Bei einem Musikbusiness-Seminar in Glasgow treffen sich im Januar 1996 Stuart Murdoch (Gesang, Gitarre, Keyboards), Stevie Jackson (Gesang, Gitarre), Chris Geddes (Keyboards), Richard Colburn (Schlagzeug), Sarah Martin (Violine und Gesang), Isobel Campbell (Cello und Gesang, bis 2002) und Stuart David (Bass, bis 2000). Später kommen noch Mick Cooke (Trompete und Bass, 1998) sowie Bobby Kildea (Gitarre und Bass, 2001) hinzu. Ihren Namen bezieht die Gruppe vom Titel eines Kinderbuches des französischen Autors Cécile Aubry über einen Jungen (Sebastian) und dessen Hund (Belle). Die ganz auf ihren kreativen Kopf Murdoch zugeschnittene Band veröffentlicht kurz darauf ihr Debüt-Album: "Tigermilk" erscheint in einer Auflage von 1000 Stück auf dem Indie-Label Electric Honey. Noch im selben Jahr wechseln Belle & Sebastian die Plattenfirma und veröffentlichen dort den Nachfolger "If You're Feeling Sinister" (1996). Das dritte Album, "The Boy With The Arab Strap" wird nach einer Reihe von EP-Produktionen 1998 ein Top-20-Hit in Großbritannien. Bei den Brit Awards wird die Band im Jahr darauf zum "Best Newcomer" gekürt und veranstaltet ein eigenes Musikfestival mit Namen Bowlie Weekender. Inzwischen ist auch das limitierte Debüt beim neuen Vertragspartner wieder erhältlich. Mit "Dear Catastrophe Waitress" (2003) werden Belle & Sebastian 2004 für den begehrten Mercury Prize nominiert. Trotz beachtlicher Erfolge in Großbritannien fristet die Gruppe in den Vereinigten Staaten lange ein Nischendasein. Durch die Erwähnung des Bandnamens in dem Film "High Fidelity" und die Verwendung von B&S-Songs in "Storytelling" (die gleichnamige Filmmusik erscheint 2002) werden Belle & Sebastian erstmals einem breiten Publikum bekannt. Mit einem Beitrag zur Sitcom "How I Met Your Mother" eröffnet sich für die Schotten im Jahr 2005 endgültig ein Zugang zum Mainstream-Markt. Belle & Sebastian verfügen über eine treue, Album-orientierte Fangemeinde. Ein Grund dafür liegt sicher auch in der Tatsache, dass bis zum Jahr 2003 keine Singles ausgekoppelt wurden. Die Anfang 2006 erschiene CD "The Life Pursuit" erreicht praktisch über Nacht die Top Ten der britischen Charts und gilt als bislang erfolgreichstes Album der Band.