Amerikanischer Regisseur und Kameramann. Bennett Miller wurde 2006 schlagartig ein Name mit dem Biopic "Capote", das die Jahre schildert, in denen der gefeierte Schriftsteller Truman Capote ("Frühstück bei Tiffany") an der Docu-Fiction "In Cold Blood - Kaltblütig" arbeitet. Während sieben Jahren Recherche schließt Capote (Philip Seymour Hoffman) Freundschaft mit einem der beiden wegen Mord an einer Farmerfamilie zum Tode verurteilten Killer, das Werk gerät zur Sisyphus-Arbeit. Hoffman wurde für seine epochale One-Man-Show mit dem Oscar geehrt, der Film mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet; Regisseur Miller, der den Film in 36 Drehtagen aufgenommen hatte und bei den Academy Awards gegen Ang Lee ("Brokeback Mountain") verlor, war mehrfach als Bester Regisseur nominiert und erhielt den Preis der Kritiker von San Diego, Toronto und den Gotham Film Award.
Bennett Miller wurde 1966 in New York als Sohn jüdischer Eltern geboren. Im Alter von zwölf Jahren begann er mit der Super-8-Kamera zu filmen. Auf der High School war er Klassenkamerad seines späteren Drehbuchautors Dan Futterman und lernte 1984 im Zeltlager des Sommertheaters Philip Seymour Hoffman kennen. 1985 ging er nach New York, studierte am Theaterseminar der New York University und wechselte nach einem Jahr zum Filmseminar, war aber nach eigenen Angaben mehr mit den Obdachlosen im Central Park zusammen als an der Uni.
Aus seinen New-York-Odysseen heraus entstand die Idee zum schwarzweißen Dokumentarfilm "The Cruise", den Miller 1998 als Regisseur, Produzent und Kameramann für 137.000 Dollar realisierte und der als vielschichtiges Porträt des exzentrischen Fremdenführers Timothy "Speed" Levitch und dessen Leben auf Doppeldecker-Bussen auch eine Begegnung mit New York ist. "The Cruise" wurde 1999 auf den Berliner Filmfestspielen mit dem Don Quixote Preis und dem Wolfgang Staudte Preis ausgezeichnet.
Vor und nach "Capote" inszenierte Miller Musikvideos und Werbefilme.
Miller ist mit der Autorin und Schauspielerin Sarah Vowell liiert.
"I Am Legend"-Regisseur soll "Panem" fortsetzen
Hollywoods beste Regisseure stellen sich für den zweiten Teil der Fantasy-Sage bei Lionsgate an.
Großansicht
"Panem" geht in die zweite Runde. Fraglich ist nur, wer Regie führen soll (Foto: Studiokanal)
Nachdem Gary Ross, Regisseur des Welterfolgs "Die Tribute von Panem - The Hunger Games" aus der Reihe ausgestiegen ist, steht Teil zwei "Catching Fire - Gefährliche Liebe" ohne Führung da. Nun hat das Karussell um den Nachfolger schon längst Fahrt aufgenommen - mit neuen Ergebnissen:
Wie der Hollywoodreporter meldet, ist Francis Lawrence, Macher von Filmen wie "I Am Legend" und "Constantine", der neue erste Mann. Ganz so sicher, wie das Onlinemagazin behauptet, ist diese Besetzung aber noch nicht: Lawrence soll erst ein offizielles Angebot von Lionsgate vorgelegt werden - und er ist nicht der einzige: Neben Lawrence zieht das Studio auch Bennett Miller, Regisseur von "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball", in Betracht, der ebenfalls zum großen Auswahlmeeting erscheinen soll.
Wer inszeniert "Gefährliche Liebe"?
Weitere Regisseure, die zuletzt im Zusammenhang mit der "Panem"-Fortsetzung genannt wurden, sind: Alfonso Cuaron ("Harry Potter und der Gefangene von Askaban"), Alejandro González Iñárritu ("Babel"), Cary Fukunaga ("Jane Eyre") und Duncan Jones ("Source Code").
Im zweiten Teil der "Panem"-Trilogie hat Katniss (Jennifer Lawrence) zusammen mit ihrem Freund Peeta (Josh Hutcherson) die grausamen Hungerspiele überlebt. Doch das Glück der beiden ist nur von kurzer Dauer, denn sie müssen wieder in die Arena: Das Kapitol wählt die Teilnehmer der neuen Hungerspiele aus den vorherigen Siegern aus und nun stehen Katniss und Peeta erneut einem Heer von Kämpfern gegenüber. Der erste Teil der Trilogie "Die Tribute von Panem - The Hunger Games" läuft derzeit mit großem Erfolg in den Kinos.
Bilder zu "Die Tribute von Panem - The Hunger Games"
Fotos ansehen