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 |  | | Geburtstag: 21.09.1950 | Geburtsort: Wilmette, Illinois (USA)
| "Ich bin ein Spinner - aber nicht NUR ein Spinner." |
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IM KINO

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FOTOSHOW
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Portrait
Verträumter Ex-Geisterjäger
Einst war Bill Murray dauergrinsender Klamauk-König, Geisterjäger, Murmeltiergrüßer - und trieb als Superdiva ganz Hollywood in den Wahnsinn. Inzwischen ist der 1.90 Meter große Mime mit den Glitzeraugen in Würde ergraut - und hat sich mit einem einzigen Film ein ganz neues Image erspielt: den melancholischen Clown mit ausdruckslos-vielsagendem Blick.
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"Der Amerikaner" heißt Bill Murrays Figur in der Gangstermeditation "The Limits of Control" schlicht - und sein Auftritt hat′s in sich... (Foto: Tobis) |
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Bill und seine Kumpels machten Fachchinesich wie "Ektoplasma", "Protonenstrahler" und "Paralleldimension" zum sprachlichen Allgemeingut (Foto: Warner) |
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Aktueller Film: Widerling in "Limits of Control"
Er ist die Lösung eines zweistündigen Rätsels. Seit "Broken Flowers" ist Murray gut mit Jim Jarmusch gut befreundet und darf nun in dessen Gangster-Meditation "The Limits of Control" mit seinem kurzen Schlussauftritt einem verrätselt-poetischen Roadmovie die geniale finale Pointe verpassen. Mehr soll hier nicht verraten werden...

Der Durchbruch: "Er hat mich vollgeschleimt!"
Protonenstrahler, leidendes Grinsen und Ekel vor Ektoplasma: Die Rolle des Dr. Peter Venkman in "Ghostbusters" machte Bill Murray zur Kultfigur. Dabei sollte der Part eigentlich an John Belushi gehen, Murrays Kollegen aus der genialen Comedy-Show Saturday Night Live, in der sich Murray die ersten Sporen im Showbiz verdient hatte. Doch so klingt den Fans der verrückten Fantasy-Komödie noch heute im Ohr: "Whoyougonnacall? Bill Murray!!"

Bill privat: Tickende Zeitbombe
Dan Aykroyd verpasste Bill am Set von "Ghostbusters" den Spitznamen "Murricane" wegen seiner legendären Launenhaftigkeit. Murray improvisiert viel vor der Kamera, weicht ständig vom Drehbuch ab und bringt damit alle aus der Fassung. Robert De Niro brach er am Set von "Sein Name ist Mad Dog" gar versehentlich die Nase. Beim Dreh zu "Broken Flowers" soll Bill mit dem Messer auf einen störenden Techniker losgegangen sein. Murray dazu: "Wenn mir so etwas widerliche Menschen vom Leib hält, soll es mir Recht sein."
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Bill ist ein Einzelgänger, lebt zurückgezogen nördlich von New York, hat keinen Agenten, keinen PR-Mann, keinen Manager, keinen Anwalt - eigentlich undenkbar als Hollywoodstar. Seine zweite Frau Jennifer Butler verließ ihn im Juni 2008 wegen seiner angeblichen Abhängigkeit von Alkohol und Marihuana, wegen Sexsucht und Gewaltausbrüchen. Murray ist Sportfanatiker, lässt sich Satellitenfernsehen am Set in seine Verträge schreiben, um die Spiele seiner Lieblingsteams aus Chicago zu verfolgen. Er besitzt selbst mehrere Baseballteams und golft leidenschaftlich - als Kind verdiente er sich wie seine acht Geschwister die Schulgebühren als Caddy. Damals litt er unter schwerer Akne, die Spuren sind heute noch zu sehen. Seinen Beruf sieht Murray nüchtern: "Das viele Geld kriegen wir fürs Reisen, die Einsamkeit im Hotel und den Ärger, den man als Prominenter hat - und bestimmt nicht fürs Schauspielen!"

Reifeprozess: Lauter Clown und leiser Zweifler
Hinter dem Spaßmacher aus "Ghostbusters" steckte wohl schon immer ein Melancholiker. Das zeigte sich bereits bei Murrays zweitem Riesenerfolg "Und täglich grüßt das Murmeltier". Murray wollte den Film eigentlich als "philosophische Meditation", Regisseur und "Ghostbusters"-Kumpel Harold Ramis aber eine spritzige Komödie. Ramis setzte sich durch, doch die Freundschaft war damit beendet. Murray hat die Rolle als Han Solo in "Star Wars" abgelehnt, weil sie ihm "zu dämlich" war. Stillere Auftritte in "Ed Wood" oder "Rushmore" deuteten schon darauf hin, was ihm Sofia Coppola später als neues Image auf den Leib schrieb: In "Lost in Translation" glänzt Murray neben Scarlett Johansson als stiller Grübler, ein Rollentypus, der ihm eine Oscar-Nominierung brachte und den er in "Broken Flowers" und "Die Tiefseetaucher" verfeinerte. Überraschend hat Murray dennoch für "Ghostbusters 3" zugesagt, in dem aber eine jüngere Generation von Geisterjägern vorgestellt werden soll, die die Serie dann weiterführt.

Liebesgeschichte:
- Verheiratet mit Jennifer Butler von Juli 1997 bis Juni 2008, vier Kinder
- Verheiratet mit Mickey Kelley von Januar 1981 bis 1994, zwei Kinder
- (Angeblich) Romanzen mit "Ghostbusters"-Kollegin Sigourney Weaver, Moderatorin Joan Lunden ("Good Morning America") und Schönheitskönigin Crystle Stewart

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