Anführer der "Ghostbusters", Bosley der neuen "Engel für Charlie", Millionär und "Rushmore"-Absolvent Mr. Blume, "Murmeltier"-Reporter und... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max07/kuk07/kuk36/u0736003/b150x150.jpg Bill Murray

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Bill Murray


  • Bürgerlicher Name
    William James Murray
  • Geburtstag
    21.09.1950
  • Geburtsort
    Wilmette, Illinois

Anführer der "Ghostbusters", Bosley der neuen "Engel für Charlie", Millionär und "Rushmore"-Absolvent Mr. Blume, "Murmeltier"-Reporter und Psychoanalytiker der "Royal Tenenbaums": Bill Murray, mit den Jahren eine der amerikanischen Komödien-Ikonen geworden, gehört zu den beliebtesten Schauspielern der Welt. Mit stoischem und verschmitztem Blick, unruhig flackernden Augen und dem in Slow-Burn-Situationen perfektionierten Timing des Spätzündens wurde Murray unverwechselbar und eine Art lakonischer modern-urbaner Buster Keaton. Zuweilen lethargisch wirkend, aber mit blitzgescheitem Verstand, legt Murray Rivalen locker aufs Kreuz. Sollte er tatsächlich mal ins Hintertreffen geraten, bringen ihn coole Cleverness und spitzbübischer Charme wieder nach oben. Murray spielt oft sperrig und störrisch, als müsse er seine Wirkung insgeheim beobachten, was eine schöne Distanz augenzwinkernder Heiterkeit mit leicht melancholischem Touch ermöglicht.

1950 in Wilmette, Illinois, geboren, studierte Murray Medizin und stieß in Chicago zum Ensemble "Second City", das Erfolg in Radio und TV hatte und ihn und seine Generationskollgen Bruder Brian Doyle-Murray, John Belushi, Harold Ramis, Dan Aykroyd und Gilda Radner zur TV-Comedy-Show "Saturday Night Live" brachte, für die er mehrfach mit einem Emmy ausgezeichnet wurde. Murrays erste Spielfilme waren Campus-Komödien wie "Babyspeck und Fleischklösschen", Militärklamotten wie "Stripes - Ich glaub', mich knutscht ein Elch" und die Golfer-Komödie "Caddyshack", durch die er die Bekanntschaft mit Regisseur Ivan Reitman machte, der später die "Ghostbusters"-Filme um erfolgreiche Gespensterjagd in New York inszenierte. Als Zimmergenosse von Dustin Hoffman in "Tootsie" weitete Murray sein Spektrum aus, glänzte im Cameo als sadomasochistischer Zahnarztpatient in "Little Shop of Horrors" und feierte nach einer Durststrecke mit Harold Ramis' Zeitschleifen-Komödie "Und täglich grüßt das Murmeltier" 1993 seinen größten Erfolg. Die zum Klassiker gewordene Romanze an der Seite von Andie MacDowell sieht ihn als zynisch-abgebrühten Reporter, der erst durch ein Liebesgeständnis aus seiner Zeitfalle erlöst wird.

Murray wagte ungewöhnliche Parts, so den durch den Weltkrieg traumatisierten Helden in "Auf Messers Schneide" oder den Gangster, der Robert De Niro in "Sein Name ist Mad Dog" gängelt und beschützt. Er trotzte als Patient des Grauens dem Psychiater Richard Dreyfuss in "Was ist mit Bob?", war Polonius in der "Hamlet"-Version von 2000, parodierte Hitchcocks Agentenfilme in "Agent Null Null Nix", veredelte komische Horrorfilme wie "Scrooged" und "Ed Wood" und machte aus dem Anwalt, der in dem Thriller "Wild Things" eine Halskrause als Tarnung nutzt, eine Glanzleistung ironischer Abwehrtaktiken. Drei Mal stand er für den jungen Regisseur Wes Anderson vor der Kamera: in "Rushmore" als Millionär Mr. Blume, der sich mit einem 15-jährigen Schüler eines der merkwürdigsten surrealen Duelle um die Gunst einer Lehrerin liefert, als gutmütiger Neurologen-Gatte in "Die Royal Tenenbaums", der vor dem Nervenzusammenbruch steht, und als Kapitän und Meeresforscher in "Die Tiefseetaucher". In "Lost in Translation" (2003) ist Murray ein abgehalfterter, in Japan gestrandeter US-Star, der sich mit Whiskey-Werbefilmen über Wasser hält; schlaflos in Tokio lernt er eine junge Amerikanerin kennen, mit der er die Nacht in Gesprächen verbringt, die offenbaren, wie sein Leben aus dem Ruder gelaufen ist. 2003 war er einer der Anekdotenerzähler in Jim Jarmuschs Koffein- und Nikotinhymne "Coffee and Cigarettes", mit dem er auch den Publikumsliebling in Cannes 2005, "Broken Flowers", drehte. Außerdem betätigte er sich als Synchronsprecher und lieh "Garfield", dem dicken, chronisch faulen Kater seine Stimme. Murrays einzige Regiearbeit "Quick Change" erzählt von einem kuriosen Banküberfall im Clownskostüm. Außerdem ist er Autor des erfolgreichen Buches "Cinderella Story: My Life in Golf."

