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Ben Foster

Ben Foster

Leben & Werk

Mal einfühlsam, mal radikal. Ben Foster besticht mit einer großen Reichweite der Schauspielzunft. Bekannt wurde er durch Rollen in „Six Feet Under“ oder „X-Men: The Last Stand“. Seitdem zeigt er sich brutal im „Todeszug nach Yuma“, rachsüchtig in „The Mechanic“ oder machtgierig als Lance Armstrong in „The Program“. 2016 spielt er zunächst eine entscheidende Rolle im Kampf zwischen Orks und Menschen in „Warcraft“ ehe er in Dan Browns „Inferno“ als Widersacher von Tom Hanks zu sehen ist.

Ben Foster: Leben und Karrierebeginn

Der Sohn zweier Restaurantbesitzer erblickte am 29.10.1980 in Boston, USA das Licht der Welt. Bereits in jungen Jahren zog die Familie nach Iowa, wo Ben Foster früh das Interesse für das Schauspiel entdeckte und in Schulaufführungen erste Erfahrungen sammelte. Bereits mit 16 Jahren brach er die Schule ab, zog nach Los Angeles und versuchte sein Glück in der Traumfabrik Hollywoods.

Mit dem Quentchen Glück auf seiner Seite ergatterte er die Titelrolle in der kurzlebigen Jugendserie „Tucker James – Der Highschool-Blitz“ (1996-1997), die über die Höhen und Tiefen des Erwachsenenwerdens handelt. Kleinere Auftritte in Fernsehproduktionen folgten, im Vorsprechen für „Donnie Darko“ ging der Zuschlag an Jake Gyllenhaal. In „Liberty Heights“ (1999) setzt er sich mit Rassenproblemen und Antisemitismus in den 1950er Jahren auseinander und verliebt sich als jüdischer Jugendlicher in ein schwarzes Mädchen. In der beliebten Teenie-Serie „Voll Daneben, Voll im Leben“ ist Ben Foster als behinderter Schüler Eli zu sehen.

Ben Foster in „Six Feet Under“

In weiteren Filmrollen zeigt er seine Wandelbarkeit, etwa in der losen Shakespeare-Adaption von Sommernachtstraum in „Ran an die Braut“ (2000), als Sohn von Tim Allen in „Jede Menge Ärger“ (2002) oder als Jugendlicher, der in seiner Wut über die Welt ein Attentat auf eine Schule in „Bang Bang, Du bist tot“ (2002) plant und dann der Gewalt abschwört. Im Episodenfilm „11:14“ (2003) spielt er den impulsiven Freund von Rachael Leigh Cook.

Eine wiederkehrende Rolle hat er in der schwarzhumorigen Serie „Six Feet Under“ über die Bestatterfamilie Fisher. Zwar verliebt in seine Klassenkameradin Claire (Lauren Ambrose), entdeckt er die jugendliche Lust in vollen Zügen für sich. In der Marvel-Adaption von „The Punisher“ (2004) mit Thomas Jane spielt er Frank Castles Nachbarn Spacker Dave, während er im Entführungs-Thriller „Hostage“ (2005) mehrere Geiseln gefangen nimmt und von Bruce Willis besänftigt werden soll.

Hollywood-Filme wie „Todeszug nach Yuma“ oder „The Mechanic“

Für den Blockbuster „X-Men: The Last Stand“ (2006) wurde er zum Mutanten Angel und zog in die Rebellion gegen die Menschheit, während er in „Alpha Dog“ (2006) den älteren Bruder von Zack (Anton Yelchin) spielt, der ihn in lebensgefährliche Schwierigkeiten bringt. Von den Kritikern geliebt wird er für seine Darstellung im Western „Todeszug nach Yuma“ (2007), wo er die rechte Hand des Outlaws (Russell Crowe) mimt, der ihm im punkto Brutalität in nichts nachsteht. Als undurchsichtiger Fremder warnt er die Bewohner einer kleinen Gemeinschaft in Alaska vor dem kommenden Grauen der „30 Days of Night“ (2007).

Unangepasst zeigt er sich als Bruder von Matthew Perry in „Birds of America“ (2008) und erwacht im Horror-Scifi-Film „Pandorum“ (2009) im verlassenen Raumschiff ohne jegliche Erinnerungen, wie er dort hingekommen ist und was er dort tun muss. Für das intensive Drama „The Messenger“ (2009) wird er von der US-Armee dazu abgestellt, Witwen die sensible Nachricht vom Ableben ihrer gefallenen Ehemänner im Irakkrieg mitzuteilen und erhält dabei Unterstützung von Woody Harrelson. Auf Rache sinnt er im Action-Streifen „The Mechanic“ (2011) und lässt sich vom Profi (Jason Statham) in den Weisen des unmoralischen Tötens unterrichten, während sich seine Wege erneut mit Woody Harrelson im Cop-Drama „Rampart“ kreuzen, in denen er einen Obdachlosen darstellt.

Ben Foster in „Lone Survivor“ oder als Lance Armstrong in „The Program“

Von seiner Vergangenheit wird er als ehemaliger Drogenschmuggler in „Contraband“ (2012) eingeholt und verkehrt in „Kill Your Darlings“ (2013) in den gleichen sozialen Kreisen wie die Schriftsteller Allen Ginsberg und Lucien Carr (Daniel Radcliffe und Dane DeHaan). In einer komplizierten Dreiecksbeziehung findet er sich in „The Saints“ (2013) wieder, die zwischen Moral, Liebe und seinem Pflichtbewusstsein als Polizist gefangen ist. Als Teil der Navy-Seals um Squad-Anführer Mark Wahlberg wird er in „Lone Survivor“ (2013) auf eine gefährliche Mission im Afghanistan-Krieg entsandt.

Auf der Londoner Bühne zog es ihn in der Adaption des modernen Klassikers „Endstation Liebe“. Er mimt den gewalttätigen Stanley Kowalski, der zwar unsterblich in Stella (Vanessa Kirby) verliebt ist, jedoch seine Eifersucht nicht verbergen kann. 2015 schlüpft er in die Rolle des Radsportlers Lance Armstrong, der seinerzeit als 7facher Sieger des härtesten Radwettbewerbs, der „Tour de France“, über die Ziellinie kam, allerdings mehrere Jahre später öffentlich zugab, bei jedem Sieg gedopt zu haben. Das Biopic „The Program – Um jeden Preis“ (2015) zeichnet den unverfälschten Weg über Ruhm und Fall des US-Amerikaners nach. Ben Foster nahm im Zuge seiner Vorbereitung auf die Rolle ebenfalls Doping-Mittel.

Aktuelle Filme mit Ben Foster: „Warcraft“ und „Inferno“

Im Fantasy-Epos „Warcraft: The Beginning“ (2016) ist er als Prophet und Magier Medivh zu sehen. Im Machtspiel zwischen Orks und Menschen hat er eine entscheidende Schlüsselrolle inne. Im Katastrophen-Film „The Finest Hours“ (2016) gerät er als Teil der Crew von Chris Pine in einen gigantischen Sturm auf See. Erneut mit Chris Pine spielt er im Kriminalfilm „Hell or High Water“ (2016) ein Bruderpaar in Texas, das auf der Suche nach dem schnellen Geld Banken ausraubt.

Überzeugt von der zerstörerischen Gewalt der menschlichen Rasse, entwickelt er als Milliardär Bertrand Zobrist in der dritten Romanadaption von Dan BrownInferno“ (2016) einen Virus, der binnen weniger Tage die Hälfte aller Menschen umbringen würde. Durch sein Interesse an der Kulturgeschichte, hat er das Virus so gut versteckt, dass Robert Langdon (Tom Hanks) auf den Spuren Dantes wandelnd eine Schnitzeljagd durch kulturelle europäische Stätten beginnt, um die Katastrophe zu stoppen. Neben Christian Bale ist er im Western „Hostiles“ (2017) zu sehen.

Ben Foster Privat

Der 1,75m große Schauspieler ist der ältere Bruder von Jon Foster, der ebenfalls als Schauspieler tätig ist. Gemeinsam standen sie etwa in „Pandorum“ oder „Rampart“ vor der Kamera und wohnten einige Zeit in Los Angeles zusammen. Von 2012 war er mit der Schauspielerin Robin Wright liiert und sogar verlobt, die Beziehung endete 2015. Seit 2016 ist er mit seiner Kollegin Laura Prepon verlobt.

Zu seinen Lieblingsfilmen gehören „Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ oder „Einer flog über das Kuckucksnest“. Bereits von Kindestagen übt er Meditation aus, um sich zu entspannen und zu konzentrieren. Von sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook oder Instagram hält sich Ben Foster lieber fern.

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