzten Jahre bildete eine der “8 Frauen” von François Ozon: Als mondäne Matriarchin lieferte sie sich eine Auseinandersetzung mit Fanny Ardant, die in einem der unglaublichsten Küsse der Filmgeschichte mündete.

Deneuve, die nie im Theater oder im Fernsehen auftrat, was die Starrolle festigte, war mit dem Fotografen David Bailey verheiratet. Sie hat einen Sohn von Regisseur Roger Vadim und eine ebenfalls schauspielernde Tochter Chiara von Marcello Mastroianni.

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