Neben Marlon Brando in "Endstation Sehnsucht" trägt Bruce Willis das bekannteste verschwitzte und zerrissene Unterhemd der Filmgeschichte. In den... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max12/kuk12/kuk20/u1220028/b150x150.jpg Bruce Willis

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Bruce Willis


  • Bürgerlicher Name
    Walter Bruce Willis
  • Geburtstag
    19.03.1955
  • Geburtsort
    Idar-Oberstein, Rheinlandpfalz

Neben Marlon Brando in "Endstation Sehnsucht" trägt Bruce Willis das bekannteste verschwitzte und zerrissene Unterhemd der Filmgeschichte. In den vier Filmen der "Stirb langsam"-Reihe sowie zahllosen weiteren Action-Filmen war er der schlagfertige Cop oder Detektiv, der mit zynischen oder ironischen Sprüchen auf den Lippen das Genre der Action-Komödie ("Last Boy Scout") neu definierte und beruflich hart und aktiv, privat eher resignativ durch die Gewalt-Szenerie der Blockbuster stapft.

Willis war in den USA durch die TV-Serie "Das Model und der Schnüffler" an der Seite von Cybill Shepherd, einer Mischung aus Krimi und Screwball-Comedy, bereits beliebt, als er mit zwei Komödien von Blake Edwards ("Blind Date" und "Sunset") zum Film wechselte.

Neben Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger stieg er von da an als einer der erfolgreichsten Action-Darsteller zum Superstar auf. Die drei gründeten als Geschäftspartner die vor allem in den Anfangsjahren sensationell einschlagende Restaurant-Kette "Planet Hollywood". Zwischen seinen Action-Hits trat Bruce Willis auch in einigen spektakulären Misserfolgen auf, so in "Fegefeuer der Eitelkeiten", "Hudson Hawk" oder "The Color of Night" und bereicherte in ausgesuchten Nebenrollen kleinere Produktionen ("Nobody's Fool").

Willis' Hang zur phlegmatischen Selbstironie wie zuletzt in "Inside Hollywood", als er sich selbst parodierte, bricht die Heldenstrukturen sogar seiner Blockbuster wie "Armageddon", wo er die Welt vor einem Kometen rettet, angenehm auf und macht ihn zu einem sympathischen Schauspieler, der immer wieder ambitionierte, künstlerische Produktionen wie "Breakfast for Champions", den er auch produzierte, mit seinem Namen ermöglicht.

Er war in den paranormalen Thrillern von M. Night Shyamalan "The Sixth Sense" (1999) und "Unbreakable" (2000) als Kinderpsychologe und unverletzbarer Security Guard zu sehen, die beide mehr über die eigene Existenz erfahren, als ihnen lieb ist. Mit Billy Bob Thornton konkurrierte er 2001 in Barry Levinsons Gaunerkomödie "Banditen!" um Cate Blanchett und spielte 2002 in dem Kriegsdrama "Hart's War".

Mit seinem ehemaligen Agenten, Arnold Rifkin, als Partner engagiert sich Willis zunehmend über die gemeinsame Firma Cheyenne Enterprises auch als Produzent. So etwa neben "Hart's War" beim Dschungelabenteuer "Tränen der Sonne", in dem Willis Monica Bellucci retten muss, oder dem Cop-Thriller "Hostage". In die Rolle des Cops schlüpfte Willis erneut in dem Thriller "Hostage - Entführt", in der Robert-Rodriguez-Comicverfilmung "Sin City", die 2005 sogar im Cannes-Wettbewerb lief, sowie in den stark an "Nur 48 Stunden" erinnernden "16 Blocks", in der sein Detective Jack Mosley abgetakelt und versoffen daherkommt.

Mit "Stirb Langsam 4.0" schaffte er den Neustart in seiner bekanntesten Rolle, transportierte den Haudegen John McClane ins neue Millenium und traf die die Sehgewohnheiten der jüngeren Action-Fans ebenso sicher wie einst in den 80ern.

