Vom Teenie-Schwarm zum populären Weltstar gelang Brad Pitt eine außergewöhnliche Filmkarriere. Der blonde, hochgewachsene und sportliche... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max11/kuk11/kuk22/u1122010/b150x150.jpg Brad Pitt
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Brad Pitt

  • Bürgerlicher Name
    William Bradley Pitt
  • Geburtstag
    18.12.1963
  • Geburtsort
    Shawnee, Oklahoma

Vom Teenie-Schwarm zum populären Weltstar gelang Brad Pitt eine außergewöhnliche Filmkarriere. Der blonde, hochgewachsene und sportliche Schauspieler hatte jahrelang mit seinem blendenden Aussehen zu kämpfen, doch Mitte der 90er-Jahre wurden auch seine guten schauspielerischen Leistungen endlich anerkannt. Pitt spielt in Blockbustern wie "Troja" ebenso wie in risikoreichen Produktionen, im Independent- und Arthouse-Kino ("Babel") wie in Genrefilmen ("Ocean's Eleven" und Fortsetzungen). Seine Verbindungen mit Hollywoods Traumfrauen sorgen regelmäßig für Schlagzeilen.

William Bradley "Brad" Pitt wurde 1963 in Shawnee, Oklahoma, als Sohn einer Baptistenfamilie geboren, die Wert auf religiöse Erziehung legte, wuchs in Springfield auf und studierte nach Abschluss der Highschool an der University of Columbia Journalismus und Werbung, was er später in der Fernsehserie "Glory Days", in der er einen jungen Journalisten spielte, gewinnbringend umsetzen konnte. Pitt gehörte dort der Studentenverbindung Simga Chi an.

Ein Jahr vor dem Abschluss gab er das Studium auf, verheimlichte es den Eltern und zog nach Los Angeles, wo er kleine Auftritte in TV-Serien, darunter einen Zehn-Sekunden-Auftritt in "Dallas" absolvierte. Pitt schlug sich als Kellner, Limo-Verkäufer und in Hähnchen-Verkleidung für die Restaurant-Kette "El Pollo Loco" durch. Ein Werbespot für Levis-Jeans sorgte für den endgültigen Karriereschub.

Als Pitt, der bei Roy London Schauspielunterricht nahm, als charmanter Tramper Geena Davis in "Thelma & Louise" verführt, wird er über Nacht zum James Dean der 90er-Jahre hochgejubelt. Mit Filmen wie "Interview mit einem Vampir" (Golden Globe-Nominierung) oder als Robert Redfords Alter Ego in "Legenden der Leidenschaft" festigte er seinen Ruf als "Sexiest man alive" (People Magazin 1994, 1995 und 2000), steuerte aber gleichzeitig mit schlampigem Aussehen und Auftreten in "True Romance" und "Kalifornia" (als Serienmörder) gegen, um nicht als Sex-Symbol verheizt zu werden.

Nach der Zusammenarbeit mit Regisseuren wie David Fincher und Terry Gilliam für "Sieben" (als nervöser, ehrgeiziger und aggressiver junger Polizist auf Serienmörderjagd) und "Fight Club" als Champion der Schläger) sowie "12 Monkeys" (als psychopathischer Insasse einer Irrenanstalt der Zukunft) war diese Gefahr jedoch beseitigt: Pitt hat bewiesen, dass mehr in ihm steckt und er fähig ist, auch im Charakterfach zu bestehen.

Steven Soderbergh holte ihn als einen von George Clooneys Spießgesellen für die Gaunerkomödien "Ocean's Eleven" (wo er als Running Gag in jeder neuen Szene etwas anderes isst) beziehungsweise "Twelve" und "Thirteen" vor die Kamera, und in Wolfgang Petersens "Troja" übernahm er die Rolle des antiken Helden Achilles.

Pitt festigte seine Karriere an der Seite von Angelina Jolie in "Mr. & Mrs. Smith" (2005) als Profikiller-Ehepaar, das jeweils nichts vom Beruf des anderen ahnt und aufeinander angesetzt wird. Parallel dazu zeigte er in Alejandro Gonzalez-Inarritus "Babel" als Mann, der seine von einer verirrten Kugel angeschossene Ehefrau (Cate Blanchett) in der marokkanischen Wüste retten will, eine kontrollierte reife Leistung.

Darstellerisch weiter gereift präsentierte sich Brad Pitt im fast meditativen Western "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" und erreichte mit seiner Rolle eines rückwärts Alternden in "Der seltsame Fall des Benjamin Button" - erneut mit David Fincher im Regiestuhl - einen Karrierehöhepunkt.

Erdig-brachial forderte er Nazi-Skalps in Quentin Tarantinos Satire "Inglourious Basterds" und bewies in "Burn After Reading", wie man intelligent einen geistig Minderbemittelten spielt.

Höchstes Lob heimste Brad Pitt dann für seinen Auftritt als strenger Vater von Sean Penn im episch-philosophischen Seins-Drama "The Tree of Life" von Kinomagier Terrence Malick ein. Das anspruchsvolle Baseballdrama "Moneyball" blieb wegen des in Deutschland bekanntermaßen schwierigen Themas hinter den Erwartungen zurück. Auch der Thriller "Killing Them Softly" mit Pitt als coolem Vollstrecker eines Gangster-Syndikats, der zwei Kleinganoven jagt, die eine Pokerrunde der organisierten Unterwelt ausgenommen haben, war eher ein Geheimtipp, ebenso wie das Horror-Spektakel "World War Z" von Bond-Regisseur Marc Forster.

Im Thriller "The Counselor" von Star-Regisseur Ridley Scott gibt Pitt nun einen höchst zwielichtigen Cowboy im Umfeld des titelgebenden Anwalts, der ins Drogengeschäft hineingerät.

Brad Pitt war mit seinen Filmpartnerinnen Juliette Lewis ("Kalifornia") und Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow ("Sieben") liiert und von 2000 bis 2005 mit Jennifer Aniston (Star von "Friends", wo er einen Gastauftritt hat) verheiratet. Nach der Scheidung heiratete er Angelina Jolie, das Paar hat insgesamt sechs leibliche bzw. Adoptivkinder.

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