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Ben Stiller

Ben Stiller

Leben & Werk

Comedy-Ass Ben Stiller spezialisierte sich als Schauspieler zunächst auf die Darstellung von Männern, die in peinliche Situationen geraten und beim Versuch, der offensichtlichen Schande zu entrinnen, noch größeres Chaos anrichten. Exemplarisch dafür sind das Lecken in der Achsel von Patricia Arquette in “Flirting With Disaster“, das Einklemmen des Penis in “Verrückt nach Mary” sowie die Serie von Katastrophen, die er als Schwiegersohn in spe eines Ex-CIA-Mannes (Robert De Niro) in dessen Haus und Garten mit Katze, Urnenasche der Mama und Nachbarfreund in “Meine Braut, ihr Vater und ich” auslöste.

Der mit einer gehörigen Portion Chuzpe und Gerissenheit ausgestattete Komiker, Autor, Regisseur und Produzent, Sohn der jüdischen Schauspielerfamilie Jerry Stiller (der Vater stand in “Zoolander” zum sechsten Mal mit Sohn Ben vor der Kamera) und Anne Meara, beide ebenfalls Komiker, wurde 1965 in New York geboren.

Seine Karriere begann 1985 am Broadway, 1987 landete er beim Film, 1989 beim Fernsehen (“Saturday Night Live”) und 1994 debütierte er als Regisseur des Generation-X-Ballade “Reality Bites – Voll das Leben”. Matthew Broderick wird in Stillers “Cable Guy – Die Nervensäge” Opfer der freundschaftlichen Attacken des genialen Körperkomikers Jim Carrey, der die Welt des Yuppies auf den Kopf stellt.

Stillers dritte Regiearbeit “Zoolander” führte ihn als nicht sonderlich intelligentes Model in eine Mordgeschichte, die er nicht überschaut. In dieser überdrehten Satire auf die Modebranche, die auf einer bereits 1996 produzierten TV-Sendung für “Vogue” basiert, glänzt Stiller mit Partner Owen Wilson in einer Parodie von Michael Jacksons “Moonwalk”.

In dem Regiedebüt von Kollege Edward Norton “Glauben ist alles” zieht sich Stiller als unkonventioneller Rabbiner den Unwillen seiner Gemeinde zu, als er sich in eine nichtjüdische ehemalige Schulfreundin (Jenna Elfman) verliebt.

Zu Stillers herausragenden Rollen zählt diejenige des ehemaligen Finanzgenies Chas, der in Wes Andersons Komödie “Die Royal Tenenbaums” nicht nur seine Angstattacken auf seine beiden Söhne überträgt, sondern sie auch wie sich selbst in rote Adidas-Trainingsanzüge kleidet. Eine weiteres Zusammentreffen mit Owen Wilson, der auch bei den Tenenbaums mit von der Partie war, gab es in “Starsky & Hutch”, der Leinwandadaption der 70er-Kult-TV-Serie: Als titelgebendes Cop-Duo sollen die beiden gegensätzlichen Buddies einem Drogendealer das Handwerk legen.

Zurück in Bad-Taste-Gefilde führten Stiller die Beziehungskomödie “… und dann kam Polly” (mit Jennifer Aniston), die Farrelly-Groteske “Nach sieben Tagen – Ausgeflittert” und Barry Levinsons “Neid”: Als sein Nachbar und Freund Nick (Jack Black) mit einer verrückten Erfindung Erfolg hat, wächst der Neid von Stillers Tim ins Grenzenlose. Vergleichsweise zahm dagegen Danny DeVitos schwarze Komödie “Der Apartement Schreck”, in der Stiller und Drew Barrymore einen “Rosenkrieg” gegen die zu beseitigende Mieterin ihres Traum-Apartments führen, und die Völkerball-Komödie “Voll auf die Nüsse“, in der Stillers arroganter Fitness-Center-Besitzer einen Konkurrenten (Vince Vaughn, ein weiterer Dauer-Partner Stillers) vom Markt drängen will.

Sein nächstes Regieprojekt, “Tropic Thunder”, über eine Gruppe verweichlichter Hollywood-Stars, die beim Dreh eines Actionkrachers im Dschungel plötzlich reale Heldenqualitäten beweisen müssen, markiert auch dank Stillers Leistung als Hauptdarsteller neben Größen wie Robert Downey jr. und Tom Cruise (in einem denkwürdigen Kurzauftritt) ein Höhepunkt in Stillers Schaffen.

Kommerziell höchst erfolgreich ist Ben Stiller mit zwei Auftritten als am Leben verzweifelnder Nachtwächter in “Nachts im Museum”. Als ernsthafte Variante der Figur ist der Arthouse-Ausreißer “Greenberg” zu sehen, in dem Stiller sein Fremdschäm-Talent in die Figur eines 40-jährigen Losers transformiert, dessen offen zur Schau getragener Zynismus nur noch durch seine tief verborgene Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung übertroffen wird.

Seine Rolle als Greg Focker nimmt Stiller in “Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich” wieder auf, dem überaus erfolgreichen Sequel zu “Meine Braut, ihr Vater und ich”. Dann folgte mit “Meine Frau, unsere Kinder und ich” sogar schon der dritte Streich.

Als “Aushilfsgangster” agierte Stiller erfolgreich als Amateur neben Profi-Ganove Eddie Murphy, nun gründet er in “The Watch – Nachbarn der 3. Art” gemeinsam mit Vince Vaughn und Jonah Hill als gelangweilte Vorstädter-Truppe eine Bürgerwehr, die sich plötzlich tatsächlich einer großen Bedrohung gegenübersieht – und die ist im wahrsten Sinne nicht von dieser Welt…

2001 zog sich Stiller mit der sechsmaligen Nennung seines Namens in den Vorspann-Credits von “Zoolander” den Unmut der Medien zu, die darauf hinwiesen, dass Größen wie Clint Eastwood oder Woody Allen sich mit zwei oder drei Nennungen begnügen. Während der Dreharbeiten zu “Zoolander” heiratete Stiller seine Kollegin Christine Taylor.

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