Down-Under-Top-Export Russell Crowe ist nicht zimperlich, wenn es ums Recht geht. Die Erfahrung machte auch Gladiator-Produzent Branko Lustig.
Dass Russell Crowe ein Hitzkopf und ein Raubein ist, liegt an seiner Herkunft. Schließlich ist es das Markenzeichen der Australier, nicht lange zu fackeln, wenn ihnen etwas nicht passt. Ein zünftiges Besäufnis und eine herzhafte Schlägerei gehören zum guten Ton in Down Under. Diese Erfahrung musste auch Gladiator-Produzent Branko Lustig machen. Zumindest, wenn wir den Aussagen glauben schenken dürfen, die der Filmemacher im Enthüllungsbuch "The Men Who Would Be King: An Almost Epic Tale of Moguls, Movies, and a Company called DreamWorks" von Autorin Nicole LaPorte über Russell Crowe macht.
"Gladiator" spielte 2000 weltweit über 450 Millionen Dollar ein und räumte fünf Goldmännchen bei der Oscarverleihung ab. Russell war außer sich vor Wut, als er von der miserablen Bezahlung einiger Assistenten am Set Wind bekam.
Der Australier drohte Lustig Gewalt an, falls er die Missstände nicht ändern würde. Im Buch schildert Lustig, was Crowe ihm sagte: "Du Motherfuc...! Ich werde dich mit meinen bloßen Händen töten!" Das saß. Lustig war dermaßen eingeschüchtert, dass er sofort beschloss, DreamWorks-Boss Steven Spielberg anzurufen und seinen Dienst mit den Worten zu quittieren. "Steven, ich bin raus. Russell möchte mich umbringen. Ich bin raus."
Eine Reaktion eines Sprechers von Russell Crowe ließ nicht lange auf sich warten.: "Mir kam zu Ohren, dass Amazon das Buch bereits reduziert hat. Raten sie mal warum." Gut möglich, dass mit dieser Geschichte der schleppende Vorverkauf des am 10. Mai in den USA erscheinenden Buches angekurbelt werden sollte.