  • Bürgerlicher Name
    William James Murray
  • Geburtstag
    21.09.1950
  • Geburtsort
    Wilmette, Illinois
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Mutter: Lucille Murray
    Vater: Edward Murray

    Geschwister:
    Brian Doyle-Murray (Schauspieler)
    Joel Murray (Schauspieler)
    John Murray (Schauspieler)
    Fünf weitere Geschwister

    Ehefrauen:
    Margaret Mickey Kelley (1981 - 1994)
    Jennifer Butler (seit 1997)

    Söhne:
    Homer (von Margaret Mickey Kelley)
    Luke (von Margaret Mickey Kelley)
    Jackson (von Jennifer Butler)
    Cal (von Jennifer Butler)
    Cooper (von Jennifer Butler)
    Lincoln (von Jennifer Butler)
  • Autogrammadresse
    c/o Creative Artists Agency
    9830 Wilshire Blvd
    Beverly Hills, CA 90212
    USA

So geriet Bill Murray in die "Murmeltier"'-Zeitschleife

Ein Fluch, ein Kuss und dazwischen liegen viele Jahre: Pünktlich zum "Groundhog Day" wurden die letzten Geheimnisse aus "Und täglich grüßt das Murmeltier" gelüftet.

Großansicht Und täglich grüßt Bill Murray das Murmeltier. Aber warum? Und wie lange? (Foto: Sony)

Und täglich grüßt Bill Murray das Murmeltier. Aber warum? Und wie lange? (Foto: Sony)

Gerade eben fand in den USA der tradionelle Murmeltiertag statt. Wie bei uns "Dinner for One" an Silvester gehört dort zum "Groundhog Day" der Filmklassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier". Darin erlebt Bill Murray, gefangen in einer Zeitschleife, den Murmeltiertag immer wieder aufs Neue.

Für die Fans der Komödie - und wer ist das nicht - blieben allerdings einige Fragen offen: Wie und warum gerät Phil Connors (Bill Murray) in diese Zeitschleife? Wie lange steckte er drin und wie kam er wieder heraus? Diese Geheimnisse hat nun Eddie Deezen gelüftet. Die erhellenden Informationen finden sich im zweiten Entwurf des Drehbuches von "Und täglich grüßt das Murmeltier". Dieser war, wie Deezen sagt, sehr nahe an der endgültigen Fassung.

"Am Anfang kommt darin Phils Freundin Stephanie vor. Von ihr hat er sich auf eine sehr kaltherzige Weise getrennt, deshalb ist sie wütend", erzählt Eddie Deezen. "Später, als er sich in Punxsutawney schlafen legt, benutzt sie seine Visitenkarten und seine kaputte Armbanduhr - die um 05:59 Uhr stehen blieb - für einen Spruch aus dem Buch "101 Flüche und Verwünschungen für den Hausgebrauch". Das setzt das Thema von "Und täglich grüßt das Murmeltier" in Gang - es waren keine keine höheren Mächte, sondern nur eine verbitterte Exfreundin und ihr kleines Buch."

Ein Kuss und Bill Murrays Kalender war wieder in Ordnung

Und wie konnte Bill Murray entkommen? "Das war der Kuss, den er am Ende des Films von Andie MacDowell bekam. Genau wie in einem Märchen brach dieser den Bann", verrät Eddie Deezen und auch, wie lange dieser den armen Phil gefangen hielt: 10.000 Jahre hätte ihm Regisseur Harold Ramis einmal erzählt, um sich dann später auf 10 Jahre zu korrigieren.

Am vergangenen Donnerstag, dem "Groundhog Day", sagte übrigens Phil in Punxsutawney einen noch sehr langen und harten Winter voraus. Ganz anders sehen das seine Murmeltier-Kollegen General Beauregard Lee aus Georgia und Buckeye Chuck aus Ohio - sie versprechen, dass schon bald der Frühling kommt.

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