Carrie-Anne Moss

Carrie-Anne Moss

Leben & Werk

Als perfekt durchtrainierte Science-Fiction-Powerfrau Trinity in “Matrix”, die mühelos die virtuellen Zeit- und Raumebenen des Films in ihrem eng anliegenden Lacklederkostüm überwindet und den Erlöser-Hacker Neo (Keanu Reeves) auf das Raumschiff “Nebukadnezar” lockt, schrieb sich Carrie-Anne Moss auf Anhieb in die Filmgeschichte ein. Auch für die Teile zwei und drei der Trilogie der Wachowski-Brüder übernahm sie wieder die Rolle der Cyber-Rebellin. Moss stammt aus dem kanadischen Vancouver, wo sie 1967 geboren wurde und noch während der High School als Model arbeitete: “Ich war nie ein erfolgreiches Model. Es war wie ein Aushilfskellnerjob. Nichts anderes.” Den Model-Jahren folgte in Europa und später in den USA die Zeit der TV-Serien (“Dark Justice”, “Ein Mountie in Chicago”) und TV-Filme, bevor sie nach drei Action-Abenteuern (u.a. “New Blood”) ihre “Matrix”-Chance als Trinity erhielt, eine Figur, die Moss als “stark und verletzlich wie ich” bezeichnet. Ebenso stark wie die Trinity geriet ihr die Rolle der Wissenschaftlerin auf der Mars-Expedition in “Red Planet” an der Seite von Val Kilmer. Mit ihren graublauen Augen, dem vollen Mund und den ausgeprägten Backenknochen machte Moss in Filmen wie “Chocolat”, in dem sie als gestrenge Mutter vergeblich ihren Sohn dem Einfluss der Großmutter (Judi Dench) zu entziehen sucht, zuweilen einen hintergründig traurigen und desillusionierten Eindruck. In dem Krimipuzzle “Memento” spielt sie die vom Job ausgelaugte Kellnerin Natalie. Diese wird von dem Polizisten Teddy (Joe Pantoliano) angeheuert, um den den Mörder seiner Frau suchenden und unter Kurzzeitgedächtnisverlust leidenden Leonard (Guy Pearce) abzulenken, was weder ihr noch ihrem Partner gelingt.

Zu den grotesk überzeichneten Erwachsenen darf sich auch Moss in der Rolle der Jerri Falls in “Glück in kleinen Dosen” zählen, die in einem Schönheitswettstreit mit ihrer Tochter steht. Regiedebütant Arie Posin hat für seine neurotischen Figuren etliche Stars wie Glenn Close und Ralph Fiennes engagiert. In dem 2006 für den Goldenen Bären nominierten Drama “Snow Cake” verliebt sich Alex (Alan Rickman) in die von Moss gespielte Maggie, Lindas (Sigourney Weaver) Nachbarin. Weaver spielt eine autistischen Mutter, deren Tochter bei einem Autounfall zu Tode kam. Tragischerweise war Alex der Fahrer.

Carrie-Anne Moss ist seit 1999 mit Schauspielkollege Steven Roy verheiratet, mit dem sie auch einen gemeinsamen Sohn hat, der 2003 geboren wurde.

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