Bryan Cranston

Bryan Cranston

Leben & Werk

Jahrelang war Cranston im Fernsehen in der Rolle des infantilen Familienvaters Hal in “Malcom mittendrin“ bekannt. Erst durch die AMC-Hitserie “Breaking Bad“ gelang dem Darsteller der späte Durchbruch. Seitdem gilt der oscarnominierte Cranston als einer der gefragtesten Schauspieler Hollywoods.

Die Anfänge

Bryan Lee Cranston wurde 1956 in San Fernando Valley als Sohn eines Schauspielers und Produzenten und einer Radiosprecherin deutsch-irischer Herkunft geboren. Er schloss die Canoga High School und das Los Angeles Valley College ab, spielte in San Fernando Valley Theater und trat in Werbespots für Honda, Kaffee, Kartoffelchips und Excedrin auf. Sein Debüt feierte der gebürtige Kalifornier 1968 in der US-Soap “Liebe, Lüge, Leidenschaft“ als Dean Stella. Als Erwachsener hatte er seine erste Rolle im Fernsehfilm “Meine Träume sind bunt“, allerdings wurde er nicht in den Credits erwähnt. Von dort an tauchte Cranston als Gast in zahlreichen TV-Formaten auf. Auf diese Weise konnte der Amerikaner Anfang 2000 mehr als 120 Rollen in Film und Fernsehen vorweisen. Als einer der vielbeschäftigten Nebendarsteller war er in Formaten wie zum Beispiel “Mord ist ihr Hobby“, “Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu“, als Nachbar Tim in “King of Queens“ oder Tim Whatley in “Seinfield“ zu sehen. Außerdem trat der Darsteller in erfolgreichen Serien wie “Babylon 5“, “Sabrina – total verhext“ oder “Akte X“ auf.

“Malcom mittendrin“ als Anfang etwas noch Größeren

Im Jahr 2000 schloss er sich dann dem Cast der neuen Comedy-Serie “Malcom mittendrin“ an, was sich nachfolgend als Glücksfall herausstellen sollte. Sein Charakter Hal war als naiver, trotteliger Familienvater mit dem Herzen am rechten Fleck von Beginn an Publikumsliebling und trug zur allgemeinen Beliebtheit der FOX-Comedy bei. Über sieben Staffeln hinweg wurde hier die Geschichte einer amerikanischen Familie der unteren Mittelschicht erzählt, die Cranston wieder auf den Schirm der Produktionsstudios brachte.

Der Mann mit der markanten Stimme konnte in der Folge sowohl Sprecherrollen für die Comedy-Serien “Family Guy“ und “American Dad“, als auch eine Beteiligung an den TV-Serien “Gefallene Engel“, wo er den Luzifer spielte, und “How I Met Your Mother“, wo er den nervigen Chef von Ted Mosby spielt, an Land ziehen. Außerdem gehörte Cranston dem Cast des Oscar-prämierten Independent-Films “Little Miss Sunshine“ an. War Cranston dem breiten Publikum bislang, insbesondere durch seine Rolle als Familienvater Hal, lediglich als Comedy-Darsteller bekannt, sollte sein nächsten Fernsehengagement diese Auffassung gehörig auf den Kopf stellen.

Später Durchbruch mit “Breaking Bad”

Mit der Rolle des Walter White in der AMC-Serie “Breaking Bad“ sollte sich Cranstons Reputation in Hollywood noch einmal grundlegend ändern. Nachdem Showrunner Vince Gilligan mit seinem Konzept zu “Breaking Bad“ noch bei einigen Senderchefs wegen des düsteren Stoffes auf verschlossene Türen gestoßen, sicherte sich der Kabelsender AMC, der bisher eher als Sender klassischer Filme bekannt war, die Rechte an der Serie. Da das Prostigeprojekt “Mad Men“ zu diesem Zeitpunkt bereits von Kritikern gefeiert wurde, überraschte dann die außerordentlich positive Rezeption “Breaking Bads” weniger als die Reaktionen auf Cranstons Schauspiel. Im Laufe der 5 Staffeln wurde Cranston für die Rolle des krebskranken Chemielehrers Walter White unter anderem mit vier Emmys als bester Hauptdarsteller im Bereich Drama ausgezeichnet, zusätzlich erhielt er einen Golden Globe im Jahr 2014. In seiner Ausnahmerolle porträtierte Cranston die Metamorphose eines langweiligen, aber friedliebenden Chemielehrers zu einem skrupellosen Boss eines Drogenimperiums.

Neben des Talents für das Schauspielen und Synchronsprechen bewies sich Cranston auch hinter der Kamera. So führte er bei sieben Episoden von “Malcolm mittendrin“ und bei drei Folgen von “Breaking Bad“ Regie.

Hollywood klopft an

Im Laufe des sagenhaften Erfolgs durch “Breaking Bad” klopften nun immer mehr Filmstudios an, um mit Cranston zusammenzuarbeiten. So spielte er 2011 zum Beispiel in Steven SoderberghsContagion“, in dem er einen Radiologen mimte und in Nicolas Winding RefnDrive“. Hinzu kommt die Rolle des Bürgerkriegscolonels in “John Carter“, die des Detectives in “Der Mandant“ an der Seite von Matthew McConaughey. 2012 war er dann als Bösewicht-Präsident der Föderation in dem Remake “Total Recall“ (2012) zu sehen, und auch im Oscar-prämierten Thriller “Argo“ von Ben Affleck nahm er als kanadische Botschafter eine politische Rolle ein.

Seither war der Charakterdarsteller Teil der von Godzilla aus dem Jahr 2014, das Remake des japanischen Klassikers von 1954. Einen weiteren Schritt auf dem Weg in den Hollywoodolymp legte Cranston 2015 mit der Darstellung in “Trumbo“, in dem er den gleichnamigen Drehbuchautor porträtierte, was ihm seine erste Oscarnominierung einbrachte. Er bewies außerdem erneut sein Talent für die Synchronisation, verlieh er doch “Li Shan“, dem Vater des Kung Fu Pandas Po, in “Kung Fu Panda 3” seine Stimme. Für 2016 war Cranston unter anderem im HBO-Drama “All the Way“, in der Komödie “Get a Job“ und James FrancosIn Dubious Battle“ zu sehen.

Bryan Cranston privat

Cranston war von 1977 bis zur Scheidung 1982 mit Schriftstellerin Mickey Middleton verheiratet. Sieben Jahre später nahm er dann Schauspielerin Robin Dearden zur Frau, die er 1986 auf dem Set der Serie “Airwolf“ kennengelernt hatte. Beide sind noch verheiratet und haben eine Tochter. Bryan Cranston liebt Baseball und Hawaii, spielt Schlagzeug und nahm an vier Marathonläufen teil. Man findet den Schauspieler auf Twitter und Facebook

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