Anführer der "Ghostbusters", Bosley der neuen "Engel für Charlie", Millionär und "Rushmore"-Absolvent Mr. Blume, "Murmeltier"-Reporter und... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max12/kuk12/kuk20/u1220026/b150x150.jpg Bill Murray

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Bill Murray


  • Bürgerlicher Name
    William James Murray
  • Geburtstag
    21.09.1950
  • Geburtsort
    Wilmette, Illinois

Anführer der "Ghostbusters", Bosley der neuen "Engel für Charlie", Millionär und "Rushmore"-Absolvent Mr. Blume, "Murmeltier"-Reporter und Psychoanalytiker der "Royal Tenenbaums": Bill Murray, mit den Jahren eine der amerikanischen Komödien-Ikonen geworden, gehört zu den beliebtesten Schauspielern der Welt. Mit stoischem und verschmitztem Blick, unruhig flackernden Augen und dem in Slow-Burn-Situationen perfektionierten Timing des Spätzündens wurde Murray unverwechselbar und eine Art lakonischer modern-urbaner Buster Keaton. Zuweilen lethargisch wirkend, aber mit blitzgescheitem Verstand, legt Murray Rivalen locker aufs Kreuz. Sollte er tatsächlich mal ins Hintertreffen geraten, bringen ihn coole Cleverness und spitzbübischer Charme wieder nach oben. Murray spielt oft sperrig und störrisch, als müsse er seine Wirkung insgeheim beobachten, was eine schöne Distanz augenzwinkernder Heiterkeit mit leicht melancholischem Touch ermöglicht.

1950 in Wilmette, Illinois, geboren, studierte Murray Medizin und stieß in Chicago zum Ensemble "Second City", das Erfolg in Radio und TV hatte und ihn und seine Generationskollgen Bruder Brian Doyle-Murray, John Belushi, Harold Ramis, Dan Aykroyd und Gilda Radner zur TV-Comedy-Show "Saturday Night Live" brachte, für die er mehrfach mit einem Emmy ausgezeichnet wurde. Murrays erste Spielfilme waren Campus-Komödien wie "Babyspeck und Fleischklösschen", Militärklamotten wie "Stripes - Ich glaub', mich knutscht ein Elch" und die Golfer-Komödie "Caddyshack", durch die er die Bekanntschaft mit Regisseur Ivan Reitman machte, der später die "Ghostbusters"-Filme um erfolgreiche Gespensterjagd in New York inszenierte. Als Zimmergenosse von Dustin Hoffman in "Tootsie" weitete Murray sein Spektrum aus, glänzte im Cameo als sadomasochistischer Zahnarztpatient in "Little Shop of Horrors" und feierte nach einer Durststrecke mit Harold Ramis' Zeitschleifen-Komödie "Und täglich grüßt das Murmeltier" 1993 seinen größten Erfolg. Die zum Klassiker gewordene Romanze an der Seite von Andie MacDowell sieht ihn als zynisch-abgebrühten Reporter, der erst durch ein Liebesgeständnis aus seiner Zeitfalle erlöst wird.

Murray wagte ungewöhnliche Parts, so den durch den Weltkrieg traumatisierten Helden in "Auf Messers Schneide" oder den Gangster, der Robert De Niro in "Sein Name ist Mad Dog" gängelt und beschützt. Er trotzte als Patient des Grauens dem Psychiater Richard Dreyfuss in "Was ist mit Bob?", war Polonius in der "Hamlet"-Version von 2000, parodierte Hitchcocks Agentenfilme in "Agent Null Null Nix", veredelte komische Horrorfilme wie "Scrooged" und "Ed Wood" und machte aus dem Anwalt, der in dem Thriller "Wild Things" eine Halskrause als Tarnung nutzt, eine Glanzleistung ironischer Abwehrtaktiken. Drei Mal stand er für den jungen Regisseur Wes Anderson vor der Kamera: in "Rushmore" als Millionär Mr. Blume, der sich mit einem 15-jährigen Schüler eines der merkwürdigsten surrealen Duelle um die Gunst einer Lehrerin liefert, als gutmütiger Neurologen-Gatte in "Die Royal Tenenbaums", der vor dem Nervenzusammenbruch steht, und als Kapitän und Meeresforscher in "Die Tiefseetaucher". In "Lost in Translation" (2003) ist Murray ein abgehalfterter, in Japan gestrandeter US-Star, der sich mit Whiskey-Werbefilmen über Wasser hält; schlaflos in Tokio lernt er eine junge Amerikanerin kennen, mit der er die Nacht in Gesprächen verbringt, die offenbaren, wie sein Leben aus dem Ruder gelaufen ist. 2003 war er einer der Anekdotenerzähler in Jim Jarmuschs Koffein- und Nikotinhymne "Coffee and Cigarettes", mit dem er auch den Publikumsliebling in Cannes 2005, "Broken Flowers", drehte. Außerdem betätigte er sich als Synchronsprecher und lieh "Garfield", dem dicken, chronisch faulen Kater seine Stimme. Murrays einzige Regiearbeit "Quick Change" erzählt von einem kuriosen Banküberfall im Clownskostüm. Außerdem ist er Autor des erfolgreichen Buches "Cinderella Story: My Life in Golf."

  • Bürgerlicher Name
    William James Murray
  • Geburtstag
    21.09.1950
  • Geburtsort
    Wilmette, Illinois
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Mutter: Lucille Murray
    Vater: Edward Murray

    Geschwister:
    Brian Doyle-Murray (Schauspieler)
    Joel Murray (Schauspieler)
    John Murray (Schauspieler)
    Fünf weitere Geschwister

    Ehefrauen:
    Margaret Mickey Kelley (1981 - 1994)
    Jennifer Butler (seit 1997)

    Söhne:
    Homer (von Margaret Mickey Kelley)
    Luke (von Margaret Mickey Kelley)
    Jackson (von Jennifer Butler)
    Cal (von Jennifer Butler)
    Cooper (von Jennifer Butler)
    Lincoln (von Jennifer Butler)
  • Autogrammadresse
    c/o Creative Artists Agency
    9830 Wilshire Blvd
    Beverly Hills, CA 90212
    USA

Bill Murray doch in "Ghostbusters 3"?

Bill Murray, demnächst in "Moonrise Kingdom" zu sehen, hat möglicherweise doch Lust auf "Ghostbusters 3".

Großansicht Kann man noch an eine Rückkehr von Dr. Peter Venkman glauben? (Foto: Warner)

Kann man noch an eine Rückkehr von Dr. Peter Venkman glauben? (Foto: Warner)

Lange ging es mit Bill Murray und "Ghostbusters III" hin und her: Der Schauspieler ließ sich lange bitten, hielt die gesamte Mannschaft auf und gab dem dritten Teil zum Schluss doch eine Absage. Nun sieht es ganz so aus, als ob Murray sich möglicherweise umentschieden hat. Bei einer Pressekonferenz zu seinem nächsten Film "Moonrise Kingdom" erklärte Murray auf die Frage, wie er zum dritten Geisterjägerteil steht, dass er durchaus eine Möglichkeit für seine Rückkehr sehe.

Das nun verwirrt die Fans total, denn erst im März dieses Jahres ließ Dan Aykroyd, Murrays Freund, Kollege und treibende Kraft hinter "Ghostbusters", verkünden, dass Murray auf keinen Fall wieder mitmachen möchte: "Bill Murray wird den Film nicht machen", so Aykroyd, der für eine Zustimmung förmlich auf Knien zu dem Star rutschte.

Was wären die "Ghostbusters" ohne Bill Murray?

Warum sein Kumpel keine Lust mehr auf den Geisterspaß hat, konnte Aykroyd damals auch nur vermuten: "Er hat sechs Kinder, besitzt Häuser in ganz Amerika und tritt bei diesen Golfturnieren an, wo man ihn dafür bezahlt, lustig zu sein. Er liebt dieses Leben. Ich weiß, wir hätten eine Menge Spaß bei 'Ghostbusters 3' haben können, aber ich kann ihm nicht böse sein. Er ist zuallererst ein Freund und zweitens ein Kollege."

Wie es nun mit dem dritten Teil von "Ghostbusters" weiter geht, bleibt abzuwarten. Ayrkoyd teilte zuletzt mit, dass man Bill Murrays Rolle auch noch nachträglich eingebauen könnte, sollte der Schauspieler noch seine Meinung ändern. Bis dato müsse man eben den Part von Dr. Peter Venkman aus dem Drehbuch streichen.

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