Mit dem SciFi-Thriller "Surrogates" wagte sich Willis erneut ins Mysteriöse, wenn er als Cop in einer Welt, in der die Menschen nur noch mit gedankengesteuerten, perfekten Ersatzkörpern durchs Leben gehen, einen Mordfall aufklären musste - und das zum ersten Mal seit Langem mit seinem eigenen, unperfekten Körper. Leichtere Töne schlug er in der Actionkomödie "Cop Out - Geladen und Entsichert" an, in der er als New Yorker Bulle seiner gestohlenen superwertvollen Baseball-Sammelkarte hinterherjagt. Auch "R. E. D. - Älter, härter besser" zeigte Willis von seiner komödiantischen Seite - obwohl das Agentenspektakel mit Helen Mirren als alternder Ex- Kollegin sowie John Malkovich als durchgeknalltem Paranoiker auch jede Menge Action zu bieten hatte. Das gilt auch für den Thriller "The Cold Light of Day", in der Willis seinen Filmsohn ("Tudors"-Star Henry Cavill) statt eines Urlaubes in die Spätfolgen seiner Agenten-Vergangenheit hineinzieht.

Einen der stärksten Auftritte seiner Karriere legt Willis für Wes Anderson im Cannes-Eröffnungsfilm "Moonrise Kingdom" hin, wenn er als Sheriff auf einer verschlafenen Insel vor der Küste Nordenglands der ausgerissenen Tochter einer schräg-kaputten Familie nachspürt.

Willis ist als Rockmusiker mit eigener Band tätig, hat zwei Alben aufgenommen und zwei Schallplatten als Stand-up-Comedian. Er war von 1987 bis 1999 in einer turbulenten Ehe mit der Schauspielerin Demi Moore verheiratet, mit der er drei Kinder hat. Seit März 2009 ist er mit dem Dessous-Model Emma Heming verheiratet.

  • Bürgerlicher Name
    Walter Bruce Willis
  • Geburtstag
    19.03.1955
  • Geburtsort
    Idar-Oberstein, Rheinlandpfalz
  • Geburtsland
    BRD
  • Familie
    Mutter: Marlene (geb. in Kassel, Deutschland)
    Vater: David (Mechaniker)

    Brüder:
    Robert (*1949, verst. 2001)
    David

    Schwester: Flo

    Ehefrau:
    Demi Moore (21.11.1987 - 18.10.2000)

    Töchter:
    Rumer Willis (von Demi Moore, 1988)
    Scout Larue (von Demi Moore, 1991)
    Tallulah Belle Willis (von Demi Moore, 1994)
  • Autogrammadresse
    c/o Cheyenne Enterprises
    406 Wilshire Boulevard
    Santa Monica, CA 90401
    USA
  • Links
    http://www.brucewillispl.com/ (Fan-Seite)

Bruce Willis möchte "Stirb langsam" toppen

"Stirb langsam" bedeutete für Bruce Willis den Durchbruch im Action-Genre. Die nachfolgenden Ableger der Reihe konnten dem Debüt leider nicht das Wasser reichen. Das soll sich mit "Stirb langsam 5" ändern.

Großansicht Lässt lieber andere langsam sterben: Bruce Willis (Foto: Kurt Krieger)

Lässt lieber andere langsam sterben: Bruce Willis (Foto: Kurt Krieger)

Bruce Willis' Kampfansage "Yippie-Ya-Yeah Schweinebacke" gehört zu den Klassikern der Filmzitate, genauso wie "Stirb langsam" zu den Kronjuwelen von Hollywoods Actionkino zählt.

Nach drei mehr oder weniger originellen Leinwandschlachten, in denen sich Bruno erfolgreich als New Yorker Ein-Mann-Armee John McClane bewährte, hat das Raubein Bock auf einen richtigen Knaller. Sein Antrieb ist klar: Er möchte unbedingt eine Fortsetzung auf die Reihe bringen, die genauso exzellent wie das Original ist.

Bisher war ihm das in den drei weiteren "Stirb langsam"-Abenteuern nicht gelungen.

Action ist immer noch das Ding von Bruce Willis

Dementsprechend unzufrieden ist der kürzlich wieder Vater gewordene Gilettescheitel: "Ich versuche nach wie vor einen genauso guten Film abzuliefern, wie der erste. Ich mag es, diese Filmfigur zu spielen." Willis weiß natürlich auch, dass die Uhr gegen ihn tickt: "Die Zeit wird kommen, wo ich das nicht mehr machen kann. Aber solange ich es noch kann - und ich kann immer noch rennen und runterfallen, rollen, die Straße herunterrennen, Dinge zertrümmern - habe ich noch Spaß daran, es zu machen."

Wo andere Kollegen in seinem Alter - 57 Jahre - bei Stuntfragen Kopfschmerzen bekommen, genießt Bruce seine taffe Arbeit: "Ich bekomme davon immer noch einen riesigen Kick. Ich habe einen Spaßjob." In "Die Hard 5" werden wir sehen, ob es ein zufriedenes Grinsen ist, das er uns bietet.

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