Seit Birgit Minichmayr 2001 auf der Berlinale als "Shooting Star" ausgezeichnet wurde, hat die Österreicherin eine beeindruckende Karriere auf der... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max06/kuk06/kuk39/u0639048/b150x150.jpg Birgit Minichmayr

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Birgit Minichmayr


  • Geburtstag
    03.04.1977
  • Geburtsort
    Linz

Seit Birgit Minichmayr 2001 auf der Berlinale als "Shooting Star" ausgezeichnet wurde, hat die Österreicherin eine beeindruckende Karriere auf der Theaterbühne und vor der Filmkamera hingelegt.

Birgit Minichmayr wurde am 3. April 1977 in Linz in Oberösterreich geboren. Nach der Matura absolvierte sie eine Ausbildung am renommierten Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Direkt im Anschluss erhielt sie ein Engagement am Wiener Burgtheater. Im April 2004 war sie in Frank Castorfs "Gier nach Gold" auf den Ruhrfestspielen in Recklinghausen zu sehen, einer Co-Produktion mit der Volksbühne Berlin, zu der Minichmayr seit 2004 als festes Ensemblemitglied gehörte. Neben ihrer Theaterkarriere war Birgit Minichmayr auch auf der Kinoleinwand erfolgreich. 2000 gab sie in "Abschied - Brechts letzter Sommer" ihr Kinodebüt. Ein Jahr später spielte sie eine Stenotypistin in István Szabos "Taking Sides - Der Fall Furtwängler" und wurde dafür auf der Berlinale 2001 zum "Shooting Star" gekürt. Zu den weiteren Filmen mit Birgit Minichmayr zählen Oliver Hirschbiegels "Der Untergang", Tom Tykwers Roman-Adaption "Das Parfum" und Doris Dörries "Kirschblüten - Hanami". Daneben ist die Österreicherin noch immer regelmäßig auf der Theaterbühne zu sehen. Einen Abstecher ins Musikbusiness machte sie 2008 als sie gemeinsam mit "Die Toten Hosen"-Frontmann Campino die Ballade "Auflösen" aufnahm.

Birgit Minichmayr wurde für ihre schauspielerischen Leistungen mehrfach ausgezeichnet. Sie erhielt unter anderem 2004 den Nestroy Theaterpreis und 2009 auf der Berlinale den Darstellerpreis für ihre Rolle in Maren Ades Film "Alle Anderen". Die österreichische Schauspielerin pendelt derzeit zwischen Wien und Berlin.

  • Geburtstag
    03.04.1977
  • Geburtsort
    Linz
  • Geburtsland
    Österreich

Sensations-Bär für Peru und "Alle Anderen"

Das sprengte jeden Rahmen...

Großansicht "Alle anderen": Zank im Urlaub, humorvoll inszeniert und bärenwürdig! (Foto: Prokino)

"Alle anderen": Zank im Urlaub, humorvoll inszeniert und bärenwürdig! (Foto: Prokino)

Der Goldene Bär bei der 59. Berlinale ging überraschend an das experimentelle peruanische Doku-Drama "La Teta Asustada" über eine Frau mit einer mysteriösen, mit der Muttermilch übertragenen Krankheit. Großer Gewinner war die Komödie "Gigante" über einen dicklichen Supermarkts-Wachmann, der eine Putzfrau anhimmelt. Der Film aus Argentinien, Uruguay und Deutschland wurde gleich dreifach gewürdigt, unter anderem mit dem Großen Preis der Jury, den er sich mit der zweifach ausgezeichneten Beziehungsdramödie "Alle Anderen" über Pärchenzank im Urlaub teilte.

Die emotionalsten Momente bei der von Katrin Bauerfeind moderierten Preisverleihung gehörten den Schauspielern. Der Gewinner des Silbernen Bären für seine Performance in Rachid Boucharebs "London River" hatte die längste Redezeit: Sotigui Kouyaté erzählte gewitzt drei Geschichten. Birgit Minichmayr, Bären-Gewinnerin für "Alle Anderen", zeigte sich ebenfalls sehr gerührt und die Hauptdarstellerin von "La Teta Asustada", Magaly Solier, bedankte sich gar singend und auf Ketschua. Jurypräsidentin Tilda Swinton kündigte die Jurypreis-Gewinner souverän auf deutsch an.

Gute Nachrichten für den Todesboten

Den Silbernen Bären für die Regie erhielt der iranische Filmemacher Asghar Farhadi für sein Drama "Darbareye Elly", den Silbernen Bären für das beste Drehbuch "The Messengers", in dem Woody Harrelson Todesnachrichten im Irak gefallener US-Soldaten überbringt. Darsteller Ben Foster nahm den Preis für den abwesenden Regisseur und Drehbuchautor Oren Moverman entgegen. Als Bester Erstlingsfilm wurde "Gigante" geehrt.

Insgesamt wurde also - wie von der Jury zuvor angekündigt - insbesondere das politische Kino gewürdigt. Und wie in den letzten Jahren triumphierten Beiträge aus Lateinamerika. Aber auch das deutsche Kino kam nicht zu kurz: Unter den deutschen Preisträgern ist Hans-Christian Schmids "Sturm" über das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, der mit dem Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater, dem Amnesty International Filmpreis und dem Leserpreis der "Berliner Morgenpost" ausgezeichnet wurde.

Aller Klagen über einen schwachen Wettbewerb zum Trotz verzeichnete das Festival mit 270.000 verkauften Tickets einen Besucherrekord. Der gelang vor allem dank der neuen, großen Location, dem Friedrichstadtpalast.


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