Bryan Singer

Bryan Singer

Leben & Werk

Er ist für zwei der “X-Men”-Comic-Adaptionen verantwortlich und hat dem “Superman”-Franchise, das durch die digitale Revolution wieder unter den Superhelden mitfliegt, neues Leben eingehaucht. Bekannt wurde Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Bryan Singer mit seinem zweiten Spielfilm “Die üblichen Verdächtigen”. Der Puzzle-Krimi um einen großen Coup und einen rätselhaften, gefürchteten Gangsterboss, in Rückblenden schachtelartig verknüpft, nutzt ein geflügeltes Wort im Titel und wurde selber zum Begriff. Der 1995 mit nur sechs Millionen Dollar und in 35 Drehtagen produzierte Thriller brachte Kevin Spacey den “Oscar” für die beste männliche Nebenrolle und Christopher McQuarrie den “Oscar” für das beste Drehbuch. Bryan Singer, 1965 in New York geboren, hatte als Jugendlicher mit 8-mm-Filmen experimentiert, die Kunsthochschule in New York und die Filmhochschule in Los Angeles besucht und 1993 mit seinem Independent-Film “Public Access” den Großen Preis der Jury in Sundance gewonnen.

Nach dem Erfolg des Krimis verfilmte Singer eine Kurzgeschichte von Horrorautor Stephen King: “Apt Pupil – Der Musterschüler” erzählt von einem Schüler, der entdeckt, dass der nette alte Mann von nebenan (Sir Ian McKellen) ein Ex-Nazi und Massenmörder ist. Wie in “Die üblichen Verdächtigen” setzt Singer auf Gewalt als “Kniff”. Singers erste Großproduktion “X-Men” stellt die Mutanten aus den Marvel-Comic-Books der 60er-Jahre als vielschichtige Charaktere vor und wurde auch wegen der Starbesetzung mit Hugh Jackman, Halle Berry, Famke Janssen, Sir Ian McKellen, Rebecca Romijn und Anna Paquin ein Welterfolg. Singer inszenierte das Sequel “X-Men 2” (2003; Singer hat einen Cameo-Auftritt als Gefängniswärter) und gab die Regie des dritten Teils an Brett Rattner ab, weil er sich mit “Superman Returns” (2006) einer weiteren Comic-Figur widmete und dem Franchise in mehrjähriger Arbeit neue Impulse gab: So schwankt Superman (Brandon Routh) zwischen Superkraft, Selbstsicherheit, Zweifeln und Schüchternheit, und so schleichen sich in die Story ungewohnt dunkle Töne ein.

Als Ausführender Produzent ist Bryan Singer seit 2004 für David Shores TV-Serie “Dr. House” verantwortlich, Krimis um den Außenseiter-Arzt Dr. Gregory House (Hugh Laurie, “Stuart Little“), der auf Virus-Infektionen spezialisiert ist. Bryan Singers Lieblingsfilm ist Steven Spielbergs “Der weiße Hai”, und er hat seine Firma BadHatHarryProductions nach einer Figur im Film genannt. Er ist Fan der “Star Trek”-Serien und hat in “Star Trek: Nemesis” einen Gastauftritt als Mitglied der Crew der Enterprise.

Bryan Singer ist Cousin der Schauspieler Lori Singer und Marc Singer.

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