Woher hatte J.R.R. Tolkien bloß all die unglaublichen Ideen für Mittelerde, Elben, Zwerge, Hobbits und die "Herr der Ringe"-Saga?
Wie es überhaupt zu "Der Herr der Ringe" kam, hat sich Autor James A. Owen in den "Chroniken der Imaginarium Geographica" ausgedacht. (Foto: Warner, cbj)
Dieser Frage geht die Romanreihe "Die Chroniken der Imaginarium Geographica" nach. Darin finden vier junge Männer einen geheimnisvollen Atlas, der alle Länder zeigt, die in den Mythen und Legenden der gesamten Menschheit erwähnt werden. Als die vier diese fantastischen Welten in einem magischen Drachenschiff bereisen, sammeln sie dabei so viele unglaubliche Eindrücke, dass sie diese später zu Geschichten verarbeiten - als die berühmten Fantasy-Autoren J.R.R. Tolkien, H.G. Wells, C.S. Lewis und Charles Williams!
Eine ziemlich geniale Idee, eine fiktive Vorgeschichte um die vier beliebten Weltenschöpfer aufzuschreiben. Denn so tauchen darin natürlich auch deren schönste Ideen auf. Kein Wunder also, dass die Buchreihe nun auch verfilmt wird. Passenderweise nimmt dies einer der Koproduzenten der "Herr der Ringe"-Filme in Angriff: Rick Porras.
Porras hat sich die ersten beiden Bände der Fantasy-Reihe als Vorlage für seinen Film auserkoren. Insgesamt sollen wie bei "Harry Potter" sieben Bände der "Chroniken der Imaginarium Geographica" erscheinen, der fünfte ist momentan in Arbeit. In den beiden ersten Büchern "Wo Drachen sind" und "Die Suche nach dem Roten Drachen" bereisen die vier späteren Fantasy-Autoren das sogenannte "Archipel der Träume", das von zerstörerischen dunklen Mächten bedroht wird, und aus dem auf rätselhafte Weise alle Kinder entführt werden.
Sollte der erste Film ein Erfolg werden, warten ja dann praktischerweise noch fünf weitere Romane auf eine Verfilmung. Erschienen sind bereits "Der Indigo König" und "Die Schattendrachen", an "Der Drachenlehrling" arbeitet Autor James A. Owen gerade. Das Drehbuch zum ersten Film schreibt inzwischen Travis Wright, der auch am Skript zu "Eagle Eye - Außer Kontrolle" beteiligt war.
Die Messlatte liegt allerdings hoch, denn ein Film über die Inspirationen von J.R.R. Tolkien muss sich logischerweise den Vergleich mit Peter Jacksons Verfilmung von dessen Meisterwerk "Der Herr der Ringe" gefallen lassen